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Region Neumarkt
Montag, 21. Mai 2018 21° 3

Feier

998 neue, „weltweit beneidete“ Meister

Die Handwerkskammer bot den Neulingen in Straubing einen großen Bahnhof. Darunter waren auch einige aus dem Kreis Neumarkt.

Vier der 998 neuen Meister aus dem HK-Bezirk. Foto: Fotostudio Kraus

Neumarkt.998 Handwerksmeister aus 27 verschiedenen Berufen feierten in Straubing ihren Abschluss. Sie alle hatten in den vergangenen zwölf Monaten ihre Meisterprüfung im Gebiet der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz mit Erfolg abgelegt. Nun nahmen sie bei der Meisterfeier, die unter dem Motto „Die ganze Welt beneidet uns. Um euch.“ stand, ihre Meisterbriefe entgegen. 166 Absolventen erhielten zudem den Meisterpreis der Staatsregierung.

Sie gehören im Freistaat zu den besten 20 Prozent in ihrem Beruf. Neben zahlreichen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft kamen auch Bayerns Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer und der bayerische Kultusminister Bernd Sibler in die Joseph-von-Fraunhofer-Halle, um ihre Glückwünsche zu überbringen.

Kfz-Techniker am begehrtesten

Der Meistertitel im Kfz-Technikerhandwerk war nach wie vor bei den Männern am beliebtesten, mit 218 Männern und einer weiblichen Teilnehmerin war er insgesamt der begehrteste Meisterabschluss. Unter den Frauen kam die überwiegende Anzahl der Meisterinnen aus dem Friseurhandwerk. Insgesamt 100 Absolventen, darunter zehn Männer, haben sich in diesem Beruf weiterqualifiziert.

Den hohen Stellenwert der Weiterbildung betonte Dr. Georg Haber, Präsident der Handwerkskammer, in seiner Festrede. „Sie sind der Inbegriff des Labels „Made in Germany“, das für Qualität und Leistung steht. Was sie anfertigen und anbieten hat Hand und Fuß. Sie sind die Qualitätssiegel, um die uns die Welt beneidet.“

Gleiche Stufe wie der Bachelor

Der Meisterbrief ist ein Prädikat im Handwerk, das im deutschen Qualifikationsrahmen auf gleicher Stufe wie der Bachelorabschluss steht. In der Gesellschaft sei das laut Haber noch nicht weitreichend bekannt. Um das zu ändern, müsse man dafür werben.

Als ein „Zeichen der Wertschätzung“ bezeichnete Haber den Besuch zweier hochrangiger Politiker: Kultusminister Bernd Sibler und Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer stellten sich den Fragen von drei Meistern, die per Videobotschaft eingespielt wurden. Dabei bezeichnete Pschierer den Meisterbrief als die „Zukunft des Freistaates“ und formulierte ein klares Bekenntnis zum Erhalt des Befähigungsnachweises. Immerhin sei die berufliche Ausbildung der Grund für die niedrige Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland. Um für „eine Karriere mit Lehre“ bei Schülern und Eltern zu werben, hat das Bayerische Wirtschaftsministerium zusammen mit den Wirtschaftskammern die Imagekampagne „Elternstolz“ ins Leben gerufen. In diese Kerbe schlage auch die mittlerweile eingeführte vertiefte Berufsorientierung in allen Schularten, ergänzte Bernd Sibler. „Zu wenige Menschen wissen, wie viele unterschiedliche Berufe es gibt.“ Doch gerade die sichtbare Arbeitsleistung eines Handwerkers würde eine eigene, hohe Zufriedenheit hervorrufen. Pschierer weiter: „Wir brauchen nicht nur Master, sondern Meister.“ Nicht zuletzt belege das die große Auftragsfülle im Handwerk. „Meister sind heute eine knappe Ware. Das schlägt sich auf die Preisgestaltung nieder.“ Um die Meisterausbildung zu fördern, habe die Staatsregierung den Meisterpreis von 1000 auf 1500 Euro erhöht, sagte Sibler.

Beim Thema Digitalisierung versprach Wirtschaftsminister Pschierer bis zum Jahr 2020 schnelles Internet bis in jeden bayerischen Ort. Kultusminister Sibler kündigte mit einem Etat von 100 Millionen Euro den Ausbau „digitaler Klassenzimmer“ an.

Neue Meister aus dem Kreis Neumarkt

  • Von B bis F

    : Markus Bauer (Metallbauer, Breitenbrunn); Thomas Baumgärtner (Elektrotechniker, Neumarkt); Stefan Bayer (Kaminkehrer, Seubersdorf); Lukas Brandl (Kfz-Techniker, Parsberg); Holger Eibner (Metallbauer, Mühlhausen); Michael Emmerling (Kfz-Techniker, Freystadt); Tobias Forster (Elektrotechniker, Neumarkt); Benjamin Frank (Installateur und Heizungsbauer, Berching).

  • Von G bis L

    : David Gorzella (Kfz-Techniker, Neumarkt); Florian Götz (Metallbauer, Berching); Alexander Gradl (Landmaschinenmechaniker, Velburg); Dominik Gruber (Kfz-Techniker, Mühlhausen). Erkan Has (Maler und Lackierer, Sengenthal); Kerstin Hauer (Friseur, Berching); Johannes Hausner (Metallbauer, Berching); Matthias Henke (Karosserie- und Fahrzeugbauer, Obermichelbach); Maximilian Herler (Kfz-Techniker, Berching); Andreas Hiereth (Spengler, Neumarkt); Thorsten Hirschberger (Orthopädieschuhmacher, Berg); Martin Hirschmann (Metallbauer, Berg); Daniel Hoyer (Metallbauer, Mühlhausen); Susanne Huber (Friseur, Eurasburg); Michael Karl (Maurer und Betonbauer, Hohenfels); Florian Kiefersauer (Raumausstatter, Benediktbeuern); Kathrin Köhler (Friseur, Neumarkt); Marina Kugler (Maurer und Betonbauer, Dietfurt); Simon Kuttner (Metallbauer, Neumarkt); Maximilian Lang (Metallbauer, Sengenthal); Tobias Lehmeier (Kfz-Techniker, Berngau); Stefan Lerzer (Dachdecker, Freystadt); Fabian Lindl (Dachdecker, Dietfurt).

  • Von M bis R:

    Markus Maier (Glaser, Dillingen); Georg Mayer (Karosserie- und Fahrzeugbauer, Lauterhofen); Johannes Meier (Maurer und Betonbauer, Dietfurt); Johannes Moser (Kfz-Techniker, Lupburg); Stefan Neumeyer (Landmaschinenmechaniker, Berching); Fabian Niebler (Kaminkehrer, Berg); Felix Nutz (Metallbauer, Berching); Lukas Precht (Kfz-Techniker, Breitenbrunn); Simon Probst (Glaser, Niederfüllbach); Thomas Rätscher (Maler und Lackierer, Lauterhofen).

  • Von S bis Z:

    Daniel Schaller (Kaminkehrer, Neumarkt); Albert Schandl (Kaminkehrer, Benediktbeuern); Johannes Schierl (Kfz-Techniker, Berg); Maximilian Schiller (Elektrotechniker, Neumarkt); Stefan Schulz (Metallbauer, Neumarkt); Ulrich Schumacher (Kfz-Techniker, Deining); Daniel Sichert (Installateur und Heizungsbauer, Deining); Johannes Silberhorn (Elektrotechniker, Deining); Marco Sossau (Elektrotechniker, Berg); Christian Weichselbaum (Schreiner, Neumarkt); Theresa Weigl (Friseur, Berg). Franz Zeitler (Maurer und Betonbauer, Dietfurt); Norbert Zoch (Landmaschinenmechaniker, Berching).

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