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Region Neumarkt
Sonntag, 23. September 2018 21° 6

Erweiterung

Breitenbrunner Kinder im neuen Quartier

Die Mädchen und Buben des Kindergartens St. Marien fühlen sich in der Schule pudelwohl. Der Umbau läuft auf Hochtouren.
Von Alexandra Nurtsch

Die Dinogruppe bei ihrem Morgenkreis mit Erzieherin Kornelia Lehmeier. Den Kindern gefällt ihre neue Bleibe. Foto: Nurtsch
Die Dinogruppe bei ihrem Morgenkreis mit Erzieherin Kornelia Lehmeier. Den Kindern gefällt ihre neue Bleibe. Foto: Nurtsch

Breitenbrunn.Die große Tafel in ihrem Gruppenraum finden die Mädchen und Buben der Spatzengruppe so richtig toll. So eine hatten sie in ihrem alten Kindergarten nicht. Auf der Tafel dürfen sie immer malen, wenn sie Lust haben. Gerade sind sie mit ihrem Morgenkreis fertig und schon ist es Zeit für die Brotzeit. Sie nehmen sich ihre Rucksäcke und gehen in den angrenzenden Essensraum. Dort stehen kleine Tische und Stühle bereit und schon sind die ersten Brote ausgepackt. „Das ist eine hundertprozentige Verbesserung“, sagt Gruppenleiterin Steffi Schmid über das Ausweichquartier in der Breitenbrunner Schule. Im alten Kindergarten sei es räumlich sehr beengt gewesen und die Kinder mussten in der Küche Brotzeit machen.

Krippe wird erweitert

Doch das gehört der Vergangenheit an. Seit einigen Wochen laufen die Umbau- und Sanierungsarbeiten im Kindergarten St. Marien. Rund zwei Millionen Euro lässt sich die Gemeinde das Projekt kosten. „Wir wollen den Kindergarten zukunftsfähig machen. Nicht dass wir in zwei Jahren feststellen, er ist wieder zu klein“, sagt Geschäftsleiter Jürgen Konrad. Im Gemeindebereich Breitenbrunn gibt es drei Kindergärten. Neben dem Kindergarten St. Marien sind das noch der Kindergarten St. Willibald in Gimpertshausen und das Montessori Kinderhaus in Kemnathen.

Die Bauarbeiten am Kindergarten Breitenbrunn laufen auf Hochtouren.

Jürgen Konrad ist Geschäftsleiter des Marktes Breitenbrunn. Foto: Nurtsch
Jürgen Konrad ist Geschäftsleiter des Marktes Breitenbrunn. Foto: Nurtsch

Seit 1973 ist der Kindergarten St. Marien in dem Gebäude an der Dürner Straße untergebracht. 1989 wurde der Erweiterungsbau eröffnet. Rund zwei Jahre wurden die Bauarbeiten geplant. Es wurden verschiedene Varianten durchgespielt, von einem weiteren Anbau oder einem Neubau bis hin zu einem Umzug in die Schule. Dort stehen Räume leer. „Aber dann hätte die Gemeinde auch die Trägerschaft übernehmen müssen“, erklärt Konrad. Träger ist die Katholische Kirchenstiftung Breitenbrunn. Man entschied sich für die Erweiterung am bestehenden Standort. Der eingeschossige Gebäudeteil wurde bereits abgerissen. Er wird durch einen zweistöckigen Neubau ersetzt. Dort werden zwei Gruppenräume untergebracht, Büro- und Aufenthaltsräume sowie Toiletten. Im bestehenden Gebäudeteil, das entkernt wurde, wird unter anderem ein Gruppenraum untergebracht, die Fenster werden zum Teil erneuert und die Heizungsanlage ausgetauscht. Auch ein weiterer Raum für die Kinderkrippe ist dort vorgesehen.

Weitere Impressionen finden Sie in unserer Bildergalerie:

Kindergarten in Breitenbrunn wird umgebaut

Die Kinderkrippe und der Verbindungsbau zum Kindergarten wurden laut Konrad vor fünf Jahren gebaut. Sie bleiben bestehen und der Betrieb in der Kinderkrippe läuft weiter. Derzeit werden dort 13 Kinder betreut. Pünktlich zum Start in das Krippenjahr 2018/2019 soll der neue Raum zur Verfügung stehen. Dort soll eine Flexigruppe mit zwei- und dreijährigen Krippen- und Kindergartenkindern eingerichtet werden. Später soll es eine reine Krippengruppe werden. Am Kindergarten wird ein Jahr länger gearbeitet.

„Mir gefällt es hier besser, als in unserem alten Kindergarten.“

Kindergartenkind Samuel Konrad

In den Osterferien halfen viele Eltern beim Umzug mit und brachten Tische, Stühle, Schränke, Spielsachen, Teppiche und mehr in die Schule. Dort richteten sich die Dino-, die Bären- und die Spatzengruppe im Physiksaal, im Handarbeitsraum und in einem Klassenzimmer heimisch ein. Da nicht alle Räume gleich groß sind, wurde ausgelost, welche Gruppe in welchen Raum darf. Die Spatzengruppe war vorher in der Kindergarten-Turnhalle untergebracht, doch jetzt toben die Kinder im größten Raum des Übergangsquartiers und freuen sich darüber, dass ihre Gruppenleiterin für sie den größten Raum gezogen hat.

Ausflüge zur Baustelle

Ihnen gefällt es in der Schule und das Miteinander mit den Schulkindern und auch die Kindergarten-Mitarbeiterinnen sind sehr zufrieden. „Es ist eine sehr gute Übergangslösung“, sagt Steffi Schmid. Der Umzug sei zwar viel Arbeit gewesen, doch jetzt habe man es sich gemütlich eingerichtet. Ein Kritikpunkt, den Eltern ab und zu anbringen, ist, dass die Kindergartenkinder an der Schule keinen Garten haben. „Aber es gibt Alternativen“, sagt Schmid.

Das Nebengebäude des Kindergartens wurde abgerissen. Foto: Nurtsch
Das Nebengebäude des Kindergartens wurde abgerissen. Foto: Nurtsch

Sie gingen oft zur Wassertretanlage im Sebastiansweg. Dort habe die Gemeinde für die Kinder mittlerweile auch einen Sandkasten aufgebaut. Außerdem sei es vom Schulgebäude aus nicht weit in den Wald und zum Spielplatz. Immer wieder unternehmen die Mitarbeiterinnen mit den Kindern auch Ausflüge zur Baustelle und begutachten den Baufortschritt, was der Nachwuchs klasse findet. „Das letzte Mal stand sogar ein Bagger in unserem alten Gruppenraum“, erzählt ein Bub ganz aufgeregt. Zum Kindergartenjahr 2019/2020 soll alles fertig sein. Dann gibt es an der Dürner Straße 24 Krippen- und 75 Kindergartenplätze. Doch bis dahin sind die Kleinen noch in Ausweichquartier in der Schule untergebracht.

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