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Politik

Bürger-Liste Pilsach gegründet

Michael Meyer stellt sich als Anwärter auf den Chefsessel im Rathaus zur Wahl. Die neue Liste braucht noch Unterstützer.
Von Doris Distler

Die Bürger-Liste Pilsach (BLP) als parteilose Liste stellte als Bürgermeisterkandidaten Michael Meyer (links) auf sowie weitere Kandidaten für den Gemeinderat.  Foto: Doris Distler
Die Bürger-Liste Pilsach (BLP) als parteilose Liste stellte als Bürgermeisterkandidaten Michael Meyer (links) auf sowie weitere Kandidaten für den Gemeinderat. Foto: Doris Distler

Pilsach.Sehr überraschend gab es in Pilsach eine weitere Nominierungsveranstaltung. Neben der CSU und den Freien Wählern existiert nämlich keine weitere Partei in der Gemeinde. Die neu angetretene Liste ist auch keine Partei, sondern eine offene Liste und rekrutiert sich aus der Bevölkerung: die Bürger-Liste Pilsach (BLP).

Diese lud am Montag zur Nominierungsveranstaltung in das Gasthaus am Schloss ein. Initiator der Gruppe ist Michael Meyer. Der 66-Jährige darf altersbedingt gerade noch kandidieren. Ein unbeschriebenes Blatt ist der Pilsacher nicht. Lange Jahre stand er dem Sportverein vor und bekleidete noch verschiedene andere Ehrenämter wie zum Beispiel Kassier beim DJK-SV. Außerdem ist er aktiv als Gewerkschaftsvorsitzender bei der Firma Boegl und lange war er auch bei der IG Bau engagiert. Bestens bekannt aus Gewerkschaftskreisen ist ihm der SPD-Kreisvorsitzende Johannes Foitzik.

Der erfahrene Genosse aus Neumarkt hat etliche Erfahrung mit Aufstellungs-Veranstaltungen und leitete das Prozedere. Denn die BLP ist so frisch, dass es zur Sitzung noch keine Satzung – und auch noch keine Mitglieder gab. Also gingen zwei Listen unter den rund 75 Besuchern herum.

Neben der Anwesenheitsliste gab es noch eine Gründungsliste. Wer sich dort eintrug, sollte offiziell Gründungsmitglied sein. 39 Unterschriften kamen zusammen. Währenddessen begann Johannes Foitzik als gewählter Wahlvorstand mit der Aufstellung der Kandidaten, welche die Bürger-Liste Pilsach zur Wahl stellen will.

Große Mehrheit für Meyer

Dazu sollten nur Bürgerinnen und Bürger vorgeschlagen werden, die nicht auf einer anderen Kandidatenliste stehen. Als Bürgermeisterkandidat wurde mit großer Mehrheit Michael Meyer gewählt. Ein zweiter vorgeschlagener Kandidat, Reinhard Werner, bedankte sich für das Vertrauen und erklärte, dass er zwar interessiert sei, aber berufsbedingt keine Chance mehr habe. Dazu hätte er seinem Arbeitgeber früher Bescheid geben müssen.

Weitere Bürgermeisterkandidaten wurden nicht mehr vorgeschlagen und meldeten sich auch nicht selbst. Für den Gemeinderat wurden etliche Personen genannt, doch die meisten verweigerten aus Zeitmangel das Amt. Im Endeffekt stellte die Bürger-Liste Pilsach als Gemeinderäte auf: 1. Hubert Lutter, 2. Markus Meyer, 3. Anneliese Meyer, 4. Stefan Ibler und 5. Michael Meyer. Damit die Liste eingereicht werden konnte, brauchte die Versammlung Unterschriften von zwei Wahlberechtigten, die sie erhielten.

Die neue Liste

  • Kandidaten:

    Für die Bürger-Liste Pilsach (BLP) treten an: Bürgermeisterkandidat ist Michael Meyer. Für den Gemeinderat ließen sich aufstellen: 1. Hubert Lutter, 2. Markus Meyer, 3. Anneliese Meyer, 4. Stefan Ibler und 5. Michael Meyer.

  • Unterstützer:

    Damit die Bürgerliste Pilsach bei der Kommunalwahl auftaucht, sind noch bis 2. Februar 60 Unterschriften von Unterstützern nötig. (ndd)

Noch Unterstützer gesucht

Nun geht die Liste an die Verwaltungsgemeinschaft. Dort wird eine Liste ausgelegt und damit die Bürgerliste Pilsach bei der Kommunalwahl auftaucht, sind noch bis 2. Februar 60 Unterschriften von Unterstützern nötig. Sie müssen sich beim Eintragen ausweisen. Ein Gast aus Lauterhofen zollte der Versammlung offiziell Beifall: „Das ist ein Hoch-Fest der Demokratie! Wahl heißt Auswahl.“

Sollte Michael Meyer als Bürgermeister gewählt werden, will er „offen für jeden Bürger sein“ und sich engagieren für Kinder/Schulen, für die Vereine und er will sich um eine Tages- oder Kurzzeitpflege kümmern. Auch die Autobahn-Diskussion und die Themen Klima und Landwirtschaft lägen ihm am Herzen, erklärte Michael Meyer abschließend.

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