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Kirche

Beckstein will neues Kirchenamt

Der frühere bayerische Ministerpräsident möchte EKD-Synodenpräses werden. Im Freistaat dagegen lässt er sich nicht mehr als Kandidat aufstellen.

Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) strebt ein neues Amt in der evangelischen Kirche an. Foto: dpa

Nürnberg.. Der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) kandidiert für das Amt des Synodenpräses der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Beckstein sagte am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst (epd), er habe dem Nominierungsausschuss der Synode seine Bereitschaft zur Kandidatur signalisiert. „Der Ausschuss ist aber ein freies Gremium und wird seine Vorschläge gegenüber der Synode kurz vor der Wahl bekanntgeben“, sagte Beckstein, der derzeit Vizepräses ist. Die Herbstversammlung der

EKD-Synode beginnt am 7. November, die Wahl des Präses ist am 11. November vorgesehen.

In Bayern dagegen wird Beckstein in der nächsten Synodalperiode nicht mehr im evangelischen Kirchenparlament sitzen, wie er dem epd sagte. Er werde sich als Vertreter aus der Politik, nicht mehr in das Gremium berufen lassen. „Das sollen aktive Politiker machen“. Auch als Kandidat hat er sich in seinem Dekanat nicht aufstellen lassen, „weil ich mit beinahe 70 Jahren die Zahl der Felder, auf denen ich tätig bin, zurücknehmen will.“ Beckstein ist seit den Wahlen im September nicht mehr Mitglied im bayerischen Landtag. Er war 18 Jahre berufenes Mitglied in der Landessynode.

Der Politiker hatte bereits 2009 bei der EKD-Synode in Würzburg als Präses kandidiert und war im ersten Wahlgang Katrin Göring-Eckardt unterlegen. Als Spitzenkandidatin der Grünen bei der Bundestagswahl ließ Göring-Eckardt ihr Amt seit Herbst 2012 ruhen, so dass Beckstein und der weitere Vizepräses, Oberkirchenrat Klaus Eberl, seither den Vorsitz der EKD-Synode führen. (epd)

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