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Bürgerversammlung

Babysitterdienst für Berngau

Das Projekt ist Teil des Generationennetzwerks – in der Gemeinde soll das soziale Miteinander stärker gefördert werden.
Von Michael Schrafl

Der jüngste Baustein im Berngauer Generationennetzwerk: der Babysitterdienst. Die Gemeinden Postbauer-Heng und Deining zogen mit. Foto: nsf
Der jüngste Baustein im Berngauer Generationennetzwerk: der Babysitterdienst. Die Gemeinden Postbauer-Heng und Deining zogen mit. Foto: nsf

Berngau.Das Generationennetzwerk ist Berngauer Markenzeichen. Ständig wird es um einen Baustein erweitert. Jüngstes Kind ist der Babysitterdienst. Kürzlich hat sich eine stattliche Anzahl von Jugendlichen dazu ausbilden lassen.

Wie ein roter Faden zog sich das Thema „Soziale Dorfentwicklung/Generationennetzwerk“ durch die Bürgerversammlung im Berngauer Hof. Ziel des Projekts ist, das soziale Miteinander in der Gemeinde zu fördern und zu stärken. Bürgermeister Wolfgang Wild verwies auf die umfangreiche Jugend-, Familien- und Seniorenarbeit, auf die Nachbarschaftshilfe, auf den Kulturkreis, den Offenen Ganztag an der Grund- und Mittelschule, auf das gemeinsame Mittagessen von Schülern und Senioren und an die Kooperation mit der Lebenshilfe Neumarkt.

Der Babysitterdienst unterstützt Eltern bei der Betreuung ihrer Kinder. Foto: Patrick Pleul/dpa
Der Babysitterdienst unterstützt Eltern bei der Betreuung ihrer Kinder. Foto: Patrick Pleul/dpa

Im ehemaligen Lukas-Anwesen werden im Erdgeschoss neben dem Bürgermeisterzimmer und einem Besprechungsraum ein zentraler Treff für die Leseratten und für die Mutter-Kind-Gruppen, im Obergeschoss Wohnungen für behinderte und nichtbehinderte Menschen entstehen. Ein weiterer Baustein ist die geplante „Erkläranlage“ auf dem Gelände der ehemaligen Kläranlage.

Staatliche Förderung

Wie der Bürgermeister Wild sagte, fördere der Staat das Generationennetzwerk in den Jahren 2018 bis 2020 mit insgesamt 75 000 Euro. Die Städtebauförderung bezuschusse die baulichen Maßnahmen (siehe Alten Knabenschule und Lukas-Anwesen) gut. Bauliche und die soziale Entwicklung sind aufeinander abgestimmt. Wild: „Wir sind auf dem richtigen Weg.“

Angesprochen hatte der Bürgermeister auch die geplanten Investitionen: ein neues HLF-Feuerwehrfahrzeug (Gesamtkosten 380 000 Euro; Eigenanteil der Gemeinde 210 000 Euro) und eine Kehrmaschine, die auch mit einem Räumschild für den Winterdienst ausgestattet werden kann (Kosten 50 000 Euro).

Wie der Bürgermeister sagte, soll die 220 kV-Hochspannungsleitung, die zwischen Berngau und Allershofen verläuft, auf 380 kV aufgerüstet werden. Die Gemeinde will sich dafür einsetzen, dass die Leitung um Allershofen herum verlegt wird. Zu sprechen kam der Bürgermeister auch auf die vielen Baulücken in Berngau. Bürgermeister Wild: „Auf die bisherige 50-Prozent-Regelung will ich mich künftig nicht mehr einlassen.“ Er ist zuversichtlich, dass man in der Verlängerung des Keltenrings zu einer neuen Baulandausweisung kommen könne. Die Gespräche mit den dortigen Grundstücksbesitzern seien positiv.

„Ein gegebenes Wort zählt anscheinend heute nichts mehr.“

Bürgermeister Wild

Hingegen komme die Gemeinde mit der geplanten Ortsumgehung „Berngau West“ keinen Schritt weiter. Grundstücksbesitzer seien nicht bereit, hierfür Ackerland abzugeben. Wild enttäuscht: „Ein gegebenes Wort zählt anscheinend heute nichts mehr.“ Ohne Umgehungsstraße gebe es dort auch keinen Kreisverkehr und keine weitere bauliche Entwicklung.

Was den Ausbau des Kernwegenetzes betreffe, so haben sich die drei Jagdgenossenschaften gemeinsam auf drei Maßnahmen geeinigt. So soll bis 2022 in Berngau der Ahntweg, in Tyrolsberg der Weg zum Eichlbaum und in Röckersbühl der Weg zur Erddeponie zum Ausbau kommen. Weitere Themen waren die Deponien, das Radwegnetz und dessen Beschilderung.

Sanierung der Flurwege

Alois Bittner, Georg Götz und Karl Barth wiesen auf den schlechten Zustand der Flurstraßen in die „Hoi“ und zum Sandloch hin. Hier sei dringender Handlungsbedarf gegeben, hieß es, ehe die Flurwege noch schlechter werden und mit hohem Kostenaufwand saniert werden müssen. Bürgermeister Wild dazu: „Hier ist es mit ein bisschen Abfräsen und Darüberschmieren (feine Asphaltschicht) nicht getan. Da ist ein kompletter Aufbau nötig. Und das ist kostenintensiv.“ Mehr als sanierungsbedürftig sei auch die Straße in Allershofen. Diese Maßnahme versuche man, in ein Förderprogramm zu bringen, so Wild.

Dank sagte Bürgermeister Wild allen, die sich in der Gemeinde ehrenamtlich engagieren und in den Vereinen Verantwortung tragen.

Weitere Themen der Bürgerversammlung waren:

  • Ortsumgehung: Die geplante Ortsumgehung „Berngau West“ rückt weiter in die Ferne. Grundstücksbesitzer sind derzeit nicht bereit, den nötigen Grund an die Gemeinde abzutreten.
  • Kernwegenetz: Je eine Maßnahme ist in Berngau, Röckersbühl und Tyrolsberg geplant.
  • Flurstraßen: Der Zustand ist nicht immer gut, Handlungsbedarf nötig.

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