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Kommunalpolitik

Berngaus Freie wittern eine große Chance

Die Liste zur Gemeinderatswahl steht. Als einer der Schwerpunkte werden Gewerbeschauen und neue Gewerbegebiete angepeilt.
Von Lothar Röhrl

Bürgermeisterkandidat Günter Müller (sitzend inmitten der Kandidatinnen) führte die Gemeinderatsliste der Berngauer Freien an. Foto: Lothar Röhrl
Bürgermeisterkandidat Günter Müller (sitzend inmitten der Kandidatinnen) führte die Gemeinderatsliste der Berngauer Freien an. Foto: Lothar Röhrl

Berngau.Sechs Gemeinderäte von der CSU sowie der Bürgerliste beziehungsweise der CSU-Bürgermeister hören auf: Angesichts dieser Ausgangssituation bei der Kommunalwahl am 15. März geben sich die Freien Wähler Berngaus entschlossen, neben einem Erfolg bei der Bürgermeisterwahl auch den Anteil von drei Sitzen im Gemeinderat zu erhöhen. Das soll dank ihrer Ziele erfolgen. Obwohl noch kein Wahlprogramm feststeht, sind am Sonntag bei der Nominierung der Gemeinderatsliste der Freien deren Schwerpunkte deutlich geworden.

Gerade im Bereich Gewerbe wollen die Freien einiges aufholen, von dem sie behaupten, dass es versäumt worden sei. Noch deutlicher als Ortsvorsitzender Günter Müller, der als Bürgermeisterkandidat schon festgestanden war, wurde Kandidat Hans-Werner Haubner.

Der Malermeister baute seine Vorstellung als Kandidat auf dem Listenplatz zehn zu einer grundsätzlichen Feststellung aus. Seiner Meinung nach habe Berngau sehr gute Handwerker. Deren Problem sei nur, dass sie keiner kenne. Das würde auf einer Gewerbeschau, wie sie die kleineren Gemeinden Pilsach und Sengenthal auf die Beine stellen würden, geändert. In die Schauen dieser Orte, die weniger Einwohner als Berngau hätten, kamen 4000 bis 6000 Besucher.

Haubner glaubt an Schau-Erfolg

Dass so etwas auch in Berngau möglich ist, zeige Haubner die von ihm auf seinem Betriebsgelände am Keltenring angebotene Schau. Hierzu habe er beim letzten Mal rund 1000 Gäste begrüßen können. Auf ähnliche Resonanz hoffe er bei seiner nächsten Schau. Diese fällt übrigens mit dem Wahltermin 15. März zusammen. Für die von den Freien angepeilte, erste Gewerbeschau sei er aufgrund des Potenzials der vorhandenen Handwerker und Betriebe sicher, dass diese „geilste Gewerbeschau ever“ werden würde.

Hans-Werner Haubner berichtete zudem davon, dass es Berngau bisher wegen seiner Betonung auf soziale Themen versäumt habe, namhafte Betriebe wie Blitzschutz Pröpster, Dehn oder Petry zu bekommen. Deren Vertreter hätten ihm gegenüber abgewunken, weil es hier keine Gewerbeflächen gebe. Haubner würde eine Ausweisung „auf Kosten der Ackerflächen“ hinnehmen. Die Ausgaben für die Erschließung würden sich nach drei Jahren dank der Gewerbesteuer-Einnahmen rentieren. Mühlhausen und Deining hätten das vorgemacht.

„Nachlässigkeiten aufzeigen“

Weit knapper als Haubner äußerten sich die anderen Kandidaten. Ähnlich wie Haubner riefen die bisher im Gemeinderat sitzenden Sebastian Schrafl und Johann Barth ihre Gruppe dazu auf, den Bürgern zu zeigen, was die Gemeinde alles in den vergangenen Jahren an Möglichkeiten der Entwicklung nicht genutzt habe.

Listenführer Günter Müller führte mit Hochwasserschutz sowie Energieversorgung weitere Bereiche auf. In diesen wollten die Freien Nachlässigkeiten des bisherigen Bürgermeisters und der bisher gebildeten Mehrheit im Gemeinderat dank des Potenzials Berngaus beseitigen. An der Wahl der Liste nahmen 22 Personen teil.

Freie: Die Kandidaten

  • 1-10:

    Günter Müller, Marion Behrends, Sebastian Schrafl, Johann Barth, Harald Meier, Matthias Braun, Susanne Krauß, Claudia Eichler, Uwe Summerer, Hans-Werner Haubner.

  • 11-14:

    Karl-Joseph Goral, Michael Ochsenkühn jun., Reinhard Schmid, Martina Schmid.

  • Ersatzdelegierte:

    Angela Scherer und Josef Meier. (lr)

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