mz_logo

Region Neumarkt
Mittwoch, 20. Juni 2018 29° 3

Satzung

Änderungen bei den Stadtwerken Neumarkt

Aus dem Eigenbetrieb ist seit September ein Kommunalunternehmen geworden. Der Werksenat wird offiziell gestrichen.
Von Bernhard Neumayer

Die Stadtwerke sind seit September ein Kommunalunternehmen. Archivfoto:  Münch
Die Stadtwerke sind seit September ein Kommunalunternehmen. Archivfoto: Münch

Neumarkt.Der Werksenat der Stadt Neumarkt ist Geschichte. Seit der Umstrukturierung der Stadtwerke im September vergangenen Jahres tagt das Gremium nicht mehr. Am kommenden Dienstag in der Stadtratssitzung wird der Werksenat auch offiziell aus der Geschäftsordnung des Stadtrates gestrichen.

„Das ist nur noch die redaktionelle Änderung“, sagt der Leiter der Stadtwerke Dominique Kinzkofer. Im Herbst 2017 änderte sich die Rechtsform der Stadtwerke: Aus dem Eigenbetrieb wurde ein Kommunalunternehmen (KU). Offiziell heißen die Stadtwerke Freizeit und Leben-KU. Diese neue Rechtsform ist in drei GmbH’s gegliedert: die Service GmbH, die Verkehrsbetriebe GmbH und die Energie GmbH. Die beiden erstgenannten Gesellschaften existierten bereits vor der Umstrukturierung der Stadtwerke. „Neu sind das Kommunalunternehmen und die Energie GmbH“, erklärt Kinzkofer.

„Die Stadtwerke bleiben aber weiterhin zu 100 Prozent in den Händen der Stadt.“

Dominique Kinzkofer, Leiter der Stadtwerke

Dem Kommunalunternehmen sind die Verkehrsbetriebe und die Energie GmbH untergeordnet. Die Service GmbH ist ein Teil der Energie GmbH und kümmert sich laut Kinzkofer beispielsweise um die IT. „Die Stadtwerke bleiben aber weiterhin zu 100 Prozent in den Händen der Stadt“, sagt er.

Die neue Struktur der Stadtwerke zeigt unsere Grafik:

Die ehemaligen Mitglieder des Werksenats sind jetzt im neuen Verwaltungsrat des KU und im Aufsichtsrat der Energie GmbH. „In beiden Gremien sind die gleichen Personen“, sagt Kinzkofer. Der Verwaltungsrat des KU beschäftige sich unter anderem mit dem ÖPNV, den Parkhäusern und mit dem zukünftigen Ganzjahresbad. Die Energie GmbH kümmere sich um Strom-, Wasser- und Wärmeversorgung. „Beide Gremien überwachen die laufenden Geschäfte und die Geschäftsführung“, sagt Kinzkofer. „Dadurch dass die Mitglieder des Werksenats in den Gremien sitzen, werden die Interessen der Stadt vertreten.“

Bürger sind nicht betroffen

Die Gremien seien vergleichbar mit dem früheren Werksenat. „Der ehemalige Werksenat war für die Angelegenheiten der Stadtwerke zuständig“, erklärt Jürgen Kohler, der leitende Rechtsdirektor der Stadt Neumarkt auf Nachfrage. Das Gremium sei unter anderem für betriebswirtschaftliche Angelegenheiten, für Personalentscheidungen und für den Wirtschafts- und Finanzplan der Stadtwerke zuständig gewesen.

Je nach Rechtsform dürfe ein Gremium bei gewissen Entscheidungen mitbestimmen. „Der neue Aufsichtsrat der Energie GmbH und der Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens verabschieden jeweils nach wie vor den Wirtschaftsplan“, nennt Kinzkofer ein Beispiel, auf welche Bereiche der Stadtwerke die neuen Gremien Einfluss nehmen können.

Für die Neumarkter Bürger ändert sich durch die Umstrukturierung aber nichts.

Lesen Sie hier: Winter ist ein Kostentreiber.

Lesen Sie hier: Oft zwickt es noch bei Bus und Bahn der Stadtwerke.

Weitere Nachrichten aus der Region Neumarkt lesen Sie hier.

Hier finden Sie Fakten zu den Stadtwerken:

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht