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Nürnberg.

Brücke soll nach Ludwig Scholz heißen

Die Nürnberger CSU will damit ihrem ersten Oberbürgermeister gedenken

Ludwig Scholz (Mitte) im November 2001: Mit Ministerpräsident Edmund Stoiber (l.) und FCN-Präsident Michael A. Roth bespricht er den WM-tauglichen Umbaus des Frankenstadions.

Nach Nürnbergs früherem Oberbürgermeister Ludwig Scholz soll eine Brücke benannt werden: Baureferent Wolfgang Baumann will dem Verkehrsausschuss am Donnerstag vorschlagen, den Abschnitt der Schweinauer Hauptstraße vom Beginn der Brücke über die Südwesttangente und den Main-Donau-Kanal bis zur Gabelung in die Ansbacher und Weißenburger Straße „Ludwig-Scholz-Brücke“ umzubenennen.

Damit soll auf einen CSU-Antrag hin ein Straßenabschnitt in der Nähe der Wohnung des Alt-Oberbürgermeisters seinen Namen erhalten. Ludwig Scholz war am 20. September 2005 verstorben. Er war von 1967 bis zu seiner Wahl zum Oberbürgermeister 1996 als Verwaltungsjurist im Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge in Zirndorf, beim Verwaltungsgericht in Ansbach, bei den Landratsämtern Hersbruck und Fürth und beim Landesuntersuchungsamt Nordbayern in Erlangen tätig. Bereits 1972 wurde er in den Nürnberger Stadtrat gewählt, ab 1988 führte er dort die CSU-Fraktion.

1996 zog Scholz als erster CSU-Oberbürgermeister in das Nürnberger Rathaus ein. Nachdem er das Amt in einer Stichwahl 2002 abgeben musste, war er weiterhin Mitglied des Stadtrats, dem er bis zu seinem plötzlichen Tod angehörte. Als Oberbürgermeister setzte er sich laut CSU für die Einrichtung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände, die Wiedererrichtung des historischen Hirsvogelsaals und den Ausbau internationaler Beziehungen Nürnbergs besonders ein. Er erneuerte den Partnerschaftsvertrag mit Gera (1997), belebte die Beziehungen zu Nizza und Venedig neu und unterzeichnete weitere Partnerschaftsverträge mit Shenzhen/China (1997), Antalya/Türkei (1997), Atlanta/USA (1998) und Kavala/Griechenland (1998). Die Austragung der Eishockey- Weltmeisterschaft 2001 und die Aufnahme Nürnbergs in den Kreis der Austragungsorte für die Fußballweltmeisterschaft 2006 waren ihm ein großes Anliegen.

Viele der in seiner Amtszeit zum 950-jährigen Stadtjubiläum im Jahr 2000 eingeführten Veranstaltungen im Nürnberger Kulturkalender leben weiterhin und erfreuen sich großer Beliebtheit. Hierzu gehören vor allem die Blaue Nacht, das Klassik Open Air und die Stadt(ver)führungen. (mz)

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