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Bayernliga

ASV Neumarkt kommt am Tiefpunkt an

Neumarkt verliert das Derby in Ammerthal klar – zudem fällt das Team auf den direkten Abstiegsplatz zurück.

Alexander Moratz (links) versucht für den ASV Neumarkt Ammerthals Michael Joncy zu bremsen – vergeblich. Foto: Andreas Brückmann
Alexander Moratz (links) versucht für den ASV Neumarkt Ammerthals Michael Joncy zu bremsen – vergeblich. Foto: Andreas Brückmann

Neumarkt.Schlechter hätte der Spieltag für die akut abstiegsgefährdeten Bayernliga-Fußballer des ASV Neumarkt kaum laufen können.

Die junge Mannschaft von Coach Benedikt Thier ging im Derby vor rund 335 Zuschauern bei der DJK Ammerthal nicht nur mit 0:3 (0:2) als Verlierer vom Platz und musste dabei eine Rote Karte von Kapitän Jonas Marx (Tätlichkeit) quittieren. Weil parallel der ASV Vach sein Heimspiel gegen den 1. FC Sand mit 2:0 gewann, rutschten die Neumarkter zudem auf den letzten Tabellenplatz ab. Dieser würde am Saisonende den direkten Abstieg in die Landesliga bedeuten. Die anvisierte Relegation wäre damit futsch.

Am Ende zählten für die DJK Ammerthal in diesem für beide Teams eminent wichtigen Spiel nur die drei Punkte. DJK-Trainer Dominik Haußner änderte seine Anfangsformation gegenüber der Partie gegen Abtswind auf drei Positionen, brachte Christoph Bellmann, Andre Karzmarczyk und Tobias Särchinger für Ralph Egeter, Jan Mazanec und Marco Weber.

Vor allem die Hereinnahme von Tobias Särchinger machte sich beim ungefährdeten 3:0-Sieg gegen die insgesamt gesehen harmlosen Neumarkter, die auf den verletzten Torjäger Christian Schrödl verzichten musste, positiv bemerkbar.

Der ASV verteidigte schlecht

ASV-Trainer Benedikt Thier: „Wir haben uns viel vorgenommen, wollten der DJK Paroli bieten, um hier nicht leer auszugehen. Dies konnten wir leider nicht umsetzen, weil wir schnell zwei Gegentore kassierten, die wir auch sehr schlecht verteidigt haben. Hinzu kam die Rote Karte. So gesehen ist die erste Halbzeit nicht gut gelaufen für uns. In der Kabine haben wir uns viel vorgenommen, hatten danach auch die Chance zum Anschlusstreffer, die wir nicht nutzten. Postwendend folgte aus unserer Sicht das 0:3, damit war die Sache erledigt.“

Die erste Vorlage lieferte Särchinger bereits in der 13. Minute, nachdem er mustergültig auf Daniel Gömmel ablegte, der den Ball unhaltbar für ASV-Keeper Martin Bachner zum 1:0 im Tor unterbrachte. Ammerthal war über die gesamte Spielzeit die klar tonangebende Mannschaft ohne dabei allerdings großartig zu glänzen. Aber man merkte deutlich, dass sich die DJK-Elf viel vorgenommen hatte, denn Einstellung und Einsatz passten, der unbedingte Wille dieses Heimspiel nach einer langen Durststrecke ohne Sieg (2. September 2018) zu gewinnen, war zweifelsfrei zu erkennen.

Der ASV hatte im Prinzip nur eine richtig gute Gelegenheit, das war in der 35. Minute, nachdem Florian Hausner nach einer der wenigen Unachtsamkeiten in der DJK-Abwehr plötzlich frei vor Sommerer auftauchte, der mit einer Blitzreaktion abwehrte.

Die Antwort folgte auf dem Fuß, als nach einer Balleroberung im Mittelfeld das Spielgerät beim enorm fleißigen Jonas Weigert landete, dessen Querpass Maximilian Höhenberger eiskalt zum 2:0 verwandelte.

Einen Bärendienst erwies ASV-Kapitän Jonas Marx seinem Team, als er sich gegen Gömmel zu einer Tätlichkeit hinreißen lies und Rot sah (43.).

In Hälfte zwei hatte zunächst nach einem Stellungsfehler von Ferdinand Buchner der ASV durch Selim Mjaki die Chance zu verkürzen, doch er versagte im Abschluss kläglich (48.). Statt des Anschlusstreffers kassierten die Gäste nur wenige Minuten später durch Michael Jonczy wiederum nach klasse Pass von Särchinger das 3:0, womit die Messe gelesen war.

Das Ergebnis verwaltet

Im Verlauf machte die DJK nur noch das Nötigste, das Spiel plätscherte in der Schlussphase ohne große Höhepunkte vor sich hin. DJK-Trainer Dominik Haußner erklärte hernach: „Wir hatten eine sehr intensive Woche, nicht nur vom Trainingsaufwand her. Man konnte auch in diesem Derby sehen, dass die Mannschaft aufgrund der vorhergegangenen Erfolglosigkeit verunsichert war. Jetzt war es gegen den ASV zumindest so, dass die Mannschaft gekämpft hat, was auch das Mindeste im Fußball ist. Die Basis heute war da, wir sind glücklich über das 3:0, wenngleich man deutlich sehen konnte, dass uns derzeit etwas die spielerische Qualität fehlt gegen zehn Mann nochmals ein richtiges Spiel aufzuziehen.“ (abd/kh)

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