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Soziales

Berg plant 50 Plätze für Tagespflege

Tags in der Pflegeeinrichtung, nachts zuhause: So könnte die Betreuung bald aussehen. Der Pflegebedarf wird wachsen.
Hans Stepper

In Berg sollen 50 Plätze für Tagespflege entstehen. Symbolfoto: Markus Scholz/dpa
In Berg sollen 50 Plätze für Tagespflege entstehen. Symbolfoto: Markus Scholz/dpa

Berg.Bürgermeister Helmut Himmler hat vor, die soziale Infrastruktur auszuweiten. Dies sei bereits in Vorbereitung teilt er mit. Konkret soll ein Angebot mit rund 50 Plätzen der Tagespflege etabliert werden. Er zeigte sich erstaunt, über die Pflegeleistung, die in den Familien erbracht wird. Oftmals könne aber wegen der Schwere des Pflegegrades oder der fordernden Berufstätigkeit die Pflegeleistung nur in entsprechenden Einrichtungen erbracht werden – in Senioren- bzw. Pflegeheimen.

„Zum Glück haben wir in der Altgemeinde Hausheim den Doktorshof als verlässlichen Ort der Pflege sowie den Pflegedienst ‚aha‘ in Berg. Und im nächsten Jahr entstehen im neuen AWO-Heim an der Schulstraße, auf dem früheren Festplatz, weitere 80 stationäre Plätze“. Somit könnten alle pflegebedürftigen Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Gemeinde einen heimatnahen Platz finden.

Tages- und Kurzzeitpflege

Die Angebote Tages- und Kurzzeitpflege bedeuten teilstationäre Betreuung, also zeitlich begrenzten Aufenthalt in einer Pflegeeinrichtung. Die Senioren behalten also ihre Wohnung als Ort der vertrauten Heimat im engeren Sinne. Die Kurzzeitpflege nimmt pflegebedürftige Menschen für einen befristeten Zeitraum auf, um die häusliche Pflege zu entlasten (Krankheit, Urlaub, berufliche Situation). Die Tagespflege, bei der neue Angebote in Berg in Vorbereitung sind, sei ebenfalls ein teilstationäres Angebot der Betreuung für ältere Menschen. Diese benötigen in ihrem Alltag Hilfe und Pflege, wohnen aber weiter zu Hause. Die Tagespflege ergänze also die Versorgung durch Angehörige und ambulante Dienste. Eine Tagespflege könne man, so Himmler, täglich oder auch nur an einzelnen Wochentagen besuchen.

Kreative Aktivitäten

Die dort angebotenen geselligen und kreativen Aktivitäten, die Mahlzeiten sowie die pflegerischen Leistungen würden neue Kontakte ermöglichen und unterstützen ein aktiveres Leben. Die Tagespflegeeinrichtungen holen in der Regel ihre Gäste von zu Hause ab und bringen sie auch wieder heim. Der Pflegebedarf wird in den kommenden Jahren auch in der Schwarzachtal-Gemeinde Berg mit ihren 8000 Einwohnern rapide wachsen. Himmler: „Wir wollen es unseren Seniorinnen und Senioren ermöglichen, am Tag in einer Pflegeeinrichtung zu sein und den Abend und die Nacht aber in der eigenen Wohnung zu verbringen – also weitgehend ‚Herr seiner Dinge‘ zu bleiben“. Mit dem Pflegedienst „aha“ und der Arbeiterwohlfahrt-Nürnberger Land (AWO) haben man zwei starke, kompetente Partner für diese neuen, sehr wichtigen Angebote.

Ein Ort der Generationen

Selbstverständlich seien unsere Kinder der wichtigste Teil unserer Gemeindebevölkerung, so Himmler. Eltern, Großeltern, Kindergarten, Schule und Gemeinde würden das ihnen Möglich tun, damit die Kleinen eine schöne Kindheit und eine gute individuelle Zukunft haben. „Es ist aber auch eine wichtige und große Herausforderung, unseren gehandicapten alten und pflegebedürftigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein möglichst angenehmes, würdiges Leben zu ermöglichen“. In Entsprechung dieser Zielsetzung würden die neuen Angebote der Tagespflege ein gutes, zufriedenes Leben ermöglichen. Der Bereich der Schulstraße in Berg könne daher ein „Ort der Generationen“ werden mit den Nutzungen Schule/Ganztagsbetreuung, Kinderkrippe, AWO-Pflegeheim, Tagespflege, Sport- und Freizeit. (npp)

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