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Erfolg

Beifallsstürme in der Kirche

Die Stadtkapelle Velburg begeisterte mit der Aufführung des Musicals „Freude“. Viele Zuschauer wollten das Stück zweimal sehen.
Von Wolfgang Schön

  • Die Musiker, Sänger und die beiden Hauptdarsteller Markus Grimmeißen und Franziska Bogner-Dürr zeigten ihr ganzes Können. Fotos: Wolfgang Schön
  • Erzähler Adam Seitz mit seinen beiden Enkeln Lina und Jakob

VELBURG.„Was ist Freude, was ist Glück, was zählt wirklich im Leben?“ Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Märchen-Musicals „Freude“, das der Musikverein Stadtkapelle Velburg bei Aufführungen am Samstag und Sonntagabend auf die Bühne der zum Konzertsaal umgewandelten Stadtpfarrkirche St. Johannes gebracht hat.

Was hier an Perfektion und Überzeugungskraft bei Musik, Gesang und Bühnenpräsenz unter Einbeziehung der Effekte aus Technik, Licht und Ton geboten wurde, begeisterte die vielen Besucher dermaßen, dass sie gar nicht mehr mit dem Klatschen aufhören wollten. Manche sprachen sogar von einem „Jahrhundertereignis“ in der mehr als 125-jährigen Geschichte der Stadtkapelle Velburg. Nicht wenige wollten sich die Aufführung gleich zweimal ansehen, weil sie so begeistert und ergriffen waren. Dabei vermittelte der Inhalt des von Kurt Gäble und Paul Nagler verfassten Musicals eine klare Botschaft, auf die auch von Kathrin Ziegaus, der musikalischen Leiterin bei der Stadtkapelle Velburg, in der Begrüßung hingewiesen wurde.

Gerade diese Botschaft war es auch, warum der Aufführungsort mit einem Kirchenraum nicht hätte treffender gewählt werden können. Präsentation und Inhalt waren gewissermaßen eine Form von Gottesdienst, wenn auch anders, wie sie in einer Kirche sonst gefeiert werden. Stadtpfarrer Martin Becker hatte deshalb auch gerne zugestimmt, als der Wunsch an ihn herangetragen wurde, das Musical in der Pfarrkirche aufführen zu dürfen.

Allein eine Woche hatten die Arbeiten für die notwendige Ausgestaltung und die Abschlussproben für die Aufführungen in Anspruch genommen. Mehr als ein Jahr lang hatten die mehr als 70 beteiligten Musiker der Stadtkapelle dafür geprobt. Was nun präsentiert wurde, erfüllte nicht nur die Besucher, sondern auch alle Beteiligten vor, auf und hinter der Bühne mit größter Freude in der Gewissheit, Großes vollbracht und zusätzlich noch eine wichtige Botschaft weitergegeben zu haben. Alle hatten gleichermaßen ihren Anteil daran, die Musiker im Gesamtorchester, die Gruppe der Jungmusiker des Musikvereins als Bühnenchor und bei ihren szenischen Spieleinlagen und die Hauptdarsteller. Markus Grimmeißen spielte den erfolgsverwöhnten Geschäftsmann, der trotz seines Erfolgs keine Freude mehr an seinem Leben hatte. Franziska Bogner-Dürr gelang es als gute Fee, dem in seinem voll automatisierten Beton- und Glashaus sitzenden Erfolgsmenschen die Augen für die Schönheiten der Natur und Umwelt und für die Menschen, bei denen man erfahren kann, was wirklich im Leben zählt, zu öffnen.

Einfühlsam war auch der von Lebensweisheit erfüllte Erzähler der „Freude“, Adam Seitz, den in einer rührenden Szene seine beiden Enkel Lina und Jakob auf die Bühne führten. Franz Brandl hatte als langjährig erfahrener Regisseur bei Theateraufführungen die künstlerische Gesamtleitung für die Musical-Präsentation inne. Freuen durften sich auch die anwesenden Vertreter des VKKK-Verein zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder Ostbayern. Ihrer Organisation werden die Spenden aus dem Benefizprojekt zugutekommen.

Vorschau

  • Termin:

    Das Weihnachtskonzert wird am ersten Adventssonntag, 1. Dezember, in der Pfarrkirche zuhören sein.

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