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Beste Seminararbeiten des OG

Diese Arbeiten der Schülerinnen und Schüler vom Ostendorfer Gymnasium wurden mit jeweils 15 Punkten bewertet.

Sieben Schüler des OG in Neumarkt haben die Bestnote für ihre Seminararbeit bekommen. Foto: Röhrl
Sieben Schüler des OG in Neumarkt haben die Bestnote für ihre Seminararbeit bekommen. Foto: Röhrl

Neumarkt.Sieben Schüler des Ostendorfer Gymnasiums in Neumarkt haben die Bestnote für ihre Seminararbeit erreicht. Hier stellen sie ihre Themen vor.

Sebastian Geitner: Ein Schema von der Theorie in die Praxis umsetzen

Sebastian Geitner Foto: Tim Söllner
Sebastian Geitner Foto: Tim Söllner

Sebastian Geitnri schrieb im Fach Physik über die „Planung und Bau eines mechanischen Speicherelements“. Er sagt dazu: „Im Rahmen meiner Seminararbeit sollte eine Art Festplatte entworfen und gebaut werden, natürlich in einem wesentlich kleineren Rahmen. Dabei habe ich versucht, dies nur mit einfachen Schaltkreisen zu bewerkstelligen. Das gebaute Produkt ist voll funktionsfähig, dennoch war es erstaunlich, wie viele Probleme beim Bau auftraten, obwohl vorher ein detaillierter Plan angefertigt worden war. Insgesamt hat sich das Projekt jedoch gelohnt, da ich auch sehen konnte, wie aufwendig es wirklich ist, ein Schema von der Theorie in die Praxis umzusetzen.“

Marie Helgerth: Das Druidenbild ist nicht die Wirklichkeit

Marie Helgerth Foto: Birgit Helgerth
Marie Helgerth Foto: Birgit Helgerth

Im Fach Geschichte ging es bei Marie Helgerth um „Die Druiden: Mythos und Wirklichkeit“. Dazu merkt sie an: „In meiner Seminararbeit habe ich mich mit populären Mythen über die Druiden und deren Entwicklung in verschiedenen Epochen auseinandergesetzt. Dabei habe ich beispielsweise den mittelalterlichen Mythos des Druiden als Zauberer in dunklen Hainen aufgegriffen und anschließend der historischen Wirklichkeit gegenübergestellt. Eigentlich nahmen die Druiden nämlich unter anderem die Rolle von Gelehrten und Medizinern in der keltischen Gesellschaft ein. Insgesamt kam ich zu dem Ergebnis, dass das klischeehafte Druidenbild aus Büchern und Comics sich über die Epochen hinweg entwickelt hat und nicht der historischen Wirklichkeit entspricht. Vielmehr waren die Druiden sehr gebildet und übten zahlreiche gesellschaftliche Aufgaben aus.“

Bildung

Neumarkts Schüler sind wieder zurück

In den Abschlussklassen freuen sich die Meisten über den Schulbeginn. Doch es gibt auch Schüler, die Kritik üben.

Laura Ziervogel: Die Krebs-Therapie hat sich entwickelt

Laura Ziervogel Foto: Christian Ziervogel
Laura Ziervogel Foto: Christian Ziervogel

Im Fach Biologie schrieb Laura Ziervogel über „Von barbarischen Heilungsversuchen zum individuellen Behandlungsplan – Die Geschichte der Krebstherapie“. Dazu stellt sie fest: „In meiner Seminararbeit untersuchte ich die verschiedenen Behandlungsmethoden von Krebs und schildere deren Entwicklung. Der aktuelle Stand der Krebsmedizin ist zwar im Groben vielen bekannt, doch mich hat es interessiert, wie sich die Therapiemöglichkeiten Schritt für Schritt von wirklich absurden Ideen bis heute entwickelten. Besonders beeindruckte mich die Vielzahl an Behandlungsmethoden und die Möglichkeit, heutzutage eine Krebstherapie gezielt auf den einzelnen Patienten abzustimmen.“

Lisa Pürzer: Die Iren sind kulturell wahre Kelten

Lisa Pürzer Foto: Foto Hailer
Lisa Pürzer Foto: Foto Hailer

„Die Iren – Wahre Kelten“ war das Thema von Lisa Pürzer im Fach Geschichte. Sie merkt an: „Während meiner Themenrecherche habe ich verschiedene Theorien gefunden, die aufzeigen sollten, dass die Iren nicht keltisch sind. Daraus ergaben sich diverse interessante Fragestellungen: Ist die irische Kultur keltisch? Kann ‚keltisch‘ als Synonym für ‚irisch‘ verwendet werden? Warum wird Irland mit dem Keltentum assoziiert und nicht mit einer anderen Kultur? Warum konnte sich die keltische Kultur, welche eine der ersten auf der Insel war, so lange halten? Gibt es noch andere Einflüsse oder Völker, die die irische Kultur geprägt haben? Für mich sind die Iren wahre Kelten, da die irische Kultur maßgeblich von der keltischen geprägt wurde.“

Tim Söllner: Darum lieben wir gute Horrorbücher

Tim Söllner Foto: Sebatian Geitner
Tim Söllner Foto: Sebatian Geitner

Im Fach Deutsch beschäftigte sich Tim Söllner mit „Psychologie und Wirkungsweise des Horrors – das menschliche Verlangen nach fiktionalem Schrecken“. Dazu schreibt er: „Mich interessierte die Frage, warum und seit wann fiktionaler Horror existiert, welche Prozesse er in uns auslöst und warum wir es so lieben, ein gutes Horrorbuch zu verschlingen. Ich kam zu dem Ergebnis, dass fiktionaler Horror in einer Urform bereits 1000 Jahre vor Christus seinen Ursprung hat und er die Menschen seit jeher fasziniert. Denn die Fiktion löst in uns reale Angst aus, die wir durch die darauffolgende Entspannung und Erleichterung jedoch als positiv empfinden. Interessant ist ebenfalls, dass wir fiktionalen Horror konsumieren, obwohl wir täglich mit realem Horror, zum Beispiel in Form von Unfällen oder sogar Terroranschlägen, konfrontiert werden. Dies liegt daran, dass Horrorbücher eine ungefährliche Alternative zum realen Horror darstellen, weshalb wir uns sicher fühlen und in der Lage sind, das Lesen genießen zu können.“

Ida Logé: nicht jeder Kanibale ist ein Menschenfeind

Ida Logé Foto: Petra Logé
Ida Logé Foto: Petra Logé

„Kannibalismus in unterschiedlichen literarischen Werken“ war das Thema von Ida Logé in Deutsch. Abschließend fasst sie zusammen: „Auf die Idee, den Kannibalismus als Leitthema meiner Arbeit zu wählen, hat mich Stephen Kings ,Friedhof der Kuscheltiere’ gebracht. Darin wird der Mythos des Wendigo aufgegriffen, welcher ein menschenfressendes Wesen aus der indianischen Mythologie verkörpert. Daraufhin habe ich Romane untersucht, in denen es in unterschiedlicher Weise um Kannibalismus geht. Mein Schwerpunkt lag auf der Frage, warum die Menschen zu Kannibalen werden. Es hat sich herausgestellt, dass das Motiv ,Inseldasein’ in allen Werken eine wesentliche Rolle spielt, d.h. alle Kannibalen führen ein isoliertes Dasein. Überraschend war, dass nicht jeder Kannibale in der Literatur automatisch ein Menschenfeind ist.“

Lea Lang: Eine wichtige Botschaft an die Politik

Im Fach Geographie schreibt Lea Lag über die „Verbreiter von Angst und Schrecken – Der Golfstrom und seine Beeinflussung durch den Klimawandel“. Dazu merkt sie an: „In meiner Arbeit ging ich der Frage auf den Grund, wie der Klimawandel und die bereits festzustellenden Veränderungen der Golfstromzirkulation tatsächlich miteinander in Wechselwirkung stehen und inwieweit der Katastrophenfilm „The Day After Tomorrow“ baldige Realität werden könnte. Im Verlauf meiner Recherchearbeit führte ich Interviews mit zwei Ozeanographen. Beide bestätigten mir zu meiner Überraschung, dass sie sich selbst schon einmal mit dem Szenario des Films auseinandergesetzt haben und er tatsächlich, im Gegensatz zu anderen Science Fiction Filmen, die physikalischen Abläufe weitgehend exakt darstellt.“

Lea Lang Foto: Lang
Lea Lang Foto: Lang

„In diesem Film“, sagt Lea Lang, „wird auch eine wichtige Botschaft an die Politik vermittelt. Anders als die Politiker in „The Day After Tomorrow“, die auf die Warnungen der Wissenschaftler mit Ignoranz reagieren und keinerlei Handlungsbedarf sehen, sodass die Katastrophe schließlich ungehindert eintritt, sollten unsere Politiker die Augen nicht verschließen, sondern die Gefahr ernst nehmen und noch rechtzeitig handeln, bevor Klimaveränderungen irreversibel sind. Selbst wenn die Folgen unseres Handelns oder Nicht-Handelns erst in ein bis zwei Jahrhunderten merklich eintreten werden, ist es doch unsere Verantwortung jetzt etwas dagegen zu unternehmen und es nicht der nächsten Generation aufzubürden.“

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