MyMz
Anzeige

Versammlung

Bürger in Forchheim vermissen Ergebnisse

In Forchheim musste Bürgermeister Alexander Dorr herbe Kritik einstecken. Vieles geht den Bürgern zu langsam.
Von Heike Regnet

Sollen in Forchheim das alte Schulhaus und das Feuerwehrhaus abgerissen werden, um für ein neues Gebäude Platz zu machen? Foto: Regnet
Sollen in Forchheim das alte Schulhaus und das Feuerwehrhaus abgerissen werden, um für ein neues Gebäude Platz zu machen? Foto: Regnet

Forchheim.Über 100 Bürger waren am Montag ins Sportheim gekommen, denn groß war der Redebedarf. Zu viele Forchheimer Anliegen seien in den letzten Jahren auf der Strecke geblieben, so der Vorwurf an Bürgermeister Alexander Dorr.

Zunächst informierte das Gemeindeoberhaupt über laufende Projekte, Finanzen und die Pläne für Forchheim, wie die Ausweisung eines neuen Baugebiets, das bereits 2020 erschlossen werden soll. Zwei Bauabschnitte sind angedacht. Handlungsbedarf bestehe am Friedhof. Die Arbeiten sollen im Winter 2019/2020 ausgeschrieben und im Frühjahr umgesetzt werden.

Als stetig wachsendes Ärgernis wurde der marode Zustand der Straße von Ohausen nach Forchheim im Bereich der Kanalbrücke bezeichnet. Wegen „der Sprungschanze“, wie der holprige Übergang von der Straße zur Brücke genannt wird, sei die Stadt seit längerem mit dem Wasserschifffahrtsamt im Gespräch. Ein Gutachten wurde erstellt, eine Lösung sei in Arbeit. Bis diese umgesetzt werde, sei wohl noch einmal ein Provisorium nötig. Begonnen werde am 11. November die Sanierung des Gehwegs Meckenhausener Straße mit Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED, so Dorr weiter.

Neues Haus für die Feuerwehr

Ein neues mittleres Löschfahrzeug erhält die FF Forchheim 2020. Da das Feuerwehrhaus dann zu klein ist, ist ein Neubau geplant. Bleibe der jetzige Standort, müssen das alte Schulhaus samt FF-Haus abgerissen werden. Möglich sei auch ein Neubau an der Ohausener Straße. Hier könnte zudem eine Kita Platz finden. Gespräche mit der Wehr laufen, so Dorr. Diese befürworte den jetzigen Standort.

In der Diskussion meldete sich Kommandant Josef Götz zu Wort. Vom Engagement der örtlichen Wehr profitiere das gesamte Dorf. Der Neubau soll künftig nicht nur für die Wehr, sondern auch für die Vereine ein Domizil werden. Der erste Plan, der bereits vor einigen Monaten durch die Stadt erstellt wurde, habe viele Fragen aufgeworfen, die bis heute nicht beantwortet wurden. Dies sei ein Armutszeugnis für die Stadt. Da in mehreren Orten der Gemeinde neue Feuerwehrhäuser gebaut werden sollen, sei dringend eine Prioritätenliste nötig und damit vorab eine Kommandantenversammlung.

„Wir wünschen uns einen offenen und ehrlichen Umgang miteinander. Unsere Fragen verlaufen aber im Nichts“, erklärte Götz und weiter. „Erster und zweiter Bürgermeister sollten für’s Gemeindewohl da sein, nicht nur für Freystadt und die Segelau.“ Dorr verwehrte sich gegen diese Vorwürfe. „Gewisse Dinge brauchen Zeit.“ Zum FF-Haus Forchheim gebe es noch Details zu klären. Franz Pröbster Kunzel regte schließlich einen Architektenwettbewerb an, um die beste Lösung bei der Neugestaltung der Dorfmitte zu finden. Dorr sah dies skeptisch, da ein Wettbewerb viel Zeit benötige.

Weitere Themen

  • Wassergebühren:

    Zum 1. Januar 2020 werden die Gebühren im Zweckverband Forchheimer Gruppe neu berechnet.

  • Statistik:

    Im Schnitt fahren täglich 1539 Fahrzeuge durch Forchheim. Angeregt wurde, an der Berghausener und Höfener Straße weitere Messgeräte aufzustellen.

  • 30er Zone:

    Diskutiert wird, Straßen als „Zone 30“ auszuweisen.

Gemeinde in der Verantwortung

Bereits seit zehn Jahren ist der schlechte Zustand des Gehwegs am Friedhof Thema in Forchheimer Versammlungen. Jährlich werde versprochen, zu handeln, doch nichts geschehe, so ein Bürger. Die massiven Risse müssten endlich behoben werden. Die Unfallgefahr sei groß, die Stadt stehe in der Verkehrssicherungspflicht. Auch am Schlittenberg fehle eine Abgrenzung zur Straße. Hier sollten im Winter Sicherungszäune angebracht werden, forderte Robert Hackner. Eine weitere Gefahrenstelle sei der Containerplatz Richtung Meckenhausen. Hier wurde ein Parkverbot angeregt.

Beim neuen Baugebiet wurde die Nähe zum Friedhof und damit mögliche Probleme durch Baulärm bei Beerdigungen moniert. Nachgefragt wurde zum Wasser bei der Flächenversiegelung. Um Hochwasser in Städten zu vermeiden, seien Gemeinden gehalten, wenig in Bäche wie die Schwarzach einzuleiten. Auch wachse die Schwarzach stetig zu, Dränagen sind dicht und Wasser steht in den Wiesen. Ein Ortstermin wurde angeregt.

Mehr aus Neumarkt und Umgebung:

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht