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Hilfsaktion

Auch der Landkreis packt mit an

Tanja Meier hat ein Herz für Tiere und hilft verletzten Vierbeinern auf Gut Aiderbichl. In Postbauer-Heng gibt es ebenfalls eine Sammelstelle.
von Felix Kronawitter

  • Sonja Meier bringt reichlich Tiernahrung nach Deggendorf. Fotos: Meier
  • Auf Gut Aiderbichl werden Heuballen abgeladen.

Pyrbaum.Als Tanja Meier die dramtischen Bilder von den bayerischen Hochwassergebieten im Fernsehen sieht, fackelt sie nicht lange. „Da muss ich mithelfen“, denkt sie sich. Sie setzt sich an ihren Computer und startet auf facebook gleich mal einen Aufruf, wer mitmachen will bei ihrer Hilfsaktion. Nach schleppendem Anfang steht ihr Telefon jetzt nicht mehr still.

Nachdem ihre Doppelgarage in Rengersricht schon aus allen Nähten platzte, starteten Meier und ihre fleißigen Helfer am Mittwoch nach Deggendorf. Erste Anlaufstation war das Gut Aiderbichl. Denn die Hochwasserkatastrophe trifft auch die Tierwelt mit voller Härte. „Die Tiere kommen in der Situation einfach zu kurz“, sagt Meier. Während zahlreiche Tiere im Raum Deggendorf qualvoll ertrunken seien, gebe es jetzt Hunderte von verletzten Tieren. Der Tierliebhaberin tut das im Herzen weh. „Man kann sich gar nicht vorstellen, was dort los ist“, sagt Meier.

Gut 500 Tiere hätten bisher auf Gut Aiderbichl Zuflucht gefunden. Und da will Meier tatkräftig mithelfen. Ein Bekannter, der einen Pferdefuhrpark in Bad Winsheim besitzt, organsierte einen Lastwagen voller Heuballen, die sie in Deggendorf ablieferten. Meier brachte einen Anhänger mit gut einer Tonne Tierfutter zum Gnadenhof. Und das werden die Tiere dort ruck zuck verbrauchen, weiß Meier, die mit den Besitzern der Tiere mitfühlt. Viele Menschen, die evakuiert werden mussten, hätten ihre Haustiere natürlich nicht in die Notunterkünfte mitnehmen können. Da sei das Gut Aiderbichl Gold wert. Hunde, Katzen, Rinder oder Kühe. Auf dem Gnadenhof tummeln sich Hunderte Vierbeiner.

In Deggendorf machte Meier auch an der Sammelstelle des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Station und lieferte zahlreiche Hygieneartikel und Kleidung, die sie noch in ihrem Auto verstaut hatte, ab.

Am Wochenende ist Meier anderweitig eingespannt. Mit der Pyrbaumer Jugend-Rotkreuz-Gruppe geht es dann zum Bezirkswettbewerb nach Tirschenreuth. „Da kann ich meine Truppe natürlich nicht hängen lassen.“ Am Montag startet sie aber dann wieder nach Deggendorf. Denn „die Garage füllt sich bis dahin bestimmt wieder“, ist sich Meier sicher. Und es gebe noch einiges zu tun.

Auch Anita Hiltner hat zusammen mit dem Markt Postbauer-Heng eine Hilfsaktion für die Hochwassergeschädigten im Raum Deggendorf gestartet. „Die Resonanz ist super“, sagt Hiltner. Immer mehr Menschen unterstützen die Aktion. Spenden nimmt der Bauhof an oder holt Geräte im Gemeindebereich sogar ab. Um Spenden, die von anderen Gemeinden kommen, kümmert sich Anita Hiltner. Die werden mit Transportern abgeholt.

Laut dem Kreisjugendring gebe es vor allem Bedarf an Elektrogeräten wie Waschmaschinen, Kühlschränken und Küchengeraten. Möbel seien mittlerweile ausreichend vorhanden und daher derzeit nicht so gefragt. Bis zum 22. Juni werden noch Spenden gesammelt in Postbauer-Heng. Dann geht es nach Deggendorf.

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