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Region Neumarkt
Mittwoch, 20. Juni 2018 29° 3

Berching

Berching: Eine Ausstellung für alle Sinne

Dieses Jahr wäre Eleonore Rohm 100 Jahre alt geworden. Im Seniorenheim wird der Künstlerin durch eine Ausstellung gedacht.
Von Franz Guttenberger

Auch Landrat Willibald Gailler (3.v.r.) war bei der Eröffnung der Ausstellung dabei. Foto: Guttenberger
Auch Landrat Willibald Gailler (3.v.r.) war bei der Eröffnung der Ausstellung dabei. Foto: Guttenberger

Berching.Unter dem Motto „Unter Tränen wird gelacht“ eröffneten Heimleiter Gerhard Binder und die zweite Bürgermeisterin Gerlinde Delacroix im Speisesaal des Seniorenheims eine Vernissage zu Ehren der verstorbenen Künstlerin Eleonore Rohm. Delacroix möchte in Zukunft weitere Ausstellungen folgen lassen von Künstlern, die nicht mehr leben und sich Verdienste erworben haben. Gerhard Binder konnte zur Eröffnung auch Landrat Willi Gailler und die Schwestern des Hauses begrüßen. Der Landrat entbot Grußworte und gab zu verstehen, dass er immer wieder gerne nach Berching komme. Ferner waren die beiden Kinder der verstorbenen Künstlerin, Helga Pfannschmid und Christoph Rohm gekommen.

Gleich zu Beginn der Eröffnung dankte Binder der zweiten Bürgermeisterin mit ihrem Gatten Alexander für die Zusammenstellung der Ausstellung. Das Ehepaar Gleixner aus Dietfurt umrahmte die Feier musikalisch. Binder berichtete, dass Eleonore Rohm von 2004 bis zu ihrem Tod im Februar 2008 im Seniorenheim lebte. Sie wäre am 20. März genau 100 Jahre alt geworden. Dies habe man zum Anlass genommen, um an eine wunderbare Persönlichkeit zu erinnern, sagte Binder. Er nannte sie eine wunderbare Persönlichkeit, einen Menschen, der mit allen Sinnen lebte und die Natur und Tiere liebte bis zum Tod. Die Künstlerin habe ihr Leben nach den vier „L“ ausgerichtet – nämlich Lachen, Lieben, Lernen, Leben.

Hier finden Sie weitere Informationen:

Eleonore Rohm

  • Geburtstag:

    Am 20. März 2018 wäre Eleonore Rohm 100 Jahre alt geworden.

  • Seniorenheim:

    Rohm lebte bis zu ihrem Tod im Februar 2008 im Seniorenheim in Berching.

  • Privat:

    Mit ihrem Mann und drei kleinen Kindern lebte sie nach dem Zweiten Weltkrieg in Westfalen. 1958, also genau vor 60 Jahren, zog sie nach Berching.

Mehrere erfolgreiche Ausstellungen

Rohm hatte mehrere erfolgreiche Ausstellungen nachzuweisen. Eine größere davon war 1994 im Rathaus in Berching. Delacroix ging näher auf das Leben von Rohm ein. Die Lehrerstochter wurde in Weiden geboren und wuchs in Thann auf. Sie besuchte das Lyzeum in München, wo sie schon damals Motive der Sagen- und Märchenwelt malte. 1935 begann sie ein Studium an der Akademie für angewandte Kunst in München, das sie erfolgreich in Naturzeichnen, Malen und Formen abschloss. Im Zweiten Weltkrieg half sie notleidenden und kranken Menschen und absolvierte ihr Staatsexamen als Krankenschwester. Dabei pflegte sie auch ihren schwerverwundeten Mann im Lazarett in München.

Mit ihrem Mann und drei kleinen Kindern lebte sie nach dem Krieg in Westfalen. 1958, also genau vor 60 Jahren, zog sie nach Berching und arbeitete als Krankenschwester im Schwabinger Krankenhaus in München als Nachtschwester auf einer Schwerstkrankenstation. Jeden Tag war sie mit Sterbenskranken beisammen und verbrachte mit ihnen das letzte Stadium des Lebens. Dies prägte auch ihr Schaffen. Mit der Weltschriftstellerin Luise Rinser war sie befreundet. Die Ausstellung im Speisesaal läuft bis 10. Juni sagte Binder.

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