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Region Neumarkt
Donnerstag, 19. Juli 2018 28° 2

Wasserversorgung

Berg treibt Wassernotverbund voran

Um dem höheren Bedarf und etwaigen Engpässen vorzubauen, holt sich die Gemeinde Hilfe von den Stadtwerken Neumarkt
Von Hans Stepper

Um in Sachen Trinkwasser gerüstet zu sein, will die Gemeinde Berg mit den Stadtwerken Neumarkt einen Notverbund eingehen. Foto: Lukas Schulze/dpa
Um in Sachen Trinkwasser gerüstet zu sein, will die Gemeinde Berg mit den Stadtwerken Neumarkt einen Notverbund eingehen. Foto: Lukas Schulze/dpa

Berg.Bei der 50. öffentlichen Gemeinderatssitzung am Donnerstag ging es auch um die Vorstellung der Entwurfsplanung über einen Verbund mit den Stadtwerken Neumarkt bei der öffentlichen Wasserversorgung im Bereich Loderbach und die Vergabe der Bauleistungen für die maschinentechnische Ausrüstung und der elektronischen Arbeiten. Ingenieur Bernhard Birgmeier, Leiter des gemeindlichen Bauamtes, informierte die Gemeinderäte über den Ausbau des Notverbundes bei Loderbach zur regulären Einspeisung von Trinkwasser von den Stadtwerken Neumarkt. Die Einspeisemenge soll nun von zwei auf 4,5 Liter pro Sekunde ausgebaut werden.

Warum eine solche Einspeise-Erhöhung über den Notverbund zustande kommen müsse, begründete Birgmeier folgendermaßen: Der Notverbund diene als Ausgleich der sehr unterschiedlichen monatlichen Wasser-Schüttungs-Mengen an der Quelle bei Kadenzhofen von 2,7 bis 5,5 Liter pro Sekunde. In der Regel weise die Quelle dort in den abnahmereichen Sommermonaten die geringste Ergiebigkeit auf. Ein weiterer Punkt für die Erhöhung der Einspeisemengen aus Neumarkt seien die zukünftigen Abnahmemengen durch das geplante Baugebiet bei Richtheim. Zudem soll die Versorgungssicherheit für die Bevölkerung erhöht werden.

Schachtbauhaus bleibt erhalten

Wie Birgmeier weiter ausführte, könne das bestehende Schachtbauhaus in seiner Bausubstanz und den Abmessungen in allen Teilen beibehalten werden und bedürfe daher keinerlei baulicher Veränderungen. Lediglich eine Abänderung der Leitungsinstallation im Bauwerk und die fernwirktechnische Anbindung des Übergabeschachtes an die Leitsysteme der Stadtwerke Neumarkt und der Wasserversorgung der Gemeinde Berg seien erforderlich. Hierzu müsse ein separater Stromanschluss installiert werden.

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Weitere Themen des Gemeinderates

  • Straßenbau:

    Das größte Straßenprojekt der Gemeinde ist der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße von der Staatsstraße 2240, vorbei am Gnadenberger Friedhof, in Richtung Klostermühle und von dort zur Staatsstraße. Sie weist große Schäden auf. Der Neubau der 659 Meter langen Strecke mit einer Fahrbahnbreite von 3,50 Metern kostet 618 342 Euro. Den Zuschlag erteilte der Gemeinderat der Firma Hess Tiefbau Hemau.

  • Ausschreibung:

    Eine beschränkte Ausschreibung läuft derzeit auch für die Erstellung eines Schwimmpontons, der Sommerstockbahn und einer Boccia-Bahn am Ludwigskanal bei der Röthbrücke in Berg. Der Gemeinderat fasste einen Ermächtigungsbeschluss für die Verwaltung, die nach Einsendung der Angebote der fünf angeschriebenen Firmen die Entscheidung für den Zuschlag selber vergeben kann. (npp)

Die Kosten für den Umbau des Notverbundes Loderbach zum regulären Wasser-Abgabeschacht im Bereich der Wasserversorgung Berg-Loderbach betragen für die Bereiche Installationsarbeiten, Elektro- und Fernwirktechnik, Außenanlagen und Stromanschluss geschätzte Kosten von 64000 Euro. Die Submission sei hierfür in den letzten Tagen erfolgt. Die Vergabe der Installationsarbeiten ging an die Firma Lippold GmbH in Weißenberg vom Angebotspreis von 16600 Euro. Die anfallenden elektronischen Anlagen wird die Firma RGW aus Schwabach zum Preis von 39365 Euro durchführen.

Neuer Gehweg in Sindlbach

Die Gemeinderäte gaben grünes Licht für die Aufstellung eines Bebauungsplanes mit integriertem Grünordnungsplan „Unterölsbach – Ludwigskanalstraße – Erweiterung“ und stimmten auch der Änderung des Flächennutzungsplanes mit integriertem Landschaftsplan zu. Der Gemeinderat hat bei einer früheren Sitzung einer Verlängerung des Gehweges in der Bischberger Straße in Sindlbach zugestimmt. Der Gehweg soll nun auf der rechten Seite ab der Höllbühlstraße in Richtung Bischberg auf einem Teilstück gebaut werden. Dann wechselt er auf die linke Straßenseite und wird bis zur Bebauung bei der Waldstraße in Pflasterbauweise erstellt. Die Kostenschätzung belief sich auf 46000 Euro. Bei der Submission machte die Firma Mickan Neumarkt das günstigste Angebot mit 41224 Euro. 90 Prozent müssen die Anlieger bezahlen, zehn Prozent finanziert die Kommune. Der Gehweg soll heuer erstellt werden.

Dem Gemeinderat wurde auch die Jahresrechnung 2017 vorgelegt. Der Gesamthaushalt betrug 2017 29,025 Million Euro. Der Überschuss betrug 9,794 Millionen Euro.

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