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POLLANTEN.

Berching-Pollanten als Nationalpark

Wolfgang Krebs als Edmund Stoiber und sein Büroleiter Sepp Müller sorgen für Heiterkeit und für ein volles Haus im Kulturclub Pollanten. Veranstalter und Gäste sind zufrieden.

„Was habe ich falsch gemacht?“, fragt sich dieser Edmund Stoiber.

Von Franz Guttenberger

Stoiber-Parodist Wolfgang Krebs und sein „ Büroleiter“ Sepp Müller strapazierten die Lachmuskeln beim Kabarett im Pfarrsaal in Pollanten. Begeistert zeigte sich auch der Vorsitzende des Kulturclubs Pollanten Bernhard Fuchs, der die großartige Show nach Pollanten gebracht hatte. Eva Sturm, Vereinskassier des Kulturclubs, trat fünf Minuten nach Eröffnung der Vorstellung vor die Außentüre des Pfarrsaals, zündete sich eine Zigarette an und zeigte sich erleichtert: „ Gott sei Dank, der Besuch ist wirklich enorm, Wochen vorher hat es noch nicht so gut ausgeschaut“

Auch auf der Diatonischen virtuos

Die Kasse klingelte und die Besucher waren zufrieden. Als rhetorisch gewandte Redner traten beide, Stoiber wie Müller, gleichermaßen auf. Sepp Müller unterstützte seinen Chef Edmund mit Rat und Tat. Nicht nur als guter Redner, auch als ein Virtuose der Diatonischen zeigte sich Müller. „Von meinen 60 CSU-Prozenten auf 43 angekommen, stempelte er seinen Nachfolger Günter Beckstein dafür zum Sündenbock. „Wenn wir den nur früher in die Wüste geschickt hätten“.

Die FDP stehe „Für Die Preußen“ und Landwirtschaftsminister Miller musste im Tierlexikon nach den Worten Leutheusser-Schnarrenberger“ nachblättern, fand aber diese Worte auch hier nicht definiert. „Was habe ich falsch gemacht“ fragte Stoiber in die Runde? „Als sich zurückgetreten war, da war ich auch schon in Berching, in Pollanten direkt zwar noch nicht, aber durch den Kopf ist mir schon gegangen aus der Region Berching-Pollanten einen Nationalpark zu machen. „Siehe diese Pollantener an, sie säen nicht, sie ernten nicht und doch ernährt sie der himmlische Vater.“

Drohbrief an Günter Beckstein

In seinem Privatleben arbeitet Stoiber nun an der Endbürokratisierung, einer Agenda Wolfratshausen 3000. Seine Karin, einst die First- Lady, muss nun selber schauen wo sie bleibt. Von der Krise merkt sein Büroleiter Sepp Müller nix, wenn er sagt „ich hab auch vom Aufschwung nix gespürt.“ Einst als Gärtner nur Rasen gemäht, ist Müller schnell zum Büroleiter aufgestiegen, durfte Stoibers Briefe lesen und beantworten, darunter auch einen Drohbrief an Günter Beckstein mit der Bemerkung: „Man trifft sich immer zweimal im Leben“ oder einen Brief an Bischof Mixa mit einem Gesuch „Hexenverbrennungsantrag für Pauli.“

Postbriefe von Franz Beckenbauer und Beckstein (lieber Edmund, ich bin dir nimmer böse“) sorgten für Heiterkeit bei einer rundum gelungen Veranstaltung. Und auch Horst Seehofer fehlte nicht, der da sagte: „Die Zeit ist nahe, wehe der gegen mich handelt, ich bin das Alpha und Omega in Bayern und wer das bezweifelt, wehe dem, dem Gnade Gott.“

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