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Region Neumarkt
Samstag, 22. September 2018 16° 3

Gedenken

Adeliger Besuch in Kevenhüll

Melanie Gräfin Waldburg-Wolfegg und ihr Bruder waren beim Trauergottesdienst. Der Kontakt zum Ort soll weiterbestehen.
Von Franz Guttenberger

Karl Graf von Khevenhüller-Metsch (vorne 2.v.l.) und Melanie Gräfin Waldburg-Wolfegg (vorne rechts) mit ihrer Familie wurden von Bürgermeister Alexander Anetsberger, Ortssprecher Georg Harrer und Fahnenabordnungen begrüßt. Foto: Guttenberger
Karl Graf von Khevenhüller-Metsch (vorne 2.v.l.) und Melanie Gräfin Waldburg-Wolfegg (vorne rechts) mit ihrer Familie wurden von Bürgermeister Alexander Anetsberger, Ortssprecher Georg Harrer und Fahnenabordnungen begrüßt. Foto: Guttenberger

Kevenhüll. Prinzessin Hella von Bayern ist am 25. Dezember 2017 im gesegneten Alter von 97 Jahren verstorben. Sie hatte enge Beziehungen zum Ort Kevenhüll in der Gemeinde Beilngries. In der Wallfahrtskirche zu Andechs fand damals das Requiem statt. Am Sonntag fand eine Trauerfeier für die verstobene Prinzessin in der St.-Ulrich-Kirche in Kevenhüll statt.

Zu dieser Feier kamen Melanie Gräfin Waldburg-Wolfegg, eine Nichte der Verstorbenen, sowie deren Mann und Tochter Isabell. Die Gräfin ist eine Schwester zum derzeitigen Burgherrn von Hochosterwitz S. E. Karl Graf von Khevenhüller-Metsch. Die Gäste wurden von den Kevenhüller Vereinen an der Kirche begrüßt. Dabei waren die Schützen, die Feuerwehr und die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Kevenhüll-Oberndorf.

Weil die verstorbene Prinzessin Hella dem damaligen Bürgermeister von Kevenhüll, Georg Semmler, 1967 eine Amtskette geschenkt hatte, trug am Sonntag Ortssprecher Georg Harrer diese Kette. Er war mit seiner Gattin Eva beim Trauergottesdienst. Als Vertreter der Stadt Beilngries kam Bürgermeister Alexander Anetsberger. Stadträtin Pauline Hirschberger kam vom Nachbarort Oberndorf.

Die Khevenüller, ein Grafengeschlecht in Kärnten, stammen ursprünglich aus Kevenhüll. Die verstorbene Prinzessin Hella von Bayern, eine Nachfahrin der Khevenhüller, hatte vor 50 Jahren Beziehungen zum Ort Kevenhüll aufgenommen und wurde 1967 zur Ehrenbürgerin ernannt. Sie besuchte den Ort immer wieder und so gedachten die Bewohner von Kevenhüll nun der Prinzessin beim Trauergottesdienst. Aber auch Einwohner von Kevenhüll fuhren gern nach Kärnten und besichtigten die Burg Hochosterwitz. Als Kevenhüll 1972 das 900- jährige Jubiläum feierte, war Prinzessin Hella zu Gast und bei der Fahnenweihe der Feuerwehr im Jahr 1974 war sie Fahnenmutter. Auch zu den Schützen hatte sie gute Verbindungen.

Bei der Trauerfeier betonte Graf Karl von Khevenhüll-Metsch, der Neffe von Prinzessin Hella, im Gespräch mit Bürgermeister Anetsberger und Ortssprecher Harrer, dass er die Beziehungen zu Kevenhüll weiterhin pflegen möchte. Er ist der aktuelle Burgherr auch für die Burg Hochosterwitz. Sowohl der Bürgermeister wie der Ortssprecher möchten ihrerseits die Verbindungen aufrecht erhalten. Während Harrer schon mehrmals in Kärnten zu Besuch war, hatte Anetsberger noch nicht die Ehre, selbst in Hochosterwitz sein zu können. Er werde dies aber in absehbarer Zeit nachholen.

Beim Trauergottesdienst sagte Pfarrer Pater Godehard, dass er von seinem Vorgänger als Pfarrer von Kevenhüll, Pater Stephen, immer wieder von Prinzessin Hella gehört habe. Wenn heute der Ortssprecher und der Bürgermeister zugleich eine Amtskette tragen, dann sei das schon etwas ganz Besonderes. Im Evangelium zielte Pater Godehard auf Jesus, der 40 Tage in der Würste verbracht hatte. Eine Kirchenführung schloss sich im Anschluss an den Trauergottesdienst an.

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