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Bürger

Bürger demonstrieren in Deining

Mit einem Plakat an der Bundesstraße haben 30 Personen den Umgang der Gemeinde Deining mit Flächen kritisiert.
Von Andreas Friedl.

Die Ansprechpartner und Organisatoren mit zwei Gästen (zweite und vierte von links(  Foto: Andreas Friedl
Die Ansprechpartner und Organisatoren mit zwei Gästen (zweite und vierte von links( Foto: Andreas Friedl

Deining.Einige Familien aus der Gemeinde Deinig haben sich vor kurzem in einer Gesprächsplattform: „Lebens- und liebenswertes Deining“ zusammen gefunden, um, wie es einer der Organisatoren, Christoph Bäumler aus Deining, sagte, einen Beitrag für eine lebendige Demokratie zu leisten. Unter anderem ist ihnen auch der sogenannte Flächenfraß ein Dorn im Auge. Hierzu gab es am vergangenen Sonntag eine sichtbare Aktion: Wer am Sonntagnachmittag gegen 15 Uhr auf der Staatsstraße 2660, beziehungsweise der früheren Bundesstraße 8, zwischen Deining und Neumarkt unterwegs war, dem fiel mit Sicherheit eine kurz nach Deining aufgestellte große Plakatwand unter anderem mit dem Plakat, „Natur oder Flächenfrass wir haben die Wahl“, und die dazugehörigen Personen auf. Es ging hier nicht um die Eröffnung eines neuen Baugebietes, sondern genau um das Gegenteil. Zudem wies auch die aufgestellt Plakatwand auf dieses „Gegenteil“ hin.

In seinen Begrüßungsworten an die gut 30 Anwesenden, darunter junge und ältere Personen, sowohl Männer als auch Frauen wies Christoph Bäumler nochmals eindringlich darauf hin, dass diese Veranstaltung, nichts mit der Kritik an der kürzlich erfolgten Vertragsvergabe an den Architekten Theo Nutz zu tun habe.

Bauernseufzer stimmten ein

„Wir wollen hier nur einen Beitrag zu gelebter Demokratie leisten“, so Bäumler und ließ dann musikalisch die „Bauernseufzer“ mit einem Lied zu Wort kommen. Diese brachten in ihrem musikalischen Beitrag unter anderem auch das Verhalten der Konsumenten an den Tag: „Rumpsteak aus Argentinien, Hauptsache gut und billig“, oder „Hier gibt’s Bauland, gut und günstig.“

Die anschließenden Redner, ob Leonhard und Kerstin Oesterle oder Martina Richards, forderten unter anderem in ihren Wortbeiträgen, dass man sorgsamer mit den Flächen umgehen sollte. So äußerte sich Richards, dass sie über das Gewerbegebiet Tauernfeld entsetzt sei und sie eine Erweiterung bis nach Tauernfeld befürchte.

Die Plattform

  • Die Organisatoren

    Die Organisatoren für die Gesprächsplattform „Für ein l(i)lebenswertes Deining“ sind Roswitha und Christoph Bäumler, Kerstin und Leonhard Oesterle, Martina Richards und Gaby Feierler-Egner.

  • Erreichbarkeit:

    Weiter sind sie über die E-Mail: liebenswertes.deining@gmail.com oder über facebook:_ Liebenswertes Deining erreichbar.

Weiter forderte sie ein Mitspracherecht bei solchen Baumaßnahmen: „Die Politik kann nicht über die Köpfe der Bürger entscheiden.“ Den Aussagen von Richards folgte eine von Roswitha Bäumler abgefasste Rede, in der sie unter anderem sagte, dass sie jeder Familie im Neubaugebiet Deining, das schon näher an Unterbuchfeld oder Siegenhofen liege, das eigene Haus und den eigenen Garten vergönne.

Auf Grund der Geschwindigkeit beim Bauen sei aber fast keine Integration der Neubürger mehr möglich. Christoph Bäumler fügte an, dass es in diesem Baugebiet auch um die ökologische und optische Gestaltung der Häuser und Gärten gehe. „Es sollten zum Beispiel Regeln aufgestellt werden, dass flache Dächer begrünt, die Gärten mit heimischen Gewächsen bepflanzt und ein Oberpfälzer Baustil eingehalten werden soll.“

Aus Vergangenheit lernen

Bei einem Gespräch mit unserer Zeitung ließ uns Christoph Bäumler wissen, dass die Gesprächsplattform aus der Vergangenheit lernen und positiv in die Zukunft blicken möchte. „Wir möchten herausstellen, welche Wünsche die Deininger Bürger haben und auf was der Fokus in den kommenden Jahren gelegt werden soll.“ So seien dies für ihn, wie auch seine Unterstützer, die Geschwindigkeit des Wachstums des Baugebietes am Oberbuchfelder Weg, das Gewerbegebiet Tauernfelder Höhe, der Erhalt der Oberpfälzer Kulturlandschaft und bessere Einbindung der Bürger bei Entscheidungen.

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