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Ausbau der Martini-Schule im Plan

Der Stadtrat besichtigte die Schule in Freystadt. Weiter voran geht es auch bei den Neubauten der Kitas Möning und Freystadt.
Von Heike Regnet

Rektorin Christine Gottschalk (links) informierte die Stadträte in der Martini-Schule auch zum neuen Unterrichtskonzept mit Marktplatz.
Rektorin Christine Gottschalk (links) informierte die Stadträte in der Martini-Schule auch zum neuen Unterrichtskonzept mit Marktplatz. Foto: Regnet

Freystadt.Auf Hochtouren läuft die Erweiterung der Martini-Schule. Nach den Pfingstferien soll der Schulbetrieb in den neuen Räumen starten. Am Dienstag machten sich die Stadträte vor Ort ein Bild vom Baufortschritt. Rektorin Christine Gottschalk stand beim Rundgang Rede und Antwort.

Derzeit wird gerade der neue Schultrakt eingerichtet. Die zentralen Marktplätze sind wesentlicher Bestandteil des Lehrkonzepts. Diese sind von den Klassenzimmern aus jederzeit zugänglich und bieten viele neue Möglichkeiten für den Unterricht.

Auf modernstem Stand

Sichtlich stolz präsentierte Christine Gottschalk die neue Schulküche. Diese großzügige und überlegt eingerichtete Küche sei wohl einzigartig im Landkreis. Es sei allerdings sehr schade, dass die Koch-Abschlussprüfung wegen der umfangreichen Hygienevorschriften durch Corona in diesem Jahr nur in der Theorie stattfinden werde. Bürgermeister Alexander Dorr erklärte abschließend, dass nun der zweite Bauabschnitt für Sanierung und Erweiterung der Martini-Schule Fahrt aufnehmen könne.

Die Kita in Möning soll im März 2021 bezugsfertig sein. Wegen Corona kam es bei den Holzbauteilen zu Lieferschwierigkeiten.
Die Kita in Möning soll im März 2021 bezugsfertig sein. Wegen Corona kam es bei den Holzbauteilen zu Lieferschwierigkeiten. Foto: Heike Regnet/Heike Regnet

In der Mehrzweckhalle galt es im Anschluss für die Stadträte, eine umfangreiche Tagesordnung abzuarbeiten. Nicht im Zeitplan liegt der Neubau der Kita Möning, da es wegen Corona zu Lieferschwierigkeiten bei den Holzbauteilen gekommen war. Die Kita, die rund 4,4 Millionen Euro kosten wird, soll nun im März 2021 bezugsfertig sein. Geschäftsführer Rico Lehmeier und Projektleiter Marcel Schmidt vom Architekturbüro Berschneider und Berschneider informierten mit Landschaftsarchitekt Josef Garnhartner vom Büro G+2S über die Details und anfallende Mehrkosten bei den Außenanlagen. So wird auf Wunsch des Nachbarn eine 40 Meter lange Sichtschutzwand (Kosten rund 40 000 Euro) erstellt. Nachgerüstet wird beim Sonnenschutz. Zudem muss eine Drainage am Gebäude gelegt werden. Dies habe sich erst nach Abriss des alten Schulhauses gezeigt. Neu in der Planung ist zudem ein Müllhäuschen mit Jugendtreff (Kosten 12 000 Euro). Insgesamt steigen die Kosten damit um rund 135 000 Euro.

Stadtrats-Splitter

  • Beauftragte:

    Datenschutz Andreas Kraus; Energie Cornelia Zeidler, Andreas Kraus; Feuerwehr Thomas Pietsch, Klaus Meixner; Gleichstellung Renate Großhauser, Sabine Reif, Behinderte Roland Lerzer, Martin Harrer; Kinder- und Jugend Stefanie Lehmeier, Fabian Seitz, Robert Schlirf, Anja Frank; Kultur Dr. Irmgard Kellendorfer, Kulturamt; Ortsheimatpfleger Robert Hackner, Willi Popp; Senioren Beate Huber-Beck, Irene Steinbauer; Umweltschutz Gerhard Schmidt, Willi Popp.

  • Gesucht:

    Noch unbesetzt ist der Posten des Integrationsbeauftragten.

  • Kita Freystadt:

    Ausgeschrieben wurden die Sonnenschutz- und die Schreinerarbeiten.

  • Postfiliale Freystadt:

    Am 22. Juni wird die Post AG in den gleichen Räumen wie bisher (Marktplatz 40) eröffnen. Diese betreibt die Post in Eigenregie und hat Montag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr sowie samstags von 9 bis 13 Uhr geöffnet.

Erzürnt zeigte sich Hans Gerngroß. „Scheibchenweise“ die Kosten zu erhöhen, sei nicht akzeptabel. An Sonnenschutz, Drainage oder weitere Spielgeräte hätte man schon bei der ersten Planung denken können. Garnhartner erklärte, dass man bei der Ausstattung nun den Wünschen der Kitaleitung nachgekommen sei. Anderes habe sich erst im Nachhinein ergeben. Robert Hackner wollte die Parkplätze besser angeordnet wissen. Beate Huber-Beck hatte Bedenken, ob der Jugendtreff nicht unter dem Geruch des Biomülls leiden werde. Gerhard Schmidt appellierte, als Sonnenschutz vorhandene Bäume zu nutzen. Zudem vermisste er Solarenergie. Eine PV-Anlage sei nicht geplant, allerdings werde es eine E-Ladesäule geben, ergänzte Dorr. Gegen eine Stimme wurde der Planung zugestimmt.

Jugendpflegerin Anja Frank informierte im Anschluss über ihre Arbeit. Nach Eröffnung des neuen Jugendtreffs in Freystadt im Februar sei dieser derzeit wegen Corona geschlossen. Eingerichtet wurden ein Newsletter, ein Account auf Instagram und Facebook sowie eine WhatsApp-Gruppe. Hier gebe es zum Beispiel Tipps zur Freizeitgestaltung. Erstellt wird gerade eine Vereinsbroschüre für die gesamte Großgemeinde. Corona bremse derzeit aber viele Projekte aus. Langfristig soll eine Nachbarschaftshilfe Freystadt aufgebaut werden. In der Gemeinde gibt es diese bislang nur in Möning. „Bei neuen Ideen kann jeder auf mich zukommen“, sagte Frank. Im Rathaus ist sie donnerstags von 16 bis 18 Uhr vor Ort. Dann könne auch der Ferienpass des KJR abgeholt werden.
Im Schnelldurchgang informierte Dorr über die Kriminalitäts- und Verkehrsstatistik der Polizeiinspektion Neumarkt für die Gemeinde Freystadt. So wurden im letzten Jahr 112 Straftaten in Freystadt verzeichnet, 65 davon aufgeklärt. Zudem gab es 163 Verkehrsunfälle, 26 davon mit Personenschaden, einer mit Todesfolge.

Kostenfreie Nutzung

Zugestimmt wurde dem Antrag der CSU-Fraktion auf Erlass des Nutzungsentgeltes für die Sondernutzung von öffentlichen Flächen für gastronomische Zwecke sowie für Warenpräsentation und Werbeaufsteller von Geschäften. Hier wurden im Vorjahr 2090 Euro durch die Stadt eingenommen. Um die Geschäftsleute zu unterstützen, ist die Nutzung der städtischen Flächen in diesem Jahr kostenfrei.

Zur geplanten Stromtrasse Juraleitung P53 informierte Dorr, dass Tennet ins Planfeststellungsverfahren gehen will. Weitere Schritte werde die Stadt nun mit den Bürgerinitiativen besprechen. Scharfe Worte gab es zum Abschluss von Stefan Großhauser. So hatte die Stadt mit der Tagesordnung auch die Einladung zur CSU-Fraktionssitzung verschickt, die irrtümlich alle Gruppierungen erhielten. Es sei nicht in Ordnung, wenn die CSU Kapazitäten des Rathauses für sich in Anspruch nehme. Dorr erklärte, dass dies ein Fehler der Verwaltung gewesen sei. Dies sah Großhauser als Ausrede. Der Fehler bestehe grundsätzlich. „Fraktionsarbeit und Verwaltungsarbeit sind zweierlei Dinge.“ Künftig werde man Emails verschicken, versicherte Dorr.

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