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BI gegen Ortsumgehung B299 gegründet

Es ist genug für die Anwohner. Darum haben sie sich zu diesem Schritt entschieden und hoffen auf rege Beteiligung.

Die Pläne des Straßenbauamtes stoßen einigen Anwohnern auf.
Die Pläne des Straßenbauamtes stoßen einigen Anwohnern auf. Foto: Jan Woitas/picture alliance/dpa

Berg.Die Pläne des Straßenbauamtes, die B299 rund um Neumarkt auf drei Spuren auszubauen, hat Staufer Bürger veranlasst, eine Bürgerinitiative (BI) zu gründen, wie sie selbst mitteilen. Auch im betroffenen Ortsteil Woffenbach wurde eine Bürgerinitiative gegründet mit dem Namen: „Genug davon – B299.“

Diese setze sich für einen zeitnahen Planungsstopp der „veralteten Straßenbauplanung“ der B299 sowie für eine „bürgerverträgliche Anpassung der neuen Baupläne“ zur Ortsumfahrung von Neumarkt ein.

Mitmachen

  • Homepage:

    Die Bürgerinitiative hat eine Homepage erstellt: Unter www.genugdavonb299.de können sich interessierte Bürger informieren und der BI anschließen. Hier vermelden die Organisatoren bereits eine wöchentlich steigende Unterstützung.

  • Mail:

    Thomas Ikert ergänzt: „Auf unserer Homepage sammeln wir Unterschriften und Meinungen von Mitbürgern und freuen uns über jede Mithilfe. Eine Mail an GenugdavonB299@web.de ist ebenfalls möglich.“

Die BI plädiert für eine „umweltfreundlichere, verkehrssichere und praktikablere Umbauvariante“. Gefordert wird vor allem, Anwohner in ein neues Planungsvorhaben einzubeziehen. Die Gründungsversammlung wurde online per Video-Konferenz am 8. Juni durchgeführt, nachdem vorab bereits viele Aspekte bearbeitet und besprochen wurden, heißt es.

Zu den Aktionen zählte die Verteilung eines Flyers an alle Haushalte in Woffenbach, um die Mitbürger über den nach Ansicht der BI-Vertreter „flächenverschwendenden Ausbau“ zu informieren. In dieser Gründungsphase erarbeiteten Petra Stiegler, Richard Rupp, Thomas Ikert, Alfons Greiner und Walter Laube Vorschläge für Verkehrslösungen, die den Diskussionsstand der heutigen Zeit berücksichtigen.

Flächenverbrauch oder CO2-Ausstoß

Hierzu gehören unter anderem der Flächenverbrauch, die Klimaproblematik, der ungebremste CO2-Ausstoß und die Umsetzung der 2019 im bayerischen Landtag beschlossenen artenschutzrelevanten Gesetze. Alfons Greiner sagt: „Unserer Meinung nach ist es wichtig, den aktuellen globalen Trend in Bezug auf Ressourcen und Klimaschutz und die daraus resultierenden Zukunftsprognosen in den Straßenbauplänen neu zu berücksichtigen. Diese seien:

  • keine Verschwendung wichtiger Ressourcen
  • verkehrssichere und sinnvolle Ausgestaltung nach modernen Gesichtspunkten
  • praktikable und akzeptable Lösungen für die Anwohner

Thomas Ikert ergänzt: „Wir wollen keinen dreispurigen Ausbau! Der minimale Zeitgewinn steht in keinem Verhältnis zur Verschwendung der Ressourcen; es gilt auch zu bedenken, dass ein dreispuriger Ausbau schon deshalb in Frage gestellt werden muss, da die B299 zu keiner Tages- und Nachtzeit überlastet ist.“

Erhöhung der Geschwindigkeit

„Keine Erhöhung der Geschwindigkeit auf 100 Kilometer pro Stunde!“ – das fordert Petra Stiegler. „Der Lärmpegel sollte so niedrig wie möglich gehalten werden; die Wohnqualität vor Ort ist wichtiger als eine minimale Verkehrsbeschleunigung.“ Richard Rupp erwartet nach eigenen Angaben eine „Natur- und umweltverträgliche Umsetzung. Eine Nachbesserung der Planungen unter diesen Gesichtspunkten sei für eine nachhaltige Stadt, die sich für Klimaschutz einsetzt, unerlässlich.

Verkehr

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Ein weiteres wichtiges Ziel formuliert Walter Laube: „Wir wollen mehr Rücksicht auf Anwohner! Detailfragen zu den einzelnen Stadtteilen müssen mit den Bürgern der Stadtteile besprochen werden, da diese die Probleme bezüglich der Praktikabilität vor Ort sehr gut kennen und mit den gebauten Lösungen über Jahrzehnte leben müssen.“

Auch mit den Parteien im Stadt- und Kreisrat möchte die BI ins Gespräch zu kommen, denn nur mit einem intensiven Meinungs- und Informationsaustausch könne es gelingen, eine zukunftsfähige Lösung zu erstellen.

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