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Ferienprogramm

Auf der Eseltour einiges gelernt

Eine Gruppe von Kindern brach zusammen mit Ralph Baumann und seinen Eseln von Wolfertshofen in Richtung Sebastiansquelle auf.
Von Ines Greiner

Allen gefällt es mit den Eseln. Foto: Ines Greiner
Allen gefällt es mit den Eseln. Foto: Ines Greiner

Wolfertshofen.Zum ersten Mal ist in diesem Jahr Ralph Baumann im Ferienprogramm von Breitenbrunn mit dabei. Er bietet Eseltouren an, die erste am Mittwoch war mit acht Kindern und einigen Müttern und Vätern gut besucht. So war zum Beispiel Aurelia aus Kemnathen mit ihrer Mutter dabei – und war begeistert. Die sechs Esel, die Baumann seit 2009 hat und die seit 2016 auf seiner Eselfarm in Wolfertshofen untergebracht sind, heißen Sina, Luigi, Mario, Benjamin, Fred und Vroni. 35 bis 45 Jahre alt können diese Tiere werden. Die Älteste in seiner Baumanns Herde ist Vroni mit 17.

Wanderungen als Ausgleich für sitzende Tätigkeit

Eine Eseltour ist eine Wanderung, die man zusammen der kleinen Eselherde – und in Baumanns Begleitung unternimmt. 50 bis 60 Mal im Jahr ist Baumann auf diese Weise unterwegs. Und nutzt das als Ausgleich für seine Bürotätigkeit als Architekt. Er geht mit seinen Gästen dann raus in die Natur. Das tut sowohl den Eseln gut, die dadurch genug Bewegung haben, als auch seinen Gästen. Die Wanderungen sind zwischen sieben und 20 Kilometern weit.

Wenn der Esel losrennt, einfach loslassen. Der rennt nicht weit.“

Ralph Baumann, Eseltreiber

Am Mittwoch machte sich die Ferienprogramm-Gruppe auf den Weg zur Sebastiansquelle, das Wetter passte. Bepackt waren die Tiere mit einem Packsattel, darunter eine Wolldecke. Und schon ging‘s los. Die elfjährige Linda und die sechsjährige Paula waren mit ihrer Mutter dabei. Ihnen erklärte Baumann zum Beispiel: „Einen Esel zieht‘s zum Gras hin.“ Deswegen sei er immer noch lammfromm und gar nicht stur – nur verfressen. Daher seien Wanderungen mit Eseln im Winter auch ein bisschen einfacher. Auch gestreichelt werden dürfen die Tieren sehr gerne.

Eseltouren

  • Kosten:

    Die Wanderung kostet zehn Euro. (pgi)

Das ließen sich Lena und Leonie aus Siegertshofen, beide zehn Jahre, nicht zweimal sagen. Auch der achtjährige Raphael aus Wolfertshofen, er ist acht Jahre alt, war mit dabei. Er bekam von Baumann einen Führstrick in die Hand, durfte sich gleich mal als Eselführer versuchen – und kam recht schnell mit dem gutmütigen Tier zurecht. Er sei schon einmal bei einer Eselwanderung mit dabei gewesen, wie er den anderen Kindern erzählte – und viele Kinder berichteten das Gleiche.

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Geduldig erklärte Ralph Baumann der Kindergruppe, wie man mit einem Esel auf der Wanderung umgehen muss. So dürfe man sich den Strick zum Beispiel nicht um die Hand herumwickeln. Sollte das Tier dann losrennen, müsse man den Strick einfach loslassen. „Der rennt nicht weit“, wusste Baumann zu berichten. Auch müsse man darauf achten, dass der Esel seinen Führer nicht überholt.

Angekommen bei der Quelle bauten Baumann und seine Begleiter einen Pferch für die Esel und stürzten sich über ihre mitgebrachten Brotzeiten und Getränke her. Auf dem Rückweg hatten die Kinder und ihre Eltern schon einiges über die Tiere gelernt und führten die Vierbeiner gekonnt und entspannt wieder nach Hause auf ihre Farm.

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