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Gemeinderat

Bauantrag für Windräder zurückgestellt

Die Firma Primus Energie will im Laubholz acht Windanlagen bauen.Seubersdorfs Bürgermeister Eduard Meier verließ bei der Abstimmung den Saal.
Von Vera Gabler

Die Windkraft beschäftigte den Seubersdorfer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Foto: Julian Stratenschulte

Seubersdorf.Die Nachfrage nach Bauplätzen für Privatleute und das Interesse an Gewerbeflächen hat es erforderlich gemacht, dass der Gemeinderat bei der Sitzung am Donnerstagabend mehrere Beschlüsse zu Bebauungsplänen fassen musste.

So beabsichtigt eine Firma an der B 8 zwischen Seubersdorf und Batzhausen ein Grundstück zu kaufen, um dort ein Lagerhaus mit Silos zu bauen. Der Gemeinderat stimmte der Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans für Gewerbeflächen mit gleichzeitiger Änderung des Flächennutzungsplans zu. Ebenso wurde der Erweiterung des Bebauungsplanes für Gewerbe- und Mischgebiet entlang der B 8 hinter dem Nettomarkt zugestimmt, sowie dem Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Freihausen.

Wie bereits in einer der vorherigen Sitzungen angesprochen, teilte Bürgermeister Eduard Meier mit, dass zwar das Landratsamt von der Erweiterung des Baugebietes am Schlehenweg nicht begeistert sei, dennoch sei die Aufstellung eines Bebauungsplanes für rund sechs Bauplätze möglich. Der Grundstückseigentümer signalisierte auch, dass die Hecke als Ortsabrundung versetzt werde, die Zufahrt erfolge über den Schlehenweg. Weil aber auch dieses Angebot an Bauplätzen nicht ausreiche, so das Gemeindeoberhaupt, sei angedacht, einen Bebauungsplan für ein Wohngebiet in der Nähe des Hochwegs aufstellen zu lassen. Der Gemeinderat gab der Verwaltung die Einwilligung, für beide Flurnummern ein Konzept erstellen zu lassen. Auch eine Verschmelzung von drei Bauparzellen zu zwei Grundstücken in Engelloh II fand Zustimmung.

Als das Bauvorhaben der Primus Energie auf Errichtung von acht Windenergieanlagen im Laubholz behandelt wurde, verließen Bürgermeister Eduard Meier, sein Stellvertreter Alwin Semmler sowie die Gemeinderäte Albert Hengl und Florian Schels wegen eventueller Befangenheit kurzfristig die Sitzung. Der dritte Bürgermeister Maximilian Wurm übernahm die Sitzungsleitung mit dem Vorschlag, den Antrag zurückzustellen. Nach der öffentlichen Auslegung und der Fachstellenbeteiligung hätten sich neue Aspekte ergeben.

Wurm las vor, dass zwischenzeitlich eine Stellungnahme der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe vorliege. Hierin werde um die bestehenden seismologischen Stationen ein Ausschlussgebiet von fünf Kilometer gefordert. Jetzt sei es offen, in wieweit diese Tatsache – am Ödberg bei Hamberg befindet sich eine Messstation – bewertet wird. Die Konzentrationsplanung laufe weiter, ergänzte Kämmerer Manfred Meier, bevor die noch anwesenden Räte für die Zurückstellung des Bauantrages stimmten.

In Sachen Anschluss des Wissinger Sportplatzes an das Abwasserkanalnetz wurde die Gemeinde damit beauftragt, die Kosten zu ermitteln.

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