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Fasching

Beim KAB-Ball funkelte es

Mit einer „Arabischen Nacht“ wurde der Reigen der Dietfurter Faschingsbälle eröffnet. Seit 25 Jahren zeigen Damen exzellente Tänze.
Von Johann Grad

  • In seinem „Palast“ schenkten Damen und Männer der KAB dem „Pascha“ und seinem Gefolge einen beschwingten und eleganten Tanz. Fotos: Grad
  • Choreographin Heidi Vogl verabschiedete sich nach 20 Jahren.

Dietfurt.Die KAB lud zur „Arabischen Nacht“ und viele Gäste strömten in den „Palast“ des Paschas. Mit viel „Gold“, bunten Tüchern und weiteren Schmuckstücken hatten geschickte Hände den Saal der „Post“ ausgestattet. Maler Andreas Werner verlängerte mit spektakulärer großformatiger „Architektur“ illusionistisch mit goldverzierten Säulen, Gewölben und Hufeisenbögen den Palast für „Tausend und eine Nacht“.

Maharadschas mit goldenem Turban, reich mit goldenen Stickereien verziert, samt Edelstein oder langer Feder, schicke Haremsdamen mit viel Gold behängt, Scheichs und Bauchtänzerinnen, auch ein weißbärtiger Mufti im langen Kaftan und einem Fes auf dem Haupt hatten sich eingefunden und sogar ein junger König aus Afrika. Vorsitzende Franziska Schmid hieß alle Kostümierte willkommen und wünschte viel Freude und Vergnügen. Sogar aus Fernost, aus dem Reich des Drachen, waren Abgesandte erschienen und man gewährte ihnen Zutritt. Für Stimmung sorgte die Band Spectrum mit bekannten Schlagern, später mit fetziger Musik und das Parkett war immer voll mit Tanzbegeisterten.

Orientexpress hielt an

Die Kaisergarde hatte einen ersten Auftritt und tanzte einen „chinesischen“ Rap. Danach lockte Spectrum wieder aufs Parkett, Lose für die Tombola wurden verkauft und man wartete auf das Highlight des Abends. Endlich kündigte Franziska Schmid den Orientexpress an, dem „orientalische Grazien“ entstiegen waren. Seidentücher und Hüften schwingend tänzelten die Schönheiten durch die Gänge in den „Palast“. Gemessenen Schrittes ging der „mächtige Pascha“, dem zwei königlich gekleidete Diener Luft zufächelten, zu seinem goldenen Sitz, um die Schönheiten tanzen zu lassen.

Musik aus Arabien ertönte und die Tänzerinnen nahmen Aufstellung. Gefühlvoll, immer lächelnd, glitten fast schwebend die Füße in den güldenen Schühchen von einer Seite zur anderen. Die Grazien in gelben, pinken oder roten mit viel Edelmetall behängten Gewändern, goldenen Schimmer auf den Wangen und im Haar, ließen gekonnt Arme schwingen, die Hände falten und besonders Daumen und Zeigefinger fanden sich immer wieder. Flotte Schritte und Drehungen, wirbelnde Gewänder und Hüftschwünge ließen die Zuschauenden staunen. Vor allem die Weiblichkeit entzückten die gestählten Körper von „weiblichen“ Jungmännern, die sich im Bauchtanz versuchten. Dann tanzten wieder alle exzellent die verschiedenen Formationen und Schrittfolgen. Den Pascha rückte man schließlich in den Mittelpunkt und stoisch ließ er alle Huldigungen seiner Palastuntertanen über sich ergehen. Er lächelte zuletzt doch ein wenig huldvoll. Mächtiger Beifall brauste auf und das Publikum erklatschte eine Zugabe.

Abschied mit viel Tränen

„Wunderbar, einfach umwerfend“, freute sich Franziska Schmid. Sie bedankte sich bei Choreographin Heidi Vogl mit einem großen Blumenstrauß. Ein Transparent mit Bildern zeigte Szenen der anderen 19 Tänze, die sie mit ihren Leuten einstudiert hatte. Vogl bedankte sich für die Ehrung „mit einem lachenden und weinenden Auge“, wünschte immer einen voll besetzten Saal und nahm von jeder Tänzerin tränenreich Abschied.

Dann ging es weiter mit Musik und Tanz, bis zur Tombola. Hauptpreis war eine Fahrt auf der Renate, weitere Preise hatte die Dietfurter Geschäftswelt gestiftet. Um Mitternacht zog noch einmal die Kaisergarde ein und zeigte einen tollen Showtanz.

Vier Jubiläen

  • Gabi Gess:

    Von Anfang an tanzte Gabi Gess in der Truppe mit.

  • Heidi Vogl:

    Seit 20 Jahren überlegt sich die Meisterin Thema und Choreographie und übte die Tänze ein. Jetzt nahm sie Abschied.

  • Johanna Geitner:

    Die Schneiderin setzte die Ideen für Kostüme um.

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