MyMz
Anzeige

Engagement

Berchings Stadtrat Josef Mayer hört auf

Der SPD-Politiker gibt sein Mandat ab. Nachfolger Günter Mirwald wird in der nächsten Sitzung am 3. Mai vereidigt.
Von Alexandra Nurtsch

Josef Mayer scheidet aus dem Stadtrat aus. Foto: Martina Gentele-Höllerl
Josef Mayer scheidet aus dem Stadtrat aus. Foto: Martina Gentele-Höllerl

Berching.Im Berchinger Stadtrat geht eine Ära zu Ende: Josef Mayer scheidet zum nächstmöglichen Zeitpunkt aus dem Gremium aus. Der SPD-Politiker wollte sich auf MZ-Nachfrage dazu nicht äußern. Die Bestätigung kommt aus dem Rathaus: Dort habe Mayer angemeldet, dass er sein Amt niederlegen werde, sagt Geschäftsleiter Reinhard Buchberger. Mayer habe dafür keinen Grund angegeben.

In seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 3. Mai, wird der Stadtrat nun den Rücktritt Mayers feststellen und über seinen Nachfolger beschließen. Das wird Günter Mirwald aus Sollngriesbach sein, der bei der Sitzung auch gleich vereidigt werden wird. Mirwald übernimmt Mayers Sitze im Hauptausschuss und im Rechnungsprüfungsausschuss. Bürgermeister Ludwig Eisenreich hat am Freitag von Mayers Entschluss erfahren, sein Mandat niederzulegen. „Josef Mayer ist kein einfacher Diskussionspartner gewesen, aber ich habe ihn immer respektiert“, sagt Eisenreich, der sich beim SPD-Politiker für seinen Einsatz und die Zeit bedankt, die er für das Ehrenamt geopfert habe.

Für viele seiner Kollegen kommt der Rückzug des dienstältesten Stadtrats nicht überraschend. „Er hat es schon bei der letzten Kommunalwahl angekündigt“, sagt der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Gerhard Binder. Er habe es gut gefunden, dass Mayer in Sitzungen oft im Detail nachgebohrt habe. Auch die fraktionsübergreifenden Treffen zur Vorbereitung auf die Stadtratssitzungen von SPD, Demokratisches Forum und den Freien Wählern seien sehr zielführend gewesen.

Josef Neumeyer respektiert mit Bedauern die Entscheidung Mayers. „Er ist ein sehr erfahrener Kommunalpolitiker.“ Nur wenig Stadträte, die er kenne, zeigten so ein Engagement. Neumeyer hofft, dass Mayer dem Gremium weiter beratend zur Verfügung stehen wird. Auch Maria Meil und Werner Storck bedauern den Rücktritt eines „sehr geschätzten Kollegen“. „Er ist ein äußerst erfahrener Kommunalpolitiker, der sich immer intensiv und kritisch mit den Themen auseinandergesetzt hat und für den das Wohl der Gemeinde und der Menschen stets im Vordergrund stand“, sagt Maria Meil. Sie hätten Verständnis für Mayers Schritt und wünschten ihm alles Gute.

Erna Fitz erfuhr von der MZ von Mayers Rücktritt. „Er hat es zwar nach der letzten Kommunalwahl angekündigt, aber es überrascht mich doch, dass er es wirklich macht.“ Josef Mayer sei der Stadtrat mit dem meisten Wissen gewesen. Doch hätte sie sich gewünscht, dass er es besser zum Wohl der Kommune eingesetzt hätte. „Opposition ist gut, aber im richtigen Maße.“

Trotz politischer Differenzen hat Andreas Höffler ein gutes persönliches Verhältnis zu Josef Mayer. „Man muss ihm Respekt zollen. Er war 40 Jahre im Stadtrat“, sagt der CSU-Fraktionsvorsitzende im MZ-Gespräch. Mayer sei ein streitbarer Kollege gewesen. „Er hat einem ganz schön zusetzen können“, sagt Höffler, denn Mayer sei für seine Meinung stark eingetreten. Er habe an dem SPD-Politiker geschätzt, dass er immer mit offenen Karten gespielt habe und zu seinem Wort gestanden sei. Mayers Nachfolger wünsche er viel Glück und Erfolg.

Weitere Nachrichten aus Neumarkt und der Region lesen Sie hier.

Gut zu Wissen

  • Kreistag:

    Seit vielen Jahren ist Josef Mayer Mitglied des Neumarkter Kreistags. Offensichtlich will er dieses Ehrenamt weiterführen, denn im Landratsamt ist nichts Gegenteiliges bekannt, sagte Pressesprecher Michael Gottschalk auf Nachfrage.

  • Stadtrat:

    Das Berchinger Gremium wird sich bei seiner Sitzung am 3. Mai auch mit dem Kindergarten Plankstetten beschäftigen. Beginn ist um 19 Uhr.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht