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Mineralwasser

BioKristall-Urteil nicht gerechtfertigt?

Nach der Bewertung durch die Stiftung Warentest ließ das Neumarkter Unternehmen sein Wasser kontrollieren. Die Ergebnisse.

Mineralwasser von Lammsbräu. Das Neumarkter Familienunternehmen hat nun eine eigene Anaylse in die Wege geleitet. Symbolfoto: Daniel Karmann dpa/lby
Mineralwasser von Lammsbräu. Das Neumarkter Familienunternehmen hat nun eine eigene Anaylse in die Wege geleitet. Symbolfoto: Daniel Karmann dpa/lby

Neumarkt.Nach der schlechten Bewertung durch Stiftung Warentest für das BioKristall still hat die Neumarkter Lammsbräu ihr Mineralwasser nach eigenen Angaben bei dem neutralen und akkreditierten Institut Romeis erneut analysieren lassen.

Dabei sei herausgekommen, „dass unser Mineralwasser BioKristall sich unverändert in einem völlig tadellosen Zustand befindet“, schreibt das Neumarkter Unternehmen in einer Stellungnahme. Das Testurteil „mangelhaft“ sei deshalb „nicht gerechtfertigt“.

Radium-Gehalt im Wasser

Der von der Stiftung Warentest ermittelte Radium-Gehalt stimme nicht mit den Ergebnissen der aktuellen Testreihen überein, in keiner Analyse werde der strenge Grenzwert für Bio-Mineralwasser überschritten, unterstreicht Lammsbräu. Jeder Kunde könne diese Daten im Internet unter www.lammsbraeu.de/aktuelles einsehen. Auch die erneute Überprüfung derselben Charge, die Stiftung Warentest unter die Lupe genommen hatte, sei nochmals von Romeis untersucht worden. Diese Testergebnisse seien ebenfalls im Internet veröffentlicht.

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Keime kritisiert

Stiftung Warentest hatte auch Keime kritisiert, die „für Immunschwache gefährlich werden könnten“. Auch hier widerspricht Lammsbräu: Auch diese befänden sich „im optimalen Bereich“. Das „ungerechtfertigte Urteil der Stiftung Warentest“ sei besonders ärgerlich, weil Lammsbräu die Tester vor der Veröffentlichung auf diese Unstimmigkeiten hingewiesen – aber keine Antwort erhalten hätten.

Auch damit und mit weiteren Fragen hat die Mittelbayerische am Donnerstag Stiftung Warentest konfrontiert und am Freitag folgende Antwort darauf erhalten: „Wir haben aufgrund der bei uns eingegangenen Anfragen zur Pressemeldung von Lammsbräu die Fakten online gestellt, aus denen erkennbar wird, dass die an uns gerichtete Kritik unberechtigt ist. Details entnehmen Sie bitte den Fakten selbst, zu dennen Sie über folgenden Link kommen.“

Unterschiedliche Ergebnisse

Auf die Frage der Mittelbayerischen, wie nun die unterschiedlichen Testergebnisse nach dem eigenen Test, den Lammsbräu durchgeführt hat, zu bewerten sind, wollte sich Stiftung Warentest nicht äußern. „ (...), denn hier können wir nur mutmaßen“, heißt es und dann weiter: „Wir sind weder bei Produktion des Mineralwassers dabei noch bei den Messungen im Labor. Selbstverständlich haben wir eine mögliche Erklärung. Doch woraus die radioaktiven Schwankungen beim stillen BioKristall tatsächlich resultieren, muss der Anbieter selbst klären.“

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