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Triathlon

Beilngries feiert einen Rekord-Triathlon

Beim dritten Bühler Triathlon Beilngries starteten mehr als 1200 Athleten – unter den Gewinnern gab es bekannte Gesichter.
Von Johann Grad

Elena Illeditsch machte den Titel-Hattrick über die Olympische Distanz perfekt. Fotos: Grad
Elena Illeditsch machte den Titel-Hattrick über die Olympische Distanz perfekt. Fotos: Grad

Der Hattrick: Elena Illeditsch siegte zum dritten Mal in der Olympischen Distanz

„Es ist einfach schön, hier in Beilngries beim Bühler Triathlon zu gewinnen“, gestand die Neumarkterin Elena Illeditsch, die für den MTV Aalen startet. Sie brauchte für die 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen zwei Stunden und knapp sieben Minuten und hatte einen großen Vorsprung vor der Zweitplatzierten.

Elena Illeditsch mit ihrer Familie und Verwandten nach ihrem Sieg Foto: Raithel
Elena Illeditsch mit ihrer Familie und Verwandten nach ihrem Sieg Foto: Raithel

Als Erste durften ihre Eltern und Verwandten gratulieren, dann kamen die Medien an die Reihe. In allen drei Disziplinen lief alles gut, wie sie sagte. „Es ist noch Luft nach oben“, meinte sie in Anspielung auf die Langdistanz in Roth. Obwohl es auch diesmal eine große Herausforderung war, ging alles locker, entspannter und ohne Druck.

Im Vergleich zu Roth sei die Olympische Distanz zwar kürzer, aber intensiver und knackiger. Da auch beim Laufen alles problemlos abging, konnte sie die großartige Stimmung in der Gartenstraße in vollen Zügen genießen.

Im Stimmungsnest Gartenstraße wurden die Triathleten kräftig abgefeiert:

Denkt sie auch an Hawaii? Eventuell schon, verriet sie. Dieses Mal war der Triathlon für sie „ein Familienfest“. Ihre Eltern kamen angereist aus dem 180 Kilometer entfernten Aalen und freuten sich mit ihrer Tochter über den Sieg-Hattrick. Gratulation und großes Lob kam auch von Natascha Badmann, der sechsmaligen Weltmeisterin aus der Schweiz. Sie hatte mit Remo Schwerzmann die Staffel in der Olympischen Distanz absolviert. Badmann sieht noch ganz viel Potenzial bei Elena Illeditsch.

Der Unersättliche: Sebastian Mahr startete zweimal und wurde Erster und Zweiter

Das muss man erst einmal können – zwei Wettkämpfe an einem Tag zu bestreiten und siegreich zu beenden. Beim ersten Wettkampf startete Sebastian Mahr mit seiner Mannschaft ESV Ingolstadt Positiv Fitness in der Regionalliga Bayern und kam mit ihr auf den zweiten Platz. Er brauchte für diese Sprintdistanz knapp eine Stunde.

Sebastian Mahr jubelte über den ersten Platz über die Olympische Distanz bei den Herren.
Sebastian Mahr jubelte über den ersten Platz über die Olympische Distanz bei den Herren.

Nach einer nicht allzu langen Erholungspause ging er die Olympische Distanz an und gewann diese mit 1:48:24 Stunden mit einer Minute Vorsprung. „Es war ein ganz harter, aber schöner Tag“, meinte er im Ziel ganz selbstverständlich. Er kam beim Schwimmen gut durch und kraulte vorne weg.

Auch beim Radfahren gab es keine Probleme, ebenso nicht beim wiederholten Umfahren des Kreisels, an dem auch sehr viele Zuschauer standen und applaudierten. Für den Lauf erreichte er eine sehr gute Ausgangsposition. Hier erlief er such einen guten Vorsprung, den er bis ins Ziel verteidigte.

Hier sehen Sie eine Bildergalerie des Triathlons in Beilngries:

3. Bühler Beilngries Triathlon

Geholfen haben ihm dabei auch die lautstarken Anfeuerungen in der „berühmt berüchtigten“ Gartenstraße. Mahr ist inzwischen Profi und war auch beim Ironman in Roth dabei. Und was ist der größte Unterschied zwischen Kurz- und Langdistanz? „Die Kurzdistanz tut anders weh“, so Mahr. Er hatte genug Kondition und Willensstärke und schaffte so die zwei Wettkämpfe an einem Tag.

Demnächst steht für ihn der Ironman im spanischen Barcelona an.

Die Sprinterin: Astrid Zunner wiederholte ihren Vorjahressieg in der Sprintdistanz

Die Velburger Triathletin von Tristar Regensburg überzeugte auch bei ihrem zweiten Triathlon in Beilngries. Beim Schwimmen über 750 Meter kam sie gut voran, da sie mit einem Bekannten zusammen schwimmen konnte.

Astrid Zunner wurde Erste im Sprint der Frauen.
Astrid Zunner wurde Erste im Sprint der Frauen.

Nachdem sie sich flott in der Wechselzone ihr Rad geholt hatte, ging sie die 20 Kilometer zügig an. „Die Nässe hat mir nichts ausgemacht, das kommt bei Wettkämpfen immer wieder vor“, sagte die Siegerin. Trotzdem musste man aufpassen, vor allem bei der Einfahrt- und Umrundung des Kreisels bei der Polizeiinspektion. Vor allem wer aufs Pflaster geriet, kam in Nöte.

Zunner fuhr ein gutes Tempo bei leichtem Wind, ansonsten gab es für sie keine Schwierigkeiten. Für den 20-Kilometer-Lauf war es ihrer Meinung nach gut, dass es kühler war. Sie lobte die Leute in der Gartenstraße für ihren Beifall. Astrid Zunner will nächstes Jahr wieder starten und den dritten Sieg holen.

Der Sprinter: Yannic Baier siegte in der Sprintdistanz in einer Stunde

Locker und lächelnd lief Yannic Baier Yannic von Tristar Regensburg als Erster auf dem blauen „Teppich“ ins Ziel. Die Zeit blieb genau bei 1:00:02,8 Stunden stehen. Der Zweitplatzierte brauchte über eine Minute länger ins Ziel.

Kraftvoll und schnell durchpflügte er im vorderen Feld das Wasser im Main-Donau-Kanal. Da störte ihn das „kochende Wasser“ hinter ihm nicht sonderlich. „Ich kam als zweiter der Startgruppe heraus“, berichtete er.

Yannic Baier siegte im Sprint der Herren.
Yannic Baier siegte im Sprint der Herren.

Noch schneller war er auf dem Rad und kam als erster ins Ziel. Zur zweiten Runde bog er nicht am Kreisel ab, sondern beim Übergang für die Fußgänger, aber das störte seinen Rhythmus nicht. Die Strecke fand er leicht: „Es geht geht ja nur einmal etwas nach oben“, so Baier. Aber trotzdem hieß es aufpassen, um auf der nassen Strecke beim Abbiegen nicht wegzurutschen. Den Lauf durch die Altstadt und den Sulzpark fand Baier schön.

Die Staffel: „Dietfurt“ kam in der Sprintdistanz wie im Vorjahr auf den ersten Platz

Das Team „Dietfurt“ mit Johannes Härtl, Johann Gabler und Richard Kirschner kam mit gutem Vorsprung als erstes ins Ziel. Beim Schwimmen hatte für Härtl alles gepasst, wie er meinte. Die vielen Mitschwimmer störten ihn nicht sonderlich, man musste sich an den Wellengang gewöhnen. „Ist halt anders, wenn man im Becken seine Bahnen zieht“, meinte Härtl.

Sie gewannen die Staffel
Sie gewannen die Staffel

Er hat schon in vielen anderen Wettkämpfen mitgemacht und gesiegt, aber halt im Becken. Der junge Mann konnte aber auch im RMD-Kanal vorne wegziehen und kam als Erster in seiner Startgruppe aus dem Wasser.

Johann Gabler schwang sich aufs Rad für die Strecke hinaus ins Altmühltal, die zweimal zu durchfahren war. „Die Baustelle war schon ein Problem, das zu meistern war. Schwierig war auch, dass immer wieder Athleten nicht richtig überholten“, stellte er fest. Da die Fahrbahn nass und zum Teil schmierig war, musste man aufpassen, vor allem im Kreisel, aber er kam gut durch.

Bereits im Vorfeld des Wettkampfs hatte Elena Illeditsch vom Titel-Hattrick geträumt.

„Eine schöne Strecke“, lobte Richard Kirschner den Weg durch die Altstadt. Der Regen störte ihn nicht. Er hat ja schon den Junut, den Trail auf dem Jurasteig mit 175 Kilomketern, gemeistert. Hier auf der Bahn konnte er locker mithalten und überholte immer wieder andere Läuferinnen und Läufer.

Für die Dietfurter war es nach 2017 der zweite Sieg in dieser Kategorie und sie wollen natürlich im nächsten Jahr den Hattrick schaffen.

Der Rathauschef: Alexander Anetsberger verpasste seine Wunschzeit

„Alles nach dem Schwimmen war ein Traum“, meinte Bürgmermeister Alexander Anetsberger hernach. „Ich wollte eine Zeit um eine Stunde und 20 Minuten erreichen, aber beim Schwimmen habe ich einige Minuten liegen gelassen“, meinte er etwas unzufrieden. Er habe nicht seinen Rhythmus für die 750 Meter gefunden.

Bürgermeister Alexander Anetsberger
Bürgermeister Alexander Anetsberger

Eigentlich hatte er sich besonders auf diese erste Disziplin gut vorbereitet, aber dann ging es im 21,5 Grad kalten Wasser nicht, wie er wollte. Er hatte einen Schwimmanzug an, der ihn etwas trug, aber auch, wie er sagte, beengte. Anetsberger reihte sich hinten ein, schwamm Kraul, aber auch Rücken und Brust, fand aber nicht die notwendige Gleichmäßigkeit.

Bevor er aufs Rad stieg, überlegte er, ob bei den Wetterverhältnissen ein dünnes Trikot reiche, doch er dachte nicht lange nach und fuhr los. Auf dem Rad ging es gut und er war sehr zufrieden, hier fand er den Rhythmus. „Ich konnte sogar einige überholen“, betonte er. Am Kreisel war Vorsicht geboten, er hatte aber bis dato nichts von einem Unfall mitbekommen.

Hier sehen Sie die Ergebnisse des Beilngries-Triathlons im Info-Block:

Ergebnisse beim Triathlon Bühler

  • Sprint Distanz: Herren:

    1. Yannic Baier, 2. Tobias Riesenweber, 3. Sebastian Fröhlich;
    1. Astrid Zunner, 2. Jana Lennert, 3. Karin Steurenthaler; 1. Team Dietfurt, 2. Team Hähnle, 3. Triathlon Beilngries

  • Olympische Distanz:

    1. Sebastian Mahr, 2. Timo Schmitz, 3. Benedikt Ritwiesner ;
    1. Elena Illeditsch, 2. Birgit Hinner, 3. Anna Wimmer;
    1. Besis & Friends, 2. Schützen Kevenhüll, 3. Triat. Beilngries 2

  • Ligenwertung: Regionalliga, Damen:

    Weltenburger Team CIS Amberg; RSV Freilassing Esin Triathlon
    Vollast Tri-Tteam Schongau II; Voll-Last Tri-Team Schongau

Auch den Lauf schaffte er sehr gut und bestimmt taten ihm die Anfeuerungen in der Gartenstraße gut. Die Nässe machte ihm nichts aus. „Puls, Kreislauf und Adrenalin steigen, da spürst du von Wind und Nässe nichts mehr“, meinte der Bürgermeister.

Wird er auch im nächsten Jahr teilnehmen? Man hörte ein ganz klares: „Ja!“ Vielleicht klappt es ja dann mit dem Schwimmen besser.

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