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Kirche

Auszeit in der Hofkirche

In der Neumarkter Hofkirche findet am Samstag „Nightfever“ statt – ein Angebot nicht nur für Gläubige.

Zuletzt fand „Nightfever“ im Münster statt. Archivfoto: Regnet
Zuletzt fand „Nightfever“ im Münster statt. Archivfoto: Regnet

Neumarkt.„Nightfever“ ist am Samstag das Motto in der Hofkirche. Beginn ist um 18.30 Uhr mit einer Messe mit Domvikar Christoph Wittmann und dem neuen Diözesanjugendseelsorger Clemens Mennicken. Die Neumarkter kennen ihn als früheren Kaplan von St. Johannes. Der freut sich schon auf den Abend, wie er vorab im Gespräch mit unserer Zeitung sagte. „Die Aktion richtet sich an Menschen mit einer engen Bindung zur Kirche genauso wie an die, die nicht viel Beziehung zu ihrem Glauben haben“, sagt Mennicken.

Bei „Nightfever“ wird nach der Eröffnungsmesse das Allerheiligste zur Anbetung ausgesetzt. Bis 23.45 Uhr können Besucher in der Kirche beten, beichten, eine Kerze entzünden, Musik hören oder mit einem Priester sprechen. Der Gebetsabend endet um 23.45 Uhr mit der Komplet, also dem Nachtgebet, und dem eucharistischen Segen. „Es ist aber genauso möglich, nur in der Kirche zu sitzen und die Atmosphäre zu genießen“, sagt Mennicken. „Nightfever“ verstehe sich explizit als offenes Angebot, bei dem jeder selbst entscheiden könne, wie sehr er eingebunden werden wolle: „Stiller Beobachter zu sein ist genauso möglich wie zu beichten oder mit einem Priester zu sprechen.“

Auf das Angebot werden die Passanten auch aktiv hingewiesen: Nach der Eröffnungsmesse werden Jugendliche in der Innenstadt gezielt Menschen ansprechen und in die Kirche einladen. „Nightfever“ sei auch eine Möglichkeit, dem hektischen Alltag zu entfliehen, sagt Mennicken: „Es ist ein wohltuendes Kontrastprogramm zu unserer Zeit der ständigen Reizüberflutung, in der viele permanent unter Stress stehen.“

An seinem früheren Tätigkeitsort im Münster St. Johannes fand „Nightfever“ laut Mennicken bereits vier Mal statt. Mit der Resonanz seien die Organisatoren immer sehr zufrieden gewesen, sagt Mennicken. An Zahlen wolle er das eigentlich nicht festmachen, sagt der Diözesanjugendseelsorger. Doch bei der Abschlusskomplet seien gegen Mitternacht noch rund 100 Menschen in der Kirche gewesen. „Es kamen viele Menschen auch aus dem weiteren Umkreis, die ,Nightfever‘ schon kannten und sagten, dass es ihnen etwas gegeben hätte“, sagt Mennicken.

„Nightfever“ beschreibt sich selbst als eine Initiative von jungen Christen. Um die Musik und die Einladung der Passanten kümmern sich Jugendliche und junge Erwachsene aus Eichstätt und Umgebung. „Es gibt in der Diözese einen festen Kern, der bei jedem ,Nightfever‘ dabei ist“, erklärt Mennicken. Allerdings seien auch Jugendliche aus der Hofpfarrei in die Veranstaltung eingebunden. „Es soll schließlich nicht nur ein Angebot von außen sein“, sagt Mennicken. Auch soll dieses „Nightfever“ nicht das letzte in Neumarkt gewesen sein. Weitere konkrete Überlegungen gibt es allerdings noch nicht. (bt)

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