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Erste Bundesliga

Bogenschützen kämpfen gegen den Abstieg

Neuerungen haben die Liga kräftig durcheinandergewürfelt. Der Rückstand des Neumarkter Teams zum Vierten ist schon sehr groß.

Die Neumarkter Bogenschützen haben mit Sara Wexler weibliche Verstärkung bekommen.
Die Neumarkter Bogenschützen haben mit Sara Wexler weibliche Verstärkung bekommen. Foto: Lerzer

Neumarkt.Die Neumarkter Bogenschützen gehen auf Position fünf in der Ersten Bundesliga ins neue Jahr: Beim zweiten Wettkampftag in Tacherting konnte das Team immerhin sechs Punkte ergattern und rangiert nun auf dem fünften Rang – allerdings mit nur zwei Punkten Vorsprung auf den Tabellenletzten.

Alles neu hieß es in dieser Saison für die Bundesligamannschaft: Einerseits änderte der DSB den Modus – nun werden nicht nur jeweils die Ringe der vier geschossenen Durchgänge zusammengezählt, um den Sieger einer Partie zur ermitteln, sondern es geht nach Satzpunkten. Jeder Durchgang zählt extra, die bessere Mannschaft erhält zwei Satz-Punkte, wer zuerst sechs dieser Satzpunkte ergattert hat, gewinnt das Match und erhält hier ebenfalls zwei Match-Punkte. So sind an einem Wettkampftag bei sieben Begegnungen maximal 14 Match-Punkte zu erzielen. Die zweite Änderung in dieser Saison war der Umstieg von Jürgen Seibold zum Compoundschießen. Daher gehört er als Schütze nicht mehr dem Bundesliga-Team an, doch übernahm er von Roland Wexler, der sechs Jahre lang erfolgreich die Mannschaft betreute, das Amt des Coaches.

Als Schützen steht ihm in dieser Saison eine gute Mischung aus altbewährten Kräften und auch Nachwuchs zur Verfügung.

Georg Girbinger, Norbert Franz und Oliver Obst gehören nun bereits drei Jahre lang zum Stamm der Mannschaft und mit Sara Wexler bekommt das Team endgültig die weibliche Note verpasst. Sie hat es geschafft, ihre Nervosität gut umzusetzen, zeigt ansprechende Leistungen und wird von Jürgen Seibold bereits öfter zum Einsatz gebracht. Nachdem der Saisonstart in Ebersberg mit der mageren Ausbeute von nur drei Matchpunkten für die Neumarkter endete, sollte es in Tacherting besser laufen. Eines wurde jedoch in Oberbayern deutlich: Die anderen Mannschaften haben sich teils personell massiv aufgerüstet und auch das neue System wirbelt die Liga ganz schön durcheinander – das immer gleiche Spiel der „Goliaths“ aus Welzheim und Tacherting ist nun beendet – sie sind nicht mehr etatmäßig ganz vorne zu finden.

Die Neumarkter suchen noch nach ihrem Standort in diesem neuen System, doch in Tacherting holten sie immerhin doppelt so viele Matchpunkte wie in Ebersberg, nämlich sechs.

Welzheim konnte besiegt werden und auch Freiburg und Reutlingen hatten nach hart umkämpften Matches das Nachsehen. Nun stehen die Neumarkter auf Rang fünf, nach oben und damit zum Finale scheint der Zug bereits abgefahren. Neun Matchpunkte Rückstand zum Tabellenvierten aus Welzheim sind wohl nicht mehr zu holen. Nun müssen sich Jürgen Seibold und sein Team nach hinten absichern, denn das Tabellenschlusslicht aus Reutlingen hat gerade mal zwei Matchpunkte weniger als Neumarkt – eine große Aufgabe für 2015.

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