MyMz
Anzeige

Kultur

Berching wurde mit Lichtern geflutet

Studenten und Künstler setzen die Stadt bei der Berchinale ins rechte Licht. Rund 5000 Besucher bewundern die Kunstobjekte.
Von Markus Rath

Lichtpunkte einer Discokugel überzogen die Baustelle der Kulturhalle und das Hotel Post. Foto: Markus Rath
Lichtpunkte einer Discokugel überzogen die Baustelle der Kulturhalle und das Hotel Post. Foto: Markus Rath

Berching.Licht hilft dem Menschen, dass er auch bei Dunkelheit die Dinge um sich herum wahrnehmen kann. Licht erfüllt aber nicht nur diesen rein funktionalen Zweck: Diese Erkenntnis wohnt der im zweijährigen Turnus stattfindenden Berchinale inne. Sie zeigt, dass es neben Licht zum Sehen auch Licht zum Ansehen gibt. Jan-Lukas Otto, Student an der Hochschule Coburg, vergleicht es in der Beschreibung zu seinem Lichtkunstwerk „Sunflower“ mit „einer Blume am Wegesrand, die um die Aufmerksamkeit des Wanderers buhlt“.

Ein eindrucksvolles Bild in der Stadt

Kunstvoll in Szene gesetzt war die Fassade des Gluck-Museums. Foto: Markus Rath
Kunstvoll in Szene gesetzt war die Fassade des Gluck-Museums. Foto: Markus Rath

Um im Bild zu bleiben: Es waren viele Blumen, kleine und große, helle und bunte Blumen, die in Berching einen eindrucksvollen Pfad der Lichtkunst ergaben, auf dem an diesem Festwochenende sicherlich mehr als 5000 Menschen spazierten, fotografierten und filmten. Sie trafen auf eine vom Berchinger Jugendtreff geschaffene romantische Baustelle, die von einer hoch am Kran baumelnden Discokugel mit tausenden weißen Lichtpunkten übersät wurde oder auf beleuchtete Schwimmreifen, aus denen die Studentin Cora Domscheid mit statischen Berechnungen, den Gesetzen der Physik und drei Rollen Klebeband ein „Sommeriglu“ geformt hatte.

Fotowettbewerb

  • Teilnehmer:

    Jeder Fotograf ist aufgerufen, sich am Fotowettbewerb der Stadt Berching zu beteiligen und seine zwei besten Werke per Mail an fotowettbewerb@berching.de zu senden. Die Nachricht darf maximal 19 Megabyte groß sein. Einsendeschluss ist der 31. Oktober.

  • Vorauswahl:

    Eine Jury trifft unter allen Einsendungen eine Vorauswahl. Die zehn besten Fotos werden auf einer Sonderseite und im Internetportal der Mittelbayerischen veröffentlicht. Dort können die Leser abstimmen und die Gewinner des Fotowettbewerbs küren.

  • Preisträger:

    Die drei Sieger der Leserabstimmung werden dann in einer Feierstunde der Stadt Berching ausgezeichnet. Dort erhalten sie auch ihre Preise.

Die ehemalige Bäckerei Geiler am Pettenkoferplatz war der Ausstellungsort für die Schreiner des Berufsgrundschuljahres am BSZ Neumarkt, die ihre einjährige schulische Ausbildungszeit mit einem Projekt zum Thema „Die leuchtende Form“ abschlossen und diese Arbeiten in der früheren Backstube präsentierten.

„Licht vermittelt Sicherheit, bietet Orientierungshilfe und vor allem: Licht ist Leben.“

Manfred Zachmeier, Guttenberger-Lichttechnik GmbH

Neben der Kunst kam auch die Architektur nicht zu kurz: In diesem Jahr wurde das Viertel Hubstraße/Ringmauerweg in ein neues Licht getaucht. Die herkömmliche Beleuchtung wurde teilweise ausgeschaltet und durch unterschiedlichen Strahler ersetzt. In der Hubstraße sehen Besucher die bestehenden Mastleuchten auf der einen Straßenseite im direkten Vergleich zur individuellen Inszenierung auf der anderen Fassadenseite.

Weitere Impressionen von der Berchinale erhalten Sie in unserer Bildergalerie:

Impressionen von der Berchinale 2019

Mit Hilfe von Punkt- und Flächenlicht konnte jedes Haus mit dessen Details betont werden. Mystisch zeigt sich der Ringmauerweg, wo das Wechselspiel aus Licht und Schatten partiell eine dramatische Atmosphäre erzeugte.

Positiver Nebeneffekt der Berchinale: Da alle zwei Jahre ein neuer Bereich der Stadt illuminiert wird, entsteht im Lauf der Zeit ein Beleuchtungskonzept für die gesamte Stadt.

Weitere Informationen aus Neumarkt erhalten Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht