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Entwicklung

Bürger mit Ideen zur Dorferneuerung

Der Grundstein in Premerzhofen ist bereits gelegt. Das Feuerwehrhaus soll nun einer Dorfhalle weichen.
von Ines Greiner

Bürgermeister Johann Lanzhammer (r.) sowie Martin Stahr und Michael Kraus (l.) vom Amt für ländliche Entwicklung freuten sich über die rege Teilnahme an der Informationsveranstaltung und die vorgebrachten Vorschläge. Foto: Ines Greiner
Bürgermeister Johann Lanzhammer (r.) sowie Martin Stahr und Michael Kraus (l.) vom Amt für ländliche Entwicklung freuten sich über die rege Teilnahme an der Informationsveranstaltung und die vorgebrachten Vorschläge. Foto: Ines Greiner

Breitenbrunn.Ende August fand in Premerzhofen die Ortsbegehung zur einfachen Dorferneuerung mit Marktrat Anton Mosandl, Bürgermeister Johann Lanzhammer sowie Martin Stahr und Michael Kraus vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) statt. Nun folgte am Montagabend eine Informationsveranstaltung mit Workshop im Feuerwehrhaus, um die Bewohner von Premerzhofen mit ins Boot zu holen. 20 engagierte Bürger nahmen daran teil.

Marktrat Anton Mosandl begrüßte die Runde und Bürgermeister Johann Lanzhammer dankte, dass so viele ins Feuerwehrhaus gekommen waren. Martin Stahr von ALE führte durch den Abend. Künftiger Projektleiter ist Michael Kraus. Die einfache Dorferneuerung betrifft das baufällige Feuerwehrhaus auf dem Flurstück Nummer 14, welches abgebrochen und durch eine multifunktionale Dorfhalle mit Überdachung und Lagerplatz ersetzt wird. Ein barrierefreier Zugang zur Kirche St. Alban, der Kinderspielplatz und das Bushäuschen stehen weiter auf der Liste. Bei der Informationsveranstaltung wurden einige Beispiele aus anderen Orten präsentiert, wie entsprechende Projekte umgesetzt wurden, mit Brunnen, Backofen oder Pavillon. Auch die Kosten wurden angesprochen.

Anschlagtafeln und ein Grillplatz

Der nächste Schritt ist nun die Auswertung der Informationsveranstaltung, dann folgt die Auswahl eines Planungsbüros, die Erstellung des Dorferneuerungsplans sowie die Einreichung und die Bewilligung durch das Amt für ländliche Entwicklung 2021. Auch die Fördermöglichkeiten wurden angesprochen. Wenn es gewünscht ist, können auch Privatpersonen beraten werden. Förderungen gibt es auch für Kleinstunternehmen.

Bei der Informationsveranstaltung zeigten Martin Stahr und Michael Kraus viele Beispiele von Ortschaften, wie es vorher und nach der Dorferneuerung ausgesehen hat. Im Anschluss wurde eine Box aufgestellt, in die die Anwesenden Zettel mit ihren Ideen werfen konnten. Sie wird später ausgewertet. Anhand von Markierungspunkten auf einem Lufbild wurde geprüft, ob jeder erreicht wurde und auf einer Landkarte wurden für die Ideen Stecknadeln gesetzt. Es wurde auch über weitere Vorschläge gesprochen, wie zum Beispiel über Anschlagtafeln, ein Waagehäuschen, Heckenpflege und Neuanpflanzungen, Sitzgruppen beim Feldkreuz sowie einen Grillplatz.

Private Projekte

  • Finanzen:

    Bis zu 35 Prozent (höchstens 50 000Euro je Gebäude) können dorfgerechte Um-, An- und Ausbaumaßnahmen von Wohn-, Wirtschafts- und Nebengebäuden gefördert werden. Ein höherer Fördersatz ist bei kulturhistorischen oder denkmalpflegerischen wertvollen Gebäuden möglich.

Die Anwesenden konnten auch Fragen stellen. Sie interessierte unter anderem, ob es Auflagen zur privaten Förderung gibt und ob auch Abriss oder Rückbau gefördert werde. Einen Anwesenden interessierte, wie weit die einfache Dorferneuerung ausweitbar ist und sprach die Umgehungsstraße an. Die Dorferneuerung betrifft nur das Dorf selbst und keine Schotterwege. Soweit sei nun der Grundstein für die Dorferneuerung gelegt, sagte Martin Stahr. Im Anschluss berichtete Josef Kellermeier über zwei Möglichkeiten für die neue Dorfhalle. Eine sieht vor, dass die Halle in einer Größe von sechs auf zehn Meter auf die gleiche Stelle kommt mit zwei Einfahrttoren und einem größeren Spielplatz. Eine andere Möglichkeit wäre, die Dorfhalle zu versetzen. Jedoch müssten hier Anwohner miteingebunden werden.

Arbeitskreis gebildet

Auch der barrierefreie Zugang zur Kirche wurde angesprochen. Abschließend wurde ein Arbeitskreis gebildet. Diesem gehören Anton Mosandl, Johann Gabler, Christian Bogner, Josef Kellermeier und Stefan Gabler an.

Die Förderhöchstsumme bei der Dorferneuerung durch das Amt für ländliche Entwicklung ist abhängig vom Maßnahmenkonzept. Mit bis zu 53 Prozent werden zum Beispiel die Vorbereitung, Planung und Prozessbegleitung gefördert. Mit bis zu 48 Prozent können die bedarfsgerechte Verbesserung der Straßen und Wege, öffentliche und bürgerschaftliche Einrichtungen sowie die Schaffung von Plätzen und dorfgerechten Einrichtungen gefördert werden.

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