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Literatur

Als Kind schrieb er den ersten Roman

Peter Dietze aus Sengenthal hat den Thriller „Badetage“ veröffentlicht. Geschichten überlegt er sich aber schon länger.
Von Martina Sellerer

Peter Dietze alias Nicolas Cenway mit seinem Thriller „Badetage“. Foto: Sellerer
Peter Dietze alias Nicolas Cenway mit seinem Thriller „Badetage“. Foto: Sellerer

Sengenthal.Der Name des Autors klingt sehr englisch: Nicolas Cenway. Doch hinter dem Pseudonym verbirgt sich ein Oberpfälzer: Peter Dietze aus Sengenthal. Der Titel seines Psycho-Thrillers lautet „Badetage – Der Tod, der nach dem Sterben kommt“.

Zur Handlung: Ein Ehepaar wird in Houston, Texas ermordet. Für diesen Mord wird die Deutsche Jennifer Wolfert zum Tod verurteilt. Ihr Bruder Tom Wolfert, ein Anwalt, der am Starnberger See lebt, ist jedoch von ihrer Unschuld überzeugt – zumal in Deutschland zwei weitere Morde nach ähnlichem Muster geschehen, einer davon im Bayrischen Wald. Auf der Suche nach dem wahren Mörder dringt er immer weiter in ein Netzwerk aus Kindesmissbrauch, Gewalt und Erpressung ein.

Den Menschen Hoffnung geben

Wer das Buch liest, wird in der Handlung vertraute Orte wie Berching und Neumarkt wiederfinden. Wie es ausgeht, wird natürlich nicht verraten, nur so viel: Dietze schreibt nach dem Grundsatz: „Es ist nicht Aufgabe der Literatur, Menschen verzweifeln zu lassen, sondern ihnen Hoffnung und Zuversicht zu geben.“ Das klingt doch schon mal nach einem positiven Ende.

Schon als Kind hat sich Peter Dietze Geschichten ausgedacht. Seinen ersten kleinen Roman „Die Schicksalssymphonie“ hat er mit Tinte in Schönschrift in ein DIN A 5 Schreibheft geschrieben. Neun Jahre alt war er damals. Gerne wäre er Künstler geworden, wie er sagt, doch er musste den Betrieb der Eltern in Neumarkt übernehmen. Zehn Jahre hat er die Firma geleitet – bis er sie verkaufte und als Outsourcing-Manager in der Logistikbranche Karriere machte.

Nie aufgehört, zu schreiben


Viele Jahre war Dietze Vorsitzender des Neumarkter Vereins für Pflege- und Adoptivkinder und hat den Kinderschutzbund Neumarkt mitbegründet. Die Erfahrungen aus dieser Zeit hat er auch in seinem Werk „Badetage“ verarbeitet. Ganz habe er das Schreiben aber auch während seiner Berufstätigkeit nie aufgegeben, sagt er. So seien die zwei (noch) unveröffentlichten Romane „Die Wut der Wölfe“ und „Machtinfarkt“, ein Roman über das Ende der Globalisierung, entstanden. Beide Romane seien fertig, der eine noch auf Schreibmaschine getippt und in zwei dicken DIN A4 Ordner abgeheftet. Ob er sich die Zeit nehmen wird, die zwei Texte zu überarbeiten und einem Verlag vorzulegen, weiß er noch nicht. Das würde viele, viele Wochen Arbeit bedeuten, vor allem auch, weil die Romane deutlich gekürzt werden müssten. Einen Verlag zu finden, der einen Roman eines noch unbekannten Autors mit über 300 Seiten veröffentlicht, sei nämlich so gut wie unmöglich, wie er verriet.

2005 habe Dietze seinen Beruf ganz an den Nagel gehängt, um sich ausschließlich dem Schreiben und der Musik widmen zu können. Er hat ein einjähriges Coaching bei dem Schriftsteller Peter H. Gogolin absolviert, um die letzten Kniffe zu erlernen. Nachdem sein Roman „Badetage“ nun veröffentlicht ist, hat er schon die nächste Idee für einen Roman: Ein Kommissar ermittelt in einem Mordfall. Während der Ermittlungen stellt er fest: Es sieht so aus, als ob er selbst den Mord begangen hat. Wie kann er seine Unschuld beweisen?

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Das Buch und der Autor

  • „Badetage – Der Tod, der nach dem Sterben kommt“:

    Das Buch ist ein Psycho-Thriller auf 300 Seiten von Nicolas Cenway alias Peter Dietze.

  • Infos zum Buch:

    Größenwahn Verlag Frankfurt, ISBN 978-95771-134-2, Preis: 16,90 Euro, als E-Book 12,99 Euro, Autorenseite: www.cenway.de

  • Lesung:

    Wer Dietze live erleben möchte, hat am 20. Oktober dazu Gelegenheit. Um 19 Uhr liest er in der Stadtbibliothek Neumarkt aus seinem Roman.

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