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Personalie

Abschied mit einer Auszeichnung

Herbert Schärdel leitete 14 Jahre lang die Jugendhilfestation der Rummelsberger Diakonie in Neumarkt.
Von Nicole Götz

Karl Schulz (links) überreichte Herbert Schärdel (rechts) das goldene Kronenkreuz. Foto: Götz
Karl Schulz (links) überreichte Herbert Schärdel (rechts) das goldene Kronenkreuz. Foto: Götz

Neumarkt.14 Jahre lang hat Herbert Schärdel die Jugendhilfestation der Rummelsberger Diakonie in Neumarkt geleitet. Nun wurde er in den Ruhestand verabschiedet und mit dem goldenen Kronenkreuz ausgezeichnet. Diese höchste diakonische Auszeichnung überreichte ihm Karl Schulz, Geschäftsführer bei den Rummelsberger Diensten für Menschen mit Behinderung und der Jugend- und Altenhilfe.

Schärdel – so war bei der Verabschiedung zu hören – habe unter dem Motto „Familien stärken“ die Angebote der Jugendhilfestation Neumarkt ausgebaut. Sie bietet unter anderem sozialpädagogische Familienhilfen, Erziehungsbeistandschaften, sozialpädagogisch betreutes Wohnen, Familienstützpunkte und eine heilpädagogische Tagesstätte an. Auch präventive Angebote haben sich mittlerweile etabliert. So bietet das Team aus Neumarkt seit acht Jahren an acht Schulen im Landkreis Neumarkt Schulcoaching an. Mitarbeiter leiten zudem an zwei Ganztagsschulen die Nachmittagsbetreuung. Des Weiteren gibt es vier Wohngemeinschaften, in denen 19 junge Flüchtlinge leben. Seit Schärdel die Leitung der Jugendhilfestation übernahm, stieg die Zahl der Mitarbeiter von zehn auf 37.

Schärdel selbst absolvierte zunächst eine technische Ausbildung und begann in den 70er-Jahren, in der Jugendhilfe zu arbeiten. Zu dieser Zeit sei es üblich gewesen, Kinder und Jugendliche ohne Eltern oder mit Verhaltensauffälligkeiten in Heimen unterzubringen. Bereits damals, als Herbert Schärdel seinen Zivildienst in einem Kinderheim der Rummelsberger Diakonie leistete, habe er erkannt, dass Kinder nach Möglichkeit in ihren Familien aufwachsen sollten, wenn nötig durch Unterstützung pädagogischer Fachkräfte. Nach vier Jahren als Erziehungshelfer bei der Rummelsberger Diakonie entschied Schärdel sich daher zum Studium der Sozialpädagogik in Nürnberg. Anschließend arbeitete er mit seiner Frau Barbara in Erziehungswohngruppen in Oberfranken und Tübingen. Die Pflegekinder wuchsen bei den Schärdels und ihren drei Söhnen auf. Nachdem alle Pflegekinder erwachsen waren, zog es Schärdel zurück in die Heimat und zur Rummelsberger Diakonie. Dort arbeitete er zunächst im ambulanten erzieherischen Dienst in der Jugendhilfestation in Neumarkt, deren Leitung er 2004 übernahm. Später war er sowohl für die Jugendhilfestation in Neumarkt als auch für diese in Roth und Schwabach zuständig.

Die 50-jährige Sozialpädagogin Heike Schmidt-Neumeyer wird die Nachfolge von Schärdel als Leiterin der Jugendhilfestation in Neumarkt Anfang Juli antreten. Herbert Schärdel freut sich nun darauf, sich seinem Garten widmen zu können und Zeit mit seiner vor einigen Monaten geborenen Enkeltochter zu verbringen. (ngn)

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