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Nachruf

Bernhard Fuchs ist gestorben

Der bekannte und sehr erfolgreiche Maler aus dem Landkreis Neumarkt erlag in der Nacht zum Mittwoch einer kurzen schweren Krankheit.
Von Eva Gaupp

Galerist Thomas Herrmann (rechts) hat den Künstler Bernhard Maria Fuchs 20 Jahre lang begleitet. In der Nacht zu Mittwoch ist Fuchs gestorben. Foto: MZ-Archiv

Neumarkt.Einen wie ihn wird man nicht vergessen. Denn Bernhard Maria Fuchs hat nicht einfach nur Bilder gemalt. Er hat ihnen eine Seele verliehen. Die Energie und die Emotionen, die er beim Malen investiert hat, konnte der Betrachter spüren. Gestern ist der Ausnahme-Künstler nach kurzer schwerer Krankheit gestorben.

Einer, der ihn sehr gut gekannt hat, ist Thomas Herrmann. Der Neumarkter Galerist hatte Fuchs seit mehr als zwanzig Jahren künstlerisch begleitet. Aber die beiden Männer hat auch persönlich viel verbunden, sind sie doch schon gemeinsam zur Schule gegangen.

„Er war ein Ausnahmetalent“, sagt Herrmann. Fuchs sei es gelungen, seine eigenen Emotionen und Eindrücke auf die Leinwand zu bringen, so dass die Bilder mit allen Sinnen erfassbar seien. „Die Kunstszene verliert mit ihm einen Vorzeigekünstler.“

Die beiden hatten 2012 eine ganz besondere Ausstellung initiiert: „Füchse aus 20 Jahren“ hieß sie und zeigte das vielseitige Werk des 54-Jährigen. Denn es spiegelt die Eindrücke wieder, die der gebürtige Regensburger auf Reisen unter anderem nach Marokko, Neuseeland, Australien, Indonesien und Hawaii gesammelt hatte.

Und auch seine Bilder kennen nicht nur Kunstinteressierte in der Region: Bernhard Maria Fuchs stellte in namhaften Galerien in Sachsen, Rheinland-Pfalz, und Baden-Württemberg aus, außerdem in Frankreich und Brasilien. Tausende seien zu seinen Ausstellungen in China gekommen, weiß Kunsthändler Thomas Herrmann. Im Jahr 2007 hatte ihn die Stadt Neumarkt mit dem Kulturpreis geehrt.

Und noch etwas ist Herrmann wichtig: „Seine Kunst ist auch politisch“. Bernhard Maria Fuchs habe noch viele Pläne gehabt – unter anderem habe der Künstler in seiner Sprache der Farben gegen die Zersiedelung der Landschaft und die Zerstörung der Natur gekämpft. Ein neuer Zyklus trage deshalb den Titel „Meine Heimat und ihre Feinde“. Und mit dem Tod von Fuchs verliere auch diese Bewegung einen kraftvollen und engagierten Mitstreiter.

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