MyMz
Anzeige

Projekte

Berngauer Räte prüfen Alternativen

Die Erschließung des Baugebiets „Röckersbühl“ könnte ein privater Träger übernehmen. Der Haushalt würde dann nicht belastet.
Von Michael Schrafl

Auswirkung der Corona Krise: Gemeinderäte hielten bei der Sitzung am Mittwoch im Mehrzweckraum der Schule Abstand voneinander. Foto: Michael Schrafl
Auswirkung der Corona Krise: Gemeinderäte hielten bei der Sitzung am Mittwoch im Mehrzweckraum der Schule Abstand voneinander. Foto: Michael Schrafl

BERNGAU.Wegebau in Berngau, Röckersbühl und Tyrolsberg mit einer Gesamtlänge von fünf Kilometern und einem Kostenvolumen von knapp 1,9 Millionen Euro sollte eigentlich im Zuge des Kernwegenetzausbaus umgesetzt werden. Doch bei der jüngsten Sitzung einigten sich die Gemeinderäte darauf, lediglich das Projekt in Tyrolsberg durchzuführen.

Politik

Meier gewinnt die Wahl in Berngau

Der politische Newcomer Thomas Meier wird in Berngau zum Bürgermeister gewählt. Sein Konkurrent ist enttäuscht.

Die 1,45 Kilometer lange Strecke vom Anwesen Kotzbauer in Richtung Pavelsbach wird laut Bürgermeister Wolfgang eine Fahrbahnbreite von 3,50 Metern haben. Dazu kommt noch beiderseits ein befahrbarer Begleitstreifen von 0,75 Metern und ein Straßenbegleitgraben mit 2,50 Metern Breite. Wie es hieß, sei hier kein oder nur in geringem Umfang Grunderwerb nötig. Die Kosten belaufen sich auf 547 000 Euro, der staatliche Zuschuss beläuft sich auf 85 Prozent.

Wie Bürgermeister Wild sagte, werde in Röckersbühl die vom Amt für ländliche Entwicklung favorisierte Wegführung mit Kosten in Höhe von 689 000 Euro kritisch gesehen. Auch beim Projekt am Ahntweg für 637 000 Euro sei beim Grunderwerb mit Widerstand der Anlieger zu rechnen. In beiden Orten soll nun mit den Landwirten geklärt werden, welche Flurwege wie saniert werden sollten.

Unterstützung zugesagt

Geschlossen stimmte der Gemeinderat den Anträgen der Jagdgenossenschaften zu, den gemeindlichen Zuschuss für Material für den Flurwegebau von bisher 25 auf künftig 30 Prozent zu erhöhen, die Arbeitsleistungen der Jagdgenossen mit fünf Euro pro Stunde sowie Maschineneinsatz mit zehn Euro pro Stunde zu vergüten. Inwieweit sich die Corana-Krise auch auf die Finanzplanung der Gemeinde auswirken wird, lasse sich nicht sagen, erklärte Bürgermeister Wolfgang Wild beim Tagesordnungspunkt Haushaltsplanung 2020.

Corona-Krise

  • Vorsorge:

    Zum Schutz der Mitarbeiter wurde im Bauhof und in der Verwaltungsgemeinschaft der Schichtbetrieb eingeführt. Gesperrt sind die Kinderspielplätze.

  • Hilfsangebote:

    Das Generationennetzwerk hat die WhatsApp-Gruppe „Berngau hält zusammen!“ gebildet und bietet verschiedene Hilfen an. Bereits 56 Personen haben sich hierfür schon registrieren lassen, hieß es.

In diesem Jahr könne man noch auf knapp 2,6 Millionen Euro Rücklagen zurückgreifen. In den Folgejahren sei mit Blick auf die geplanten Maßnahmen die Finanzlage allerdings problematisch. Bei der Sanierung der Schul-, Birken- und Lindenstraße werde man den Ausbaustandard etwas zurückfahren, liegen doch die Kosten allein für den Straßenbau bei 900 000 Euro, der staatliche Zuschuss hingegen nur bei 13 500 Euro. Was die Sanierung des Lukas-Anwesens für 3,8 Millionen betrifft, kann sich Wild vorstellen, das Projekt über eine Bürger- oder Bauherren-Genossenschaft oder über einen Zweckverband umzusetzen.

Erschließung vergeben

Die Erschließung und Vermarktung des geplanten Baugebietes in Röckersbühl könnte ein Unternehmen als Erschließungsträger übernehmen. Der Vorteil für die Gemeinde: Sie bräuchte die Baumaßnahme nicht vorfinanzieren. Zudem würde die ganze Vorplanungs- und Ausschreibungsarbeit wegfallen. Alle genannten Geschäftsmodelle würden den Gemeindehaushalt nicht belasten, sagte der Bürgermeister. Angegangen werden muss die Sanierung der zwei Quellen für rund 500000 Euro. Ein Teil der Kosten müsse über Verbesserungsbeiträge finanziert werden, hieß es.

Mehr Geschichten aus dem Landkreis Neumarkt lesen Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht