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Stadtentwicklung

Baudenkmal in Dietfurt wird abgerissen

Das Stöckl-Haus muss der Neuordnung der „Unteren Vorstadt“ weichen. Der Bauausschuss beauftragte den Abriss.
Von Markus Rath

Das Stöckl-Haus in Dietfurt wird abgerissen. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten für die Neuordnung des Quartiers „Untere Vorstadt“. Foto: Rath
Das Stöckl-Haus in Dietfurt wird abgerissen. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten für die Neuordnung des Quartiers „Untere Vorstadt“. Foto: Rath

Dietfurt.Mit dem Abriss eines Baudenkmals startet in Dietfurt die Neuordnung des Quartiers „Untere Vorstadt“. Dazu hat der Bauausschuss am Montagabend den Auftrag für den Abriss an das niedrigst bietende Unternehmen (Auftragssumme 35521 Euro) vergeben. Der Beschluss erfolgte einstimmig.

Die Grundlagen dafür hatte der Stadtrat bereits in der Januarsitzung beschlossen. Damals hatte Monika Seywald von Ingenieurbüro Dömges in einem umfassenden Vortrag die bisherigen Untersuchungen und Planungen zur Neuordnung der südlichen Grundstücksflächen im Bereich „Untere Vorstadt“, Hauptstraße/Griesstetter Straße vorgestellt. „Die Erweiterung der ,Unteren Vorstadt‘ nach Osten fügt sich nahtlos an die Altstadt und deren Straßenachse an, gleichsam wie der Stiel der Birne, so dass sie unmittelbar zum Ensemble Dietfurt gerechnet werden kann“, steht in der Liste der Baudenkmäler der Regierung der Oberpfalz. Allerdings hinkt dieser Birnenstiel inzwischen in seiner Optik der Altstadt hinterher. Als Grund nannte Seywald die fehlende rückwärtige Erschließung der Anwesen, die auf der Hauptstraßenseite eine geschlossene Front bilden, die nicht aufgebrochen werden kann und soll. Gespräche mit den Haus- und Grundstückseigentümern hätten gezeigt, dass sich die Situation nur durch eine rückwärtige Erschließung der Häuser verbessern lässt.

Zufahrtsweg zur Erschließung

Seywald schlug vor, hinter der Gebäudezeile einen kleinen Zufahrtsweg zu schaffen, der mittig enden soll. Die Geschlossenheit zur Straßenseite müsse erhalten bleiben, so Seywald, Bauparzellen dürften nicht entstehen. Die Gärten müssten erhalten werden, doch sei es möglich, Carports und Unterstellmöglichkeiten für Autos zu schaffen. Derzeit müssten die Bewohner ihre Fahrzeuge auf der Straße abstellen.

Mobilfunkausbau

  • Vorgehensweise:

    Die Stadt Dietfurt beteiligt sich am bayerischen Mobilfunkförderprogramm. Dazu wurden die Mobilfunkbetreiber über die Regierung der Oberpfalz angeschrieben. Diese haben nun Suchkreise gemeldet, wo sie sich die Bestückung eines Mobilfunkmasten vorstellen könnten. Der Bau der Masten würde mit 80 Prozent bezuschusst.

  • Standorte:

    Im Stadtgebiet gibt es zwei Standorte: Einer liegt auf der ehemaligen Fernsehsendestation bei Mühlbach, der andere im Bereich Oberbürg/Hebersdorf.

Verhindert wird diese Erschließung durch das sogenannte Stöckl-Haus in der Griesstetter Straße 3. Das Gebäude blockiert wie der Korken in einer Flasche die Zufahrt zu den Gärten und Innenhöfen der Hauptstraße, so dass nicht einmal Autos auf den eigenen Grundstücken geparkt werden können.

Das Gebäude, das in Dietfurt als Stöckl-Haus bekannt ist, steht auf der Denkmalliste mit dem Eintrag „Wohnstallhaus, zweigeschossiger und giebelständiger Flachsatteldachbau aus dem 18. und 19. Jahrhundert“. Allerdings ist hier inzwischen ein so starker Verfall des Gebäudes erreicht, dass die Stadt, wenn es das Anwesen erwirbt und wenn es die städtebauliche Entwicklung der Vorstadt damit vorantreibt, auch die Erlaubnis bekäme, das Gebäude abzureißen. Beides ist inzwischen erfolgt. Die Arbeiten sollen laut Bürgermeisterin Carolin Braun, wenn das beauftragte Unternehmen noch Kapazitäten frei hat, noch in diesem Jahr beginnen.

Neue Flutlichtanlage

Der TSV Dietfurt erneuert seine Flutlichtanlage auf dem Trainingsplatz. Dafür können zwar die bestehenden Masten weitergenutzt werden, allerdings ist es künftig nicht mehr möglich, die Scheinwerfer so zu drehen, dass die Stadt diese als Beleuchtung für den Volksfestplatz mitbenutzt.

Deshalb muss die Stadt an zwei der Masten eigene Strahler anbringen, die dann auch getrennt von denen des TSV bei Bedarf zugeschaltet werden können. Dies wird 5581 Euro kosten.

Der Bauausschuss beschloss, dass die Stadt sich mit diesem Betrag an der Erneuerung der TSV-Flutlichtanlage beteiligt.

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