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Region Neumarkt
Samstag, 26. Mai 2018 26° 2

Sport

Auf Pirsch mit Pfeil und Bogen

Das Jagdturnier der Bavarian Bowmen stand heuer im Gedenken von Ulli Pohl. Er während der Vorbereitungen gestorben.

  • Hier kommt kein Tier zu Schaden. Sie sind lediglich eine Attrappe. Foto: ufb
  • Die Erstplatzierten mit zweitem Bürgermeister Oliver Kuhn Foto: ufb

DIETFURT.Über 200 Bogenschützen beteiligten sich am diesjährigen Jagdturnier der Bogenschützen „Bavarian Bowmen“ Dietfurt. Sie kamen aus allen Teilen Bayerns und darüber hinaus und waren größtenteils schon öfters hier.

Bereits zum 27. Mal haben die Dietfurter Bogenschützen ein Jagdturnier organisiert. Da vor einigen Wochen mitten in der Phase der Hauptvorbereitungsphase Vorsitzender Ulli Pohl verstorben ist, trug man sich mit dem Gedanken. die Veranstaltung abzusagen. Man hat sich es aber anders überlegt und wollte das Lebenswerk von Pohl fortzusetzen und ihm damit auf besondere Weise gedenken. Deshalb wurde am Vereinshaus der Bavarian Bowmen ein großes Bild von Pohl angebracht. Das neue Jagdgelände befindet sich aus Naturschutzgründen im Wald zwischen Hallenhausen und Vogelthal.

Bereits drei Wochen vorher haben im genannten Gebiet der zweite Vorsitzende Ulli Rost, Geländewart Wolfgang Wilhelm und einige Mitstreiter den Parcours mit 28 „Scheiben“ (lebensgroße Tierattrappen aus Spezialkunststoff) aufgebaut. Die wurden so platziert, dass die Schützen richtig durch den Wald pirschen und die „Tiere“ suchen mussten. Dabei handelte es sich um Nachbildungen heimischer Tiere, aber auch um Exoten wie Pandabären, Orang Utang, Löwe, Puma usw.

Geländewart Wilhelm hatte verschiedene Tücken eingebaut, die das Abschießen erschwerten und interessanter machten. Wie immer konnten sich die „Jäger“ beim etwa fünf Stunden dauernden Marsch an einer Brotzeitstation stärken. Nach der Pirsch mussten die Bogenschützen ihre Rückkehr bei Annemarie Pohl anzeigen. Sie war vor kurzem zur Vorsitzenden gewählt worden. Am zweiten Tag stand für alle Schützen nochmals die gleiche Tour an, allerdings hatten sich gegenüber vom Vortag die Standorte geändert, von denen sie die Pfeile abschießen mussten.

Nach der Auswertung oblag Annemarie Pohl und zweitem Bürgermeister Oliver Kuhn die Siegerehrung. Pohl versicherte, dass man das Turnier im Sinne ihres Mannes abgehalten habe. Kuhn lobte im Namen aller Anwesenden den Einsatz von Annemarie Pohl, bei der alle Fäden zusammen gelaufen sind

Das Jagdturnier der Dietfurter Bogenschützen ist weit bekannt und anziehend wie ein Magnet. Laut Vorsitzender Annemarie Pohl können aus organisatorischen Gründen nicht viel mehr als 200 Schützen teilnehmen. Die am weitest angereisten kamen auch in diesem Jahr wieder vom Schwarzwald und der Gegend um Frankfurt. Das Neumarkter Tagblatt hat einige Schützen bei der Pirsch begleitet. Ausnahmslos schwärmten sie von der perfekten Organisation, den idealen Voraussetzungen speziell für Bogenschützen und einer optimalen Betreuung.

Richard Bergmoser aus Reichertshofen nimmt jährlich an zehn Turnieren teil, u. a. auch in Österreich. „Er sagt „für mich ist und bleibt Dietfurt Pflicht.“ Man kann es im glauben, denn einschließlich dem diesjährigen Jagdturnier hat er hier schon 26 Mal teilgenommen. (ufb)

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