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Region Neumarkt
Dienstag, 25. September 2018 14° 1

Freizeit

Badesaison läuft bis jetzt fast ideal

Obwohl die Sonne jetzt Pause macht, sorgte sie im Landkreis Neumarkt für gut gefüllte Freibäder. Die Wasserqualität passt.
Von Lothar Röhrl

Diese beiden haben im Wildwasserkanal des Neumarkter Erlebnisbeckens ordentlich Spaß. Die Wassertemperatur liegt bei immerhin 30 Grad. Foto: Röhrl
Diese beiden haben im Wildwasserkanal des Neumarkter Erlebnisbeckens ordentlich Spaß. Die Wassertemperatur liegt bei immerhin 30 Grad. Foto: Röhrl

Neumarkt.Der Sommer macht eine kurze, kühle Pause. Gerade die heißen Tage am vergangenen Wochenende sowie von Montag bis Mittwoch haben vielen schon Appetit auf Badespaß in heimischen Breiten gemacht. Nach den nun vorhergesagten Tagen mit zumindest etwas Regen soll es ab nächstem Wochenende wieder Sonne pur geben. Wie schon so oft in dieser Badesaison. Diese wurde mit deutlich höheren Temperaturen als sonst im Durchschnitt begleitet. Aber: Haben die Freibäder davon profitiert? Die Ergebnisse einer Umfrage des Tagblatts fallen unterschiedlich aus.

Trotz der kühlen Temperaturen an diesem Wochenende ist klar: Seit April herrscht Badewetter, weil es auch wärmer als sonst ist.:

Auf den ersten Blick gar nicht vom deutlichen Plus bei den Durchschnittstemperaturen profitiert hat das Neumarkter Freibad. Peter Stemmer von den Stadtwerken Neumarkt, dem Betreiber der Freizeiteinrichtung, berichtete von 52 351 Besuchern, die bis einschließlich Mittwoch gekommen sind. Ein Jahr vorher waren es bis 20. Juni 2017 exakt 54 666. Nimmt man aber den Wert von 2016 (46 055), steht der Rückgang in einem anderen Licht da. „Sicherlich spielt heuer die Tatsache eine Rolle, dass mit dem Ganzjahresbad eine Großbaustelle an das Freibad angrenzt“, betonte Stemmer.

Rutsche wieder ab Anfang Julii

Andererseits: Die Besucher bekommen vom geschäftigen Treiben jenseits der weißen Planen nicht so viel mit. Für das, was dort entsteht, interessieren sich allerdings nicht wenige – wie Bademeister Thomas Blank und seine Kollegen berichten. Bei ihren Erklärungen darüber bedienen sie sich der vier großen Grafiken, die am Bauzaun angebracht sind.

Auf die Rückkehr einer Attraktion hoffen die Verantwortlichen fürs Neumarkter Bad sehr: Anfang Juli wird die Wasserrutsche, die inzwischen gut 50 Meter weiter nach Osten versetzt worden ist, wieder zur Verfügung stehen.

Aber auch so gilt: Gerade an solch kühlen Tagen, wie sie noch bis Ende dieses Wochenendes anhalten sollen, kann Neumarkt seinen Ruf als „wärmstes Bad weit und breit“ ausspielen. Die 25 Grad im Schwimmer- und 30 Grad im Erlebnisbecken seien immer ein großer Trumpf, merkte SWN-Bereichsleiter Peter Stemmer an.

Was am Neumarkter Freibad auch an kühlen Tagen so toll ist, zeigt dieser kleine Film:

Video: Stefanie Roth

Ein Freibad, das nachweislich von dem idealen Badewetter heuer in unseren Breiten profitiert, ist das Kastler. Schwimmmeister Jan Schönholz belegte das mit Zahlen der vergangenen drei Mai-Monate: 567 Besucher waren es im anfangs von Nachtfrösten gekennzeichneten Mai 2016; 2194 im erst von Kaltlufteinbruch und dann von erster Hitzewelle begleiteten Mai 2017. Im Mai heuer, der überwiegend sommerlich war, gab es in Kastl einen Sprung auf 2810 Besucher.

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In Berching sah das anders aus: Veronika Piendl von der Stadtverwaltung stellte zum „Berle“, das Frei- und Hallenbad in einem ist, keine Auswirkungen durch das Wetter fest. Heuer im Mai hatten 12 039 Badegäste die Kassen passiert. Das sind zwar erheblich mehr als die 10 714 im Mai ein Jahr zuvor, aber weniger als die 12 826 Badegäste im wettermäßig nicht durchweg günstigen Mai 2016. In Berching können die Gäste bei Wetteränderungen schnell von Außen nach Innen – und umgekehrt – wechseln.

Nutznießer des weitgehend idealen Witterungsverlaufs waren auch Naturbäder wie Deining. Dort läuft die fünfte Saison. Bürgermeister Alois Scherer konnte natürlich keine genauen Zahlen vorlegen. Denn allgemein haben diese Bäder freien Eintritt.

Erste Gäste schon am Morgen

„Ich schätze, dass wir uns auch heuer bei 20 000 Besuchern einpendeln“, wagte Scherer kurz vor Halbzeit der Saison eine Prognose. Milde Nächte und ein meist sonniger Start in einen neuen Tag hätten dafür gesorgt, dass sich schon kurz nach Öffnung gegen 10 Uhr die ersten Besucher auf der Liegewiese oder in einem der Becken einstellen. Was Scherer für Deining noch sagte, gilt wohl auch für Altenveldorf oder Postbauer-Heng: „In unser Bad kommen auch Menschen aus anderen Gemeinden.“

Haben Sie Lust, mal ein anderes Bad auszuprobieren? Hier finden Sie den Überblick über alle Angebote im Landkreis Neumarkt::


Viele tun das auch in der Hoffnung, dass in Naturbädern das Baden ähnlich unbedenklich ist wie in den Bädern, in denen das Badewasser gechlort wird. Das geschieht in den Freibädern Neumarkt, Berching, Dietfurt, Parsberg, Großbissendorf und Mörsdorf. Dort nehmen meistens die Bademeister die tägliche Überprüfung des Wassers nach dem Gehalt der Keime darin vor.

In den Naturbädern oder anderen bekannten Badestellen wechseln sich die zuständige Gemeinde und das Neumarkter Gesundheitsamt im 14-Tage-Rhythmus ab. Dr. med Werner Richter, der Leiter des Amtes, weiß von keinen Auffälligkeiten bei den Messungen. Hygiene-Kontrolleur Karl-Heinz Oppolzer ist froh, dass die Betreiber auf die Empfehlung von maximal 23 Grad Wassertemperatur achten. Dieser Wert gebiete dem Wachstum von Keimen Einhalt. Seite 36/37

Erst vor wenigen Tagen wurde im neuen Ganzjahresbad in Neumarkt eine Zeitkapsel verbaut. Ein feierlicher Moment.

Hier erfahren Sie Näheres über die größte Baustelle Neumarkts.

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