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Alois Scherer verabschiedet sich

Nach sechs Jahren als Gemeinderat und 24 Jahren als erster Bürgermeister blickt er auf 30 bewegte Jahre im Amt zurück.
von Andreas Friedl

Am 30. April übergibt Alois Scherer den Tisch und Sessel an seinen Nachfolger Peter Meier.  Foto: Andreas Friedl
Am 30. April übergibt Alois Scherer den Tisch und Sessel an seinen Nachfolger Peter Meier. Foto: Andreas Friedl

Deining.Auch wenn Deinings erster Bürgermeister Alois Scherer es nicht so recht wahrhaben möchte: Ein kleiner Schuss Melancholie war bei seiner gestrigen Abschiedsrede doch herauszuhören. Am 30. April wird der Rathauschef nach 24 Jahren an der Gemeindespitze in den Ruhestand gehen. Die Zahl 24 begleitet Scherer auf diesem Weg: Als 24-Jähriger kandierte er zum ersten Mal für den Gemeinderat, vor 24 Jahren heiratete er und nun verabschiedet er sich nach 24 Amtsjahren als Bürgermeister.

„Am 30. April ist Stabübergabe und vorher möchte ich kurz etwas zurückblicken“, kündigte Scherer zu Beginn des Pressegesprächs an, das im Sitzungssaal des Gemeinderates stattfand. Dort leitete er als Bürgermeister 264 Sitzungen. „Für bestimmte Themen hatte ich schon großes Interesse, als ich 1990 in den Gemeinderat gewählt wurde. Dazu gehörten besonders die Sparten Feuerwehrwesen und Versorgung.“ Diese Themen hätten sich wie ein roter Faden durch seine gesamte Amtszeit hindurchgezogen.

Bei seiner Kandidatur als Bürgermeister im Jahre 1996 habe er nicht damit gerechnet, den amtierenden ersten Bürgermeister Franz-Xaver Oettl, der immerhin schon 18 Jahre im Amt gewesen sei, abzulösen. Doch es kam anders: am Wahltag habe er einen Anruf vom damaligen Verwaltungsleiter Karl Schmid erhalten, der verkündete: „Wir haben einen neuen Bürgermeister, der sich Scherer schreibt.“

Die folgenden zwei Monate hätten es dann schon in sich gehabt. „Am ersten Mai trat ich den Dienst im Rathaus an, am 18. Juni heiratete ich meine Ulrike standesamtlich und sechs Tage später kirchlich. In der Verwaltung waren engagierte Mitarbeiter und auch die vielen Ehrenamtlichen trugen dazu bei, dass ich mich bestens als Bürgermeister einleben durfte. Noch heute bin ich daher all diesen Personen dankbar, die mir so lange zur Seite standen und dies auch immer noch tun.“ Schmunzelnd fügt der scheidende Rathauschef an: „Dieses Ereignis, sprich: Die Wahl zum ersten Bürgermeister, hat meine Lebensplanung etwas durcheinandergewirbelt.“

Auch wenn der eine oder andere Bürger etwas an der Arbeit von Alois Scherer auszusetzen haben mag: Er hat Deining zweifellos nach vorne gebracht. „In den vergangenen 24 Jahren haben wir in der Gemeinde viele große Aufgaben gemeistert. Dazu gehören der Bau eines Kanals von etwa 100 Kilometern Länge, 30 000 Meter verlegte Wasserleitungen und 80 Kilometer sanierte oder neu gebaute Straßen.“

Besonders erfreut sei er über die Einwohnerentwicklung. Aus ehemals 3700 Bürgern wären nun fast 5000 geworden. 450 Baugrundstücke seien während seiner Amtszeit ausgewiesen worden und knapp 200 000 Quadratmeter Gewerbeflächen geschaffen. Nun hofft er, dass auch sein Nachfolger Deining nicht zum Stillstand kommen lässt.

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