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Empfang

Berching startet optimistisch ins Jahr

Berchings Bürgermeister blickt an Neujahr zuversichtlich in die Zukunft. Die Stadtentwicklung soll weiter im Fokus stehen.
Von Franz Guttenberger

Beim Neujahrsempfang in Berching war unter anderem Finanzminister Albert Füracker zu Gast. Foto: Franz Guttenberger
Beim Neujahrsempfang in Berching war unter anderem Finanzminister Albert Füracker zu Gast. Foto: Franz Guttenberger

Berching. „Die menschliche Gesellschaft gleicht einem Gewölbe, das zusammenstürzen müsste, wenn sich nicht die einzelnen Steine gegenseitig stützen würden." Mit diesen Worte des römischen Philosophen Seneca begann Bürgermeister Ludwig Eisenreich beim Neujahrsempfang in der Europahalle seine Rede vor zahlreichen Vertretern aus Kirche, Politik, Wirtschaft, Vereinen und Verbänden und wünschte zu Beginn allen ein gutes Neues Jahr.

Das Symphonische Blasorchester sorgte für die musikalische Umrahmung, der Kulturförderkreis in gewohnter Weise für die Bewirtung der Gäste. Der Neujahrsempfang habe sich zu einem guten Begegnungs- und Gesprächsforum entwickelt, um sich in lockerer Runde über die Ziele für das neue Jahr auszutauschen, betonte Eisenreich. Gerade in einer Kommune ist es entscheidend, im Dialog zu bleiben und bei wichtigen Projekten zusammenzuarbeiten.

Bürgermeister Ludwig Eisenreich zog eine positive Bilanz  Foto: Franz Guttenberger
Bürgermeister Ludwig Eisenreich zog eine positive Bilanz Foto: Franz Guttenberger

Der Neujahrsempfang gebe auch Anlass innezuhalten, um über Vergangenes nachzudenken und zurückzublicken. Und das tat der Bürgermeister ausführlich: „2019 war geprägt von vielen schlechten Nachrichten und Botschaften aus aller Welt, die uns in den Medien präsentiert wurden. Naturkatastrophen, Terroranschläge, Zollstreitigkeiten, Konflikte, politische Umbrüche. Es gab viele Ansätze, die Ursachen zu ergründen oder auch oberflächlich einfach Schuldige zu suchen.“

Gute wirtschaftliche Lage

Eisenreich bilanzierte, dass das Jahr 2019 herausfordernd und spannend, aber auch erfolgreich für die Großgemeinde Stadt Berching war. „Unsere Großgemeinde, steht gut da. Sowohl 2019 als auch mit einem Blick auf 2020 kann die Stadt erneut hohe Einnahmen im Bereich der Gewerbe- und der Einkommensteuer verzeichnen. Dadurch besitze die Stadt ein gutes finanzielles Polster. Berching verzeichnet laut Eisenreich nicht nur eine niedrige Arbeitslosenzahl und seit Jahren eine stetig steigende Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, sondern auch wieder Zuwächse bei den Einwohnern.

Die Stadt Berching konnte von der guten Wirtschaftslage profitieren. Eisenreich erinnerte an eine Reihe von Maßnahmen, Investitionen und Aufgabenbereiche, wie zum Beispiel das Feuerlöschwesen. Wie keine andere Gemeinde im Landkreis habe die Stadt ihre 20 Feuerwehren investiert und gut ausgerüstet. Vor allem auch der Aufgabenbereich Stadtentwicklung hat die Stadt beschäftigt und werde auch in den nächsten Jahren im Fokus stehen.

Viele Projekte angestoßen

Zudem habe Berching ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) erstellt und umgesetzt. In Stadtmauernähe wurden drei Parks gebaut und mit großem Engagement die Reaktivierung des Hotelkomplexes „Post Berching“ vorangetrieben. In unmittelbarer Nähe entsteht die Kulturhalle und mit großem finanziellem Aufwand wird die Sulzmauer saniert.

An eine Reihe von Straßenbau- und Dorferneuerungsmaßnahmen erinnerte Eisenreich gleichermaßen wie an den Breitbandausbau. Als neueste Maßnahme in diese Richtung darf Berching als eine von sechs Gemeinden in Bayern ein Pilotprojekt mitgestalten. Das rund 200 Kilometer lange Gemeindestraßennetz wird aktuell saniert.

Grussworte

  • Finanzminister Albert Füracker:

    Er erinnerte wie MdB Alois Karl an das Kriegsende vor 75 Jahren. „Es ist uns noch nie so gut gegangen sei wie derzeit. Wir leben in einer glücklichen Gegenwart“, sagte Karl. Die Menschlichkeit sollte man mehr in der Vordergrund rücken, betonte Füracker.

  • Landrat Willi Gailler:

    „Wir haben alle Grund optimistisch in die Zukunft zu blicken“, sagte Gailler.

Eisenreich erinnert auch an die Sanierung des Berlebads. Die gesundheitsfördernde Freizeiteinrichtung wurde nach einem Sturmschaden mit über einer Million Euro wieder auf Vordermann gebracht. Dabei wurden das Dach, die Duschen, etliche Türen und die Küche erneuert sowie die Lampen energiesparend umgerüstet.

Freizeit

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Eine wichtige Zukunftsaufgabe für die Stadt Berching ist laut Bürgermeister Eisenreich die Schaffung von Betreuungs- und Bildungsmöglichkeiten für die Kinder. So wird die Stadt für die Kinderbetreuung in Kindertagesstätten in den nächsten vier Jahren über sieben Millionen Euro in den Bau und die Sanierung von Kinderkrippen und Kindergärten investieren und des weiteren den Neubau der Grund- und Mittelschule angehen.

Als wichtigen Bereich nannte der Bürgermeister die Haushalts- und Finanzpolitik. Trotz des enormen Schuldenabbaus wurden seit 2008 weit über 55 Millionen Euro investiert.

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