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Anstrengende Stunden für Jugendfeuerwehr

Der Nachwuchs aus Parsberg wurde ein Wochenende lang so gefordert wie eine Berufsfeuerwehr. Mit allen Konsequenzen.
Von Wolfgang Schön

Mit einem Drehleiterfahrzeug und mit Steckleitern wurden Schüler vom Dach gerettet.  Foto: W: Schön
Mit einem Drehleiterfahrzeug und mit Steckleitern wurden Schüler vom Dach gerettet. Foto: W: Schön

Parsberg.Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr bei der Stützpunkt-Feuerwehr Parsberg und weitere Feuerwehr-Quereinsteiger aus den Reihen der Parsberger Feuerwehr-Festdamen des vergangenen Jubiläumsjahres haben ein anstrengendes Feuerwehr-Wochenende hinter sich.

„24 Stunden Dienst bei der Feuerwehr“ lautete die Aufgabenstellung im Rahmen des Berufsfeuerwehrtages, an dem sich die Jugendfeuerwehr beteiligte. Das Programm für den 24-stündigen Dienst war ambitioniert, welches die Verantwortlichen mit dem Jugendwart Andreas Krotter und dem Koordinator des Einsatztages Gruppenführer Florian Ferstl ausgearbeitet hatten. Neben der theoretischen und praktischen Unterrichtung über Feuerwehrvorschriften und Gerätschaften galt es zusätzlich fünf größere Einsatzaufgabestellungen abzuwarten. Los ging es gleich am Samstag früh um 9 Uhr mit der Alarmierung zu einem angenommenen Brand in der Mittelschule Parsberg, wo es nicht nur die Brandbekämpfung vorzunehmen galt, sondern auch mittels Drehleitereinsatzfahrzeug und dem Anstellen einer Steckleiter Schüler aus den oberen Stockwerken des Schulgebäudetraktes geborgen werden mussten.

Auch das BRK Parsberg war mit mehreren Fahrzeugen und Rettungskräften vor Ort, um verletzte Personen zu versorgen. Es entwickelte sich ein Übungsszenario, das sich so niemand recht vorstellen mag angesichts der Tatsache, dass sich in dem Schulgebäudetrakt bei Unterrichtszeiten rund 500 Schüler befinden.

Super-Gau für Rettungskräfte

Aufmerksame Beobachter des Einsatzablaufes waren neben andern „Schaulustigen“ auch Rektor Matthias Ferstl und Hausmeister Günther Srbecky, die dafür umso mehr überrascht und dann doch auch beeindruckt darüber waren, wie routiniert selbst die Einsatzkräfte der Jugendfeuerwehr schon die erforderlichen Einsatzabläufe beherrschen. Unterstützt wurden diese dabei natürlich auch von erwachsenen Einsatzkräften aus der Aktivengruppe der Parsberger Wehr, welche die Fahrzeuge fuhren und Gerätschaften bedienten, die von Jugendlichen noch nicht bedient werden können oder dürfen. Florian Ferstl äußerte sich als „Einsatzleiter“ im Gespräch mit unserer Zeitung sehr zufrieden über den komplexen Übungsablauf, der auch die „Profis“ in der Aktivengruppe einer Wehr vor Herausforderungen stellen würde. Der Brand an einer Schule bei laufenden Unterricht gilt als „Super-Gau“ für alle Rettungskräfte, weiß Floria Ferstl, aber gerade deswegen übe man schon mit der Feuerwehrjugend solche Einsatzszenarien.

Die Einsätze

  • Schule:

    In der Mittelschule Parsberg war es zu einem angenommen Brand gekommen, hier galt es Schüler mittels Leitern aus den oberen Stockwerken zu retten. Hierzu war auch das BRK vor Ort.

  • Personenbergung:

    Eine Person musste nach einem Waldunfall geborgen werden, eine andere war in einen tiefen Schacht gestürzt. Desweiteren war ein Verletzter nach einem Unfall eingeklemmt.

Da waren die weiteren Übungsszenarien des Tages, zu denen die 34 beteiligten Feuerwehrkräfte, teils auch zu nächtlicher Stunde, dann noch ausrückten, zwar auch fordernd, aber nicht mehr ganz so spektakulär. Bei Rudenshofen galt es unter anderem eine Person nach einem Waldunfall zu bergen und im städtischen Pumpwerk in Hörmannsdorf musste die Rettung einer verunglückten Person aus einem tiefen Schacht vorgenommen werden. Desweiteren hatte ein Luftbeobachter starke Rauchentwicklung beim Grill- und Zeltplatz Parsberg festgestellt, was das Ausrücken der Feuerwehr notwendig machte. Nach einem Verkehrsunfall musste dann auch noch die Bergung einer Person mittels Einsatz von Rettungsspreizern vorgenommen werden.

Für Teambildung wichtig

An Schlafen war also nicht viel zu denken bei diesem 24-Stunden-Feuerwehr-Einsatztag, galt es doch nach jedem Einsatz auch noch Nach- und Vorbereitungsaufgaben zu erledigen, die hier notwendig sind. Und für das leibliche Wohlergehen musste auch gesorgt werden. Und so ein Tag ist auch für die Kameradschaftsbildung untereinander sehr wichtig, weiß man bei der Parsberger Jugendfeuerwehr und natürlich auch bei seinen Verantwortlichen, wie Andreas Krotter und Florian Ferstl abschließend ausführten. Anerkennung über das Gelingen des Feuerwehrjugendtages gab es auch von den Feuerwehr-Funktionsträgern der Stützpunktwehr und von Vertretern der Stadt.

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