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Kultur

Berchings Mauern als Gluck-Kunstwerk

50 Vereine und Institutionen machen mit und fertigen Mauerbänder an. Sie wurden gestern der Öffentlichkeit am Gluck-Museum vorgestellt.
Von Dagmar Fuhrmann

  • Die weiteren Mauerbänder werden an der Uferpromenade und im Hollnberger-Park angebracht. Gestern waren sie zu besichtigen. Fotos: Fuhrmann
  • Regina Burger von der FU macht Werbung für eine Aktion im Juli.
  • Bürgermeister Ludwig Eisenreich und Simon und Dr. Bernhard Strunz
  • Die Vorsitzende der Gluck-Freunde Ursula Lindl erklärt die Mauerbänder.

Berching. Berchings Mauern sind ab sofort mit bunten Mauerbändern geschmückt. Sie zeigen Besuchern und Einheimischen, dass Berching heuer den 300. Geburtstag des Komponisten Christoph Willibald Gluck feiert. Etwa 50 Vereine und Institutionen haben sich an der Aktion beteiligt und die Gelegenheit genutzt, sich auf großformatigen Schmuckbänder zu präsentieren. Herausgekommen ist ein Spiegelbild der Kreativität, die es in der Großgemeinde gibt. Sonntag wurden sie der Bevölkerung vorgestellt. Die nutzte den herrlichen Tag und bestaunte die Kunstwerke mit viel Wohlwollen und Begeisterung. Die Vertreter der Vereine bekamen die Gelegenheit, ihr Mauerband zu beschreiben und es zu erklären.

Die Vorsitzende der GluckfreundeUrsula Lindl freute sich darüber, dass sich letztlich so viele verschiedene Vereine beteiligt hatten und so vielfältige Aspekte gezeigt haben. Sie erinnerte daran, wie der Verein vor neun Monaten Ortssprecher und Vereinsvertreter angesprochen habe. Die seien zunächst skeptisch gewesen. Tatsächlich habe es vier Monate später noch kein einziges Mauerband gegeben. „Wir können keinen Bezug zu Gluck herstellen“, habe sie als Grund zu hören bekommen. Nachdem dieses Problem aus der Welt geräumt war, machten sich die Vereine an die Arbeit, das Ergebnis kann man bis zum November anschauen.

Auch Bürgermeister Ludwig Eisenreich zeigte sich von der Aktion sehr angetan. Sie stehe unter der Überschrift „Mauern überwinden – Perspektiven gewinnen.“ So sei sie im Gluckkonzept von 2012 beschrieben. Gluck habe für seinen musikalischen Erfolg zahlreiche Mauern überwinden müssen. Mauern seien aber nicht nur Hindernisse: Mauern müssten nicht trennen, man müsse sie nicht immer überwinden, zumal wenn wie hier in Berching zahlreiche Tore zum Besuch in die Innenstadt einladen.“ Mauern könnten aber auch als attraktive Projektionsfläche als malerischer Hintergrund, als Teil eines Gesamtkunstwerkes dienen. Die Berchinger Mauer habe schon viel erlebt, ein Kunstprojekt sei noch nicht dabei gewesen.

Die Mauerbänder seien eine Mitmachaktion, die mit dazu beitrage, dass sich die Berchinger und die ganze Region mit ihrem Gluck identifizieren. „Und ich muss voller Bewunderung sagen: Das ist bestens gelungen“, lobte Eisenreich die Initiative der Gluckfreunde.

Schließlich kamen die Vereinsvertreter zu Wort. Besonders hervorgetan hat sich der Missionsstrickkreis, der 15 Mauerbänder gestrickt hat.

Die Vereine: Strickkreis, Frauenbund, Regens Wagner, Bachaminis, OGV Erasbach, Kunsthochschule Stuttgart, Stadt, Kunstgilde, Pfarrei, Kulturförderkreis, OGV Rudertshofen, Kindergarten St. Josef, FF Sollngriesbach, WGG Neumarkt, Kindergarten Pollanten, Altstadtfreunde, Frauenunion, Handwerkerinnung, Wanderfreunde Berching, VdK Berching, Tourismusgemeinschaft. Fremdenverkehrsverein, Sozialpsychiatrischer Dienst, Altmühl-Jura, Realschule Berching, Bolivienhilfe, Landfrauen, Hechtonia, Wanderfreunde Töging, Wasserwacht, Sointnerfeld, Gästeführer, OGV, Werbegemeinschaft, Kaninchenzuchtverein Erasbach, BRK Berching, FF Berching, TSV Berching, Gesundsküche.

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