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Politik

Berger Bürger fordern Unterführung

Die Forderung von Bergern sorgte im Gemeinderat für eine lebhafte Diskussion und einen verärgerten Bürgermeister.
von HANS STEPPER

Bürger fordern im Zuge der Baumaßnahme bei der Kreuzung in Richtheim, die einem Kreisverkehr weichen soll, eine Unterführung.  Foto: HANS STEPPER
Bürger fordern im Zuge der Baumaßnahme bei der Kreuzung in Richtheim, die einem Kreisverkehr weichen soll, eine Unterführung. Foto: HANS STEPPER

Berg.Recht lebhaft ging es bei der Gemeinderatssitzung in Berg zu. Gab es in den zurückliegenden Sitzungen bei der turnusgemäß auf Punkt eins der Tagesordnung angesetzten „Bürgerfragestunde“ keine Anregungen und Vorschläge, so war dies am Freitagabend anders.

Thomas Frauenknecht aus Loderbach, der seit September 2019 auch Rektor der Berger Schwarzachtal-Schule ist, hatte bei seinem Anliegen, das Bürgerinnen und Bürger aus Loderbach und Richtheim unterstützen, zur Verstärkung auch Dino Pelzl und Jürgen Weber mitgebracht. „Für die Sicherheit unserer Kinder und auch der Erwachsenen, die als Fußgänger und Radfahrer unterwegs sind, wollen wir beim geplanten Kreisverkehr eine Unterführung durch die Staatsstraße 2240 in Richtheim“. Mit diesem Satz regte Frauenknecht eine Diskussion unter den Räten an.

Bürgermeister hält dagegen

Bürgermeister Helmut Himmler war erstaunt darüber, dass nun solche Forderungen von Bürgern kommen, obwohl seit Oktober letzten Jahres ein rechtskräftiger Bebauungsplan der Kommune vorliegt mit entsprechenden Straßenbaumaßnahmen an der jetzigen Richtheimer Kreuzung. „Im Bebauungsplan-Verfahren des zurückliegenden Jahres wurden Behörden und öffentliche Einrichtungen gehört. Damals wäre die Gelegenheit gewesen, sich auch als betroffene Bürger zu rühren und Einwände anzumelden“. Nach Aussage von Himmler müssten alle Vorgänge in der Angelegenheit „Baugebiet Richtheim-Straßfeld“ und die vom Straßenbauamt Regensburg abgesegneten Straßenbaumaßnahmen gestoppt werden. Zudem müsste die Kommune in ein neues Bebauungsplanverfahren gehen, was den geplanten zeitlichen Ablauf zurückwerfen würde. Auch die „Häuslebauer“ müssten sich dann noch länger gedulden.

Nicht ganz so ohne war die Anregung von Frauenknecht für einige Gemeinderäte. Hans Bogner, FWG-Fraktionssprecher sah es sinnvoll, für die Sicherheit von Jung und Alt in diesem Bereich etwas zu tun, nachdem zwischen der Staatsstraße 2240 und dem Ludwigskanal ein neuer Ortsteil mit nahezu 100 Bauplätzen entsteht und durch die geplanten Supermärkte und Betriebe auch mehr Verkehrsaufkommen kommt. Georg Späth von der SPD regte an, wenn möglich, dort eine Ampel zu installieren. „Das Begehren der Bürger in Richtheim ist in Ordnung“, sagte er. Auch Gemeinderäte der CSU und LBG waren der Ansicht, dass nochmals alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden sollten.

Bei den Heimkämpfen der SCO-Ringer ist die vereinseigene Turnhalle, die sanierungsbedürftig ist, brechend voll.  Foto: HANS STEPPER
Bei den Heimkämpfen der SCO-Ringer ist die vereinseigene Turnhalle, die sanierungsbedürftig ist, brechend voll. Foto: HANS STEPPER

Gemeinde-Ingenieur Bernhard Birgmeier trug Passagen aus dem vom Ingenieur-Büro Miller ausgearbeiteten Konzept vor, dass die Zustimmung von den staatlichen Behörden bekam und auch vor Monaten vom Gemeinderat. „Kein Ingenieurbüro kann in wenigen Wochen zaubern und eine neue Konzeption vorlegen“, bemerkte ein verärgerter Bürgermeister. Frauenknecht wies in seinen Ausführungen darauf hin, dass an vielen neuralgischen Punkten im Landkreis Unterführungen durch frequentierte Trassen gebaut wurden. „Warum soll das bei uns nicht gehen?“

Zuschüsse fehlen

Himmler versicherte, dass man seitens der Kommune mit dem zuständigen Straßenbauamt die Planung bei einem Termin nochmals erörtern werde. Mit dem Ausspruch von Frauenknecht, „Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg“, endete die Bürgerstunde.

Einen kurzen Sachstandsbericht gab Himmler anschließend zum geplanten „Haus der Generationen“, dass die Arbeiter-Wohlfahrt in der Schulstraße errichten will und das neben Pflegeplätzen auch eine viergruppige Kinderkrippe beherbergen soll. Etwas ins Stocken geraten ist nun die Zuschuss-Situation, die Himmler „als organisierten Unsinn“ bezeichnete. Gesprochen wurde von zehn Prozent Fördergeldern, die nun beim Bau des großen Baukörpers fehlen. Trotzdem will die AWO das Projekt in die Tat umsetzen. Nachdem es zu wenige Kinderkrippen-Plätze gibt, signalisierte der Gemeinderat „Grünes Licht“ für die von den Behörden geforderte Bedarfsfeststellung für eine solche Kinderkrippe, die 48 Betreuungsplätze aufweisen soll.

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