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Verkehr

Autobahndirektion äußert sich zu Brief

Die Sanierung der Staatsstraße 2240 ist erneut verschoben worden. Nach dem Bürgermeister-Schreiben gibt es nun ein Statement.
Von Hans Stepper und Stefanie Roth

Die Autobahndirektion Nordbayern nimmt Stellung zu dem Brief des Bürgermeisters. Foto: Daniel Karmann/dpa
Die Autobahndirektion Nordbayern nimmt Stellung zu dem Brief des Bürgermeisters. Foto: Daniel Karmann/dpa

Berg.Sauer ist derzeit Bürgermeister Helmut Himmler aus Berg auf die Verantwortlichen der Autobahn-Direktion Nordbayern. Wiederholt hat Himmler schriftlich und auch mündlich darauf hingewiesen, dass der Streckenabschnitt der Staatsstraße 2240 von Klostermühle an der Autobahn A3 bis Oberölsbach im Gemeindebereich Berg dringend zu sanieren ist.

Gesprochen wird über dieses Thema seit über drei Jahren. Geplant war die Realisierung bereits im Jahr 2018. Bürgermeister Himmler hat sich mit einem Schreiben an die Autobahn-Direktion Nordbayern gewandt. Diese wiederum äußerte sich auf Nachfrage der Redaktion dazu. Die Antwort klingt wie eine Entschuldigung.

Edith Kolarik, Pressesprecherin Autobahndirektion Nordbayern, teilte mit: „Die Erneuerung der Richtungsfahrbahn Nürnberg von östlich der AS Oberölsbach bis zur AS Altdorf/Leinburg ist dringend geboten.“ Weiterhin seien an der AS Oberölsbach im Zuge der Staatsstraße St 2240 Linksabbiegespuren und eine Optimierung des Kreuzungsbereichs geplant. Um die Eingriffe in den Verkehrs zu minimieren, sei mit dem Staatlichen Bauamt Regensburg die gemeinsame Ausführung beider Maßnahmen abgestimmt worden.

Bedauern der Autobahndirektion

„Die für Fahrbahnerneuerung der Autobahn im März 2019 beantragte Genehmigung der technischen Planung (Vorentwurf) liegt erst seit Mitte August 2019 vor“, heißt es weiter. „Nachdem im nordbayerischen Autobahnnetz zahlreiche Erhaltungsmaßnahmen anstehen, kann die Fahrbahnerneuerung der A 3 erst angegangen werden, wenn auch die dafür notwendigen Haushaltsmittel bereitgestellt werden können. Wir schätzen die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Gemeinde Berg. Sollte es in der Kommunikation mit der Gemeinde zu Irritationen gekommen sein, bedauern wir dies und werden in Kürze den Gesprächsfaden wieder aufnehmen.“

Die Ausführung der Arbeiten wurde laut Himmler – aus welchen Gründen auch immer – ins Haushaltsjahr 2019 verschoben. Dies wurde dem Berger Gemeindeoberhaupt explizit im letzten Jahr zugesichert. Passiert sei aber gar nichts, und bei einer Besprechung im Staatlichen Bauamt Regensburg im Juni 2019 habe er „nebenbei“ erfahren, dass die vorgesehene Baumaßnahme auch heuer „nicht stattfinden soll“. Himmler hatte in den Bürgerversammlungen den Bewohnern der Altgemeinden versprochen, dass die Sanierungen der Trassenabschnitte und die Ein- und Ausfahrten zur A3 im Sommer/Herbst diesen Jahres erfolgen, wie es ihm versprochen wurde.

Schreiben an Autobahn-Direktion

Wegen der erneuten Verzögerung hat sich Bürgermeister Himmler mit einem Schreiben an Reinhard Pirner, Präsident der Autobahn-Direktion Nordbayern, gewandt. Einen Abdruck dieses geharnischten Briefs erhielt auch die Aufsichtsbehörde – konkret der bayerische Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart.

„Ich bin ungehalten, erstaunt, verärgert und zugleich verwundert angesichts der Unprofessionalität Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, lässt Himmler den Präsidenten der Autobahn-Direktion Nordbayern wissen. Er, Himmler, habe „im Takt tibetanischer Gebetsmühlen auf die untragbaren Zustände und mithin auf die Verkehrsgefährdung an den Schnittstellen Staatsstraße/Autobahnzufahrt“ hingewiesen.

Unebenheiten in der Fahrbahn

„Immer wieder entstehen Schlaglöcher und durch die erheblichen Schubkräfte abbiegender Lkws (Steinbruchverkehr) kommt es zu Wellenbildungen/Unebenheiten in der Fahrbahn. Darüber hinaus sind die Autobahnaus- bzw. -zufahrten zu sanieren. Noch dazu sollen nunmehr endlich die dringend erforderlichen Abbiegespuren gebaut werden“, heißt es im Schreiben des Bürgermeisters. Dass er über die erneute Nichtdurchführung der Baumaßnahme „zu keinem Zeitpunkt informiert“ worden sei, sei eine „bodenlose Vorgehensweise“.

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