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Würdigung

Arzt erhält Bayerische Staatsmedaille

Der am Klinikum tätige Mediziner arbeitet in seinem Urlaub in Kriegsgebieten.

Dr. Götz Gerresheimer nimmt aus den Händen von Ministerin Melanie Huml die Staatsmedaille entgegen Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit
Dr. Götz Gerresheimer nimmt aus den Händen von Ministerin Melanie Huml die Staatsmedaille entgegen Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit

Neumarkt.Dr. Götz Gerresheim wurde am 24. Oktober durch Staatsministerin Melanie Huml mit der Bayerischen Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege ausgezeichnet.

Die Ehrung wird jedes Jahr vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege an Persönlichkeiten vergeben, die sich in besonderem Maße ehrenamtlich im Gesundheitsbereich engagiert haben. Die Staatsmedaille ist die höchste Auszeichnung, die das Ministerium direkt vergibt.

Bereits seit dem Jahr 2000 engagiert sich Dr. Gerresheim bei der humanitären Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“. In seiner Funktion als Narkosearzt und Notfallmediziner war er in chirurgischen Projekten unter anderem in Angola, Liberia, Nigeria und zuletzt in Syrien tätig.

Als Teil der internationalen Teams versorgte er Opfer der gewalttätigen und kriegerischen Auseinandersetzungen in diesen Ländern – Menschen, die durch Bürgerkriege oder Naturkatastrophen keinen Zugang zu einer qualifizierten medizinischen Versorgung hatten.

In Neumarkt ist Dr. Gerresheim seit zehn Jahren als Anästhesist in der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrich Schwemmer tätig. Für die Arbeit in den Krisengebieten investiert der Arzt Teile seines Urlaubes und wird hierfür anteilig vom Klinikum freigestellt.

Es wird deutlich, dass er durch das Klinikum, den Chefarzt und durch seine Kollegen, die ihn während seiner Abwesenheiten vertreten, große Unterstützung erfährt.

Am Klinikum arbeitet Dr. Gerresheim als Oberarzt vornehmlich auf der Intensivstation und wurde dort als transplantationsbeauftragter Arzt benannt.

In dieser Funktion liegt ihm eine objektive Aufklärung zum Thema Organspende am Herzen. Sein Wissen zu dem Thema brachte er in einem Fachbeirat zur Organspende und bei der Überarbeitung des Transplantationsgesetzes auf Bundesebene in Berlin ein.

In der Laudatio der Verleihung betonte Staatsministerin Huml das Engagement in diesen gegensätzlichen Bereichen der Medizin.

Auf der einen Seite die spezialisierten Möglichkeiten, Organe nach dem Tod weiterzugeben, um das Überleben anderer zu sichern und auf der anderen Seite das Arbeiten unter schwierigsten Bedingungen mit sehr einfachen Mitteln.

Sie unterstrich zudem, dass solch ein Einsatz nur möglich sei, wenn die Unterstützung anderer bestehe – hier sind dies die des Klinikums und der Rückhalt in der Familie. Dr. Gerresheim ist verheiratet und hat drei Kinder.

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