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Mittwoch, 18. Juli 2018 28° 2

Initiative

Bürger klagen über Gefahr für Fußgänger

Parsberger kritisieren eine Engstelle bei der früheren Metzgerei Seitz – Bürgermeister Bauer sieht keinen Handlungsbedarf.
Von Günter Treiber

Werner Batzdorf, Josef Bauer, Sebastian Moser und Gerhard Behringer (v. l.) waren gegen eine Verbreiterung. FOTO: TREIBER
Werner Batzdorf, Josef Bauer, Sebastian Moser und Gerhard Behringer (v. l.) waren gegen eine Verbreiterung. FOTO: TREIBER

Parsberg.Einige Bürger erklärten bei Anrufen im Parsberger Büro der Mittelbayerischen Zeitung ihre Probleme beim Kirchgang, beziehungsweise bei der Auf- oder Abfahrt zur Kirche oder zum Burgareal. Ein Bürger meinte wörtlich: „Das Burgareal wird ständig hochgelobt und ist immer wieder Gesprächsthema bei Sitzungen und Zusammenkünften: Warum tut man nichts dafür, dass es auch für Fußgänger gleichermaßen wie für Autofahrer gut erreichbar ist?“

Fakt ist, gibt es an der Engstelle zwischen dem sogenannten ‚Seitz-Anwesen‘ und der Metzgerei Werner Batzdorf einen Begegnungsverkehr, dann sei guter Rat teuer. Der Abfahrende müsse bergauf rückwärtsfahren, was nicht jeder so ohne Weiteres beherrsche, weil der Ankommende die Marktstraße freimachen müsse. Als das größere Problem sieht man aber die Fußgänger, die zum Kirchplatz wollen oder von dort kommen. Es gebe, so meinen die Kritiker, keine Möglichkeit, dass Autofahrer an Fußgängern vorbeikommen.

Die Bürger wissen zum einen, dass sowohl das Seitz-Anwesen wie auch das Kerschensteinerhaus im Besitz eines Privatmannes sei. Und sie stellen zum anderen heraus, dass beide Gebäude abgerissen werden sollen. Da sagte ein Bürger: „Das wäre doch eine einmalige Chance, hier eine Straßenverbreiterung, vielleicht in Form eines Gehsteiges, zu errichten“.

Bauer sieht keine Probleme

Im Gespräch mit Bürgermeister Josef Bauer stellte dieser heraus, dass es für Fußgänger kein Problem geben könne, in den Kirchplatz zu kommen. „Kommt man aus Richtung Rathaus, geht sowieso jeder über die Schmiedgasse zum Kirchplatz und weiter zur Kirche oder Burg. Kommt man aus der Stadtmitte, ist die Badergasse der maßgebliche Zugang“.

Ein Problem, so meint Bauer, sei natürlich für die Personen gegeben, die von der Brauhausstraße kommen, denn sie müssen zum einen die Marktstraße an einer unübersichtlichen Stelle überqueren und dann durch die enge Batzdorf-Passage in den Kirchplatz einmünden.

Bei einem weiteren Pressegespräch haben sowohl der Bürgermeister als auch Stadtbaumeister Gerhard Behringer und der Grundstückseigner Sebastian Moser ihre Gründe dargelegt, warum es sinnvoll sei, alles so zu belassen, wie es ist. Der Bürgermeister warf die Frage in den Raum, „Was gewinnen wir dabei, wenn wir das machen? – Doch nur sehr wenig“. Wenn man verbreitert, so der Bürgermeister weiter, hätte man schon ein Problem mit der Städtebauförderung, denn diese habe die Sanierung des Kirchplatzes vor vier Jahren bezuschusst.

Dass es kein Gewinn wäre, meinte auch Gerhard Behringer, als man vor Ort die Sache begutachtete. Hier sei noch nie etwas passiert, weil die Autos langsam fahren müssen. Bei einer Verbreiterung würde schneller gefahren werden. Dieser Meinung war auch Werner Batzdorf, der eine Verbreiterung als unsinnig erklärte.

Kosten wären zu hoch
Ein weiterer Grund seien die hohen Kosten, meinten sowohl Behringer als auch Moser, denn unter der Straßendecke liegen alle Versorgungsleitungen.

Bei den Kosten falle auch die Stützmauer ins Gewicht, meinte Fachmann Sebastian Moser. Es gebe dabei nur zwei Möglichkeiten. Lasse man sie ganz weg, würde die Straße an der obersten Stelle um 1,5 Meter höher liegen und dadurch eine Vertiefung entstehen, die eine echte Unfallgefahr für die Fußgänger bedeuten würde. Sie wieder abgerückt erneut aufzubauen, verursache enorme Kosten. Moser sagte: „Wenn dies wirklich eine Gefahrenstelle wäre, hätten wir im Stadtrat längst reagiert“, sagte er.

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