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Region Neumarkt
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Zukunft

Berngau setzt auf die Jugend

Es wird viel getan: Bei der Kinder- und Jugendarbeit liegt die Gemeinde im Landkreisvergleich auf den vorderen Plätzen.
Von Heike Regnet

Der Jugendtreff in Berngau ist ein beliebter Treffpunkt. Archivfoto: Schrafl
Der Jugendtreff in Berngau ist ein beliebter Treffpunkt. Archivfoto: Schrafl

Berngau.Die Jugendarbeit stand bei der Sitzung des Gemeinderats am Mittwoch im Fokus. So stellte Bürgermeister Wolfgang Wild mit Blick auf die Fortschreibung der Jugendhilfeplanung im Landkreis fest: „Wir erfüllen die abgefragten Kriterien in Gänze.“ Ein weiteres Thema war das AOM-Förderprogramm.

Ausgezeichnete Jugendarbeit

Gut umgesetzt werde in Berngau die Jugendarbeit, betonte Wild. Durch das bestehende Generationennetzwerk sei vieles auf den Weg gebracht worden. Der lokale Kinder- und Jugendplan gebe die Richtung vor. So würden nicht nur entsprechende Räume für Jugendtreffs zur Verfügung stehen: Auch für kompetente Ansprechpartner sei gesorgt. Wichtiger Operationspartner für die Gemeinde Berngau sei der Kreisjugendring. Viele Angebote biete alljährlich das Ferienprogramm. Gut aufgestellt sei Berngau zudem bei den Spiel- und Bolzplätzen, so Wild weiter. Im abgelaufenen Jahr seien für das Ferienprogramm 1500 Euro im Haushaltsplan bereitgestellt worden, 23 000 Euro für das Generationennetzwerk und 4500 Euro für Sachkosten.

Zum 1. Januar 2017 zählte man in der Gemeinde 120 Jugendliche zwischen zehn und 14 Jahren, 62 zwischen 14 und 16 Jahren, 145 zwischen elf und 16 Jahren, 84 zwischen 16 bis 18 Jahren, 109 zwischen 18 und 21 Jahren sowie 212 zwischen 21 und 27 Jahren. In den neun Jugendgruppen seien im März vergangenen Jahres 452 Jugendliche aktiv gewesen. Alle relevanten Zahlen der Bestandsaufnahme seien auch auf der Homepage des Landratsamtes nachzulesen, erklärte Wild.

Positives Feedback gab es auch zur Verbandsarbeit. Etwa 80 Prozent der zwölf- bis 16-Jährigen seien in Vereinen aktiv. Dort werde hervorragende Kinder- und Jugendarbeit geleistet. 60 Prozent der Betreuer in den Vereinen seien jünger als 30 Jahre. Für die Vereinsangebote habe es bei einer Befragung die Durchschnittsnote 1,74 gegeben – und damit Platz eins im Landkreisvergleich. Bei der Familienfreundlichkeit habe es die Note 2,29 gegeben – das sei Platz vier.

Gut angenommen werde von der Bevölkerung das seit 1. Januar 2017 laufende AOM-Förderprogramm, informierte Wild zum nächsten Punkt. Ziel sei es, vor Ort Lösungsansätze bei Klimaschutz und Energieeffizienz zu finden. Förderungen gebe es unter anderem für energieeffiziente Gebäudesanierungen. Dies beginne bei der Energieberatung, die mit 200 Euro bezuschusst werde. Finanziell unterstützt würden auch Thermografieaufnahmen, Heizungspumpentausch, Hydraulischer Abgleich, Solarthermie-Anlagen, Elektrofahrzeuge, Heizungserneuerung und Hausgerätetausch.

69 Anträge seien im vergangenen Jahr gestellt worden, 59 davon genehmigt, sechs abgelehnt und vier seien noch in Bearbeitung. 5840 Euro habe die Gemeinde bislang ausgezahlt. Spitzenreiter sei der Hausgerätetausch mit 48 genehmigten Anträgen. Hier betrage die Förderung maximal 50 Euro pro Gerät. Das Programm laufe zunächst bis Jahresende. Im laufenden Jahr seien schon 19 Anträge eingegangen.

Leitung soll aufgerüstet werden

Bekannt gegeben wurden anstehende Termine. So sei am 31. Januar um 19 Uhr ein Infoabend zur geplanten Innenklasse mit der Lebenshilfe in der Schule Berngau, am 16. Februar ein großer Ehrenabend für die Feuerwehren. Wild informierte zudem, dass die Firma Tennet plane, die 220 kV-Leitung auf 380 kV zu erhöhen. Dazu sei im Sommer ein Informationsabend geplant. Zur letzten Sitzung gab Wild bekannt, dass eine DSL-Bitratenanalyse, Voraussetzung für den Infrastrukturmasterplan der Gemeinde, in Auftrag gegeben worden sei. Die Kosten von 50 000 Euro würden zu 100 Prozent gefördert. Den Zuschlag habe die Zeltner Breitbandberatung erhalten.

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  • Gemeinderat:

    Nächste Sitzungstermine sind am 21. Februar und am 21. März, Beginn 19 Uhr.

  • Vorträge:

    Am 6. Februar, 18.30 Uhr, ist in der kleinen Jurahalle Neumarkt ein Infoabend des Finanzministeriums zur Vereinsbesteuerung. Am 13. März, 19 Uhr, ist im Kulturspeicher ein Vortrag mit der BIGE (Bayerische Informationsstelle gegen Extremismus).

  • Dubiose Rauchmeldertester:

    Bürgermeister Wolfgang Wild warnte davor, angebliche Tester in die Wohnung zu lassen. Diese seien derzeit im Raum Freystadt unterwegs und würden Wohnungen auskundschaften wollen. (nrt)

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