MyMz
Anzeige

Tradition

Beim FSV-Bockbierfest wurde zünftig gefeiert

Musik und Derblecka waren feste Programmpunkte – doch es ging auch um die große Politik.
Von Michael Schrafl

Nachgestellt wurde eine TV-Show mit „prominenten Gästen“.  Foto: Michael Schrafl
Nachgestellt wurde eine TV-Show mit „prominenten Gästen“. Foto: Michael Schrafl

BERNGAU.Einen Volltreffer landeten die Klose-Buam Simon & Christoph, d’Hias und d’Tom (Pröpster) sowie die Gruppe „Immer die Gleichen“ mit ihrem Auftritt beim traditionellen Bockbierfest im Sportheim. Außerdem sorgten Thomas Pröpster und der Quetsch’n Joe für gute Unterhaltung. In Gstanzln hatten d’Hias und d’Tom die Bürger aus Berngau und aus den Ortsteilen ausgesungen.

Verse über Mittelricht

Dazwischen erklang immer wieder zum Mitsingen der Refrain „Bockbierfest ist heit. Da singa ma a bisserl und dablegga a bisserl all die Berngauer Leit.“ Über Mittelricht hatten die beiden gedichtet: „Auf geht’s, bald ist’s so weit – in Mittelricht ist Blumenwiesen-Zeit.“ Und „Die Neurichter gehn net furt, weil alles viel Geld heit kosten tuat!“

Weiter berichteten die beiden Redner: „Sportplätze brauch ma mehr – doch koaner gibt an Bauplatz her!“ Auch der geplante Kreisverkehr in Berngau scheine aus diesem Grund zu scheitern. Den Führungswechsel an der FSV-Spitze kommentierten Hias und Tom so: „Peter Blank hat abgedankt, ihm gebührt unser aller Dank. Der Wittl ist nun der neue Mann. Der kann jetzt zeigen, was er kann.“

Kritik übten die Redner an der 30- Zone in Stauf, wo so mancher Berngauer Flitzer zur Kasse gebeten worden sei, werde doch so fleißig geblitzt. Lob gab es für Berngaus Handwerk: „Der Ralmont Tom hat’s kapiert, wie man mit Silikon Weltmarktführer wird.“ Wussten Sie schon, dass ein Berngauer für einen kompletten Stromausfall im Elternhaus sorgte und dadurch die Lebensmittel im Gefrierfach verderben ließ? Oder ein FSVler beim Pinkeln an der Steinernen Brücke von der Polizei erwischt wurde?

Eine Glanznummer legten die beiden Klose Buam hin. Bei ihrem Ausflug in die Weltpolitik beschäftigten sie sich mit ernsthaften Themen, die alle angehen, und zu denen eder Bürger einen Beitrag leisten muss: mit dem Klimawandel und den Artenschutz. Zur EU-Flüchtlingspolitik hieß es: „Flüchtlingsboote nimmt kein Hafen mehr auf, dafür nimmt man den Tod von Flüchtlingen in Kauf. Hier ist eine gemeinsame Lösung gefragt, nicht nur ein Gipfel, wo man nur tagt.“ Auch das Parteiengefüge und die Rüstungspolitik waren Themen.

CSU und Fußball-WM

Zur Landtagswahl in Bayern hieß es: „Die Wahlergebnisse waren einfach zu schwach. Das sorgte in der CSU für erheblichen Krach.“ Was die Nachrüstung alter Diesel-Autos betrifft, so sagte Christoph Klose: „Am Ende der Verhandlungen kommt wieder nix raus. Die Autoindustrie ist die Schlange, Die Politik die Maus.“ Außerdem waren sich die Klose Buam einig: „Bei der WM in Russland stand nicht die DFB-Elf auf dem Feld, sondern eher unser FSV Berngau.“ Dem Trainer gewidmet war das Lied „Mein Gott Markus“.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht