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Beilngries

Bufdi-Experiment gelungen

An der Grundschule Beilngries engagieren sich junge Leute freiwillig. Das Ergebnis ist hervorragend.
Von Franz Guttenberger

Die Schule stellte dem Bürgermeister ihre Erfahrungen vor. FOTO: GUTTENBERGER
Die Schule stellte dem Bürgermeister ihre Erfahrungen vor. FOTO: GUTTENBERGER

Beilngries.An der Grundschule Beilngries wurde vor einem Jahr die Beschäftigung von Teilnehmern am Bundesfreiwilligendienst eingeführt. Nun zogen die Verantwortlichen im Rathaus in Beilngries bei ihrem Erfahrungsbericht eine recht positive Bilanz – und das Erfolgsmodell geht deshalb in die Verlängerung.

Schulleiterin Monika Bäumler und Konrektor Franz Josef Neumayr sowie Lehrerin Andrea Dengler zeigten sich begeistert von diesem Modell und freuten sich, dass sich die Stadt Beilngries damals für dessen Einführung an der Grundschule entschieden hatte.

Auch Manuela Köberlein von der Mittagsbetreuung äußerste sich darüber ausschließlich positiv. Die Idee für die Einführung hatte Andrea Dengler, Schulpsychologin an der Grundschule Beilngries. Bürgermeister Alexander Anetsberger hörte sich die Vertreter der Schule an und nannte es im Rückblick richtig, dass die Stadt dazu ein entsprechendes Budget zur Verfügung gestellt hatte.

Die Stadt als Sachaufwandsträger habe das Budget sogar ein wenig aufgestockt, so dass zum neuen Schuljahr eine weitere Stelle geschaffen werden kann. „Die sogenannten ‚Bufdis‘ sind für uns eine große Hilfe im Unterricht“, stellte Bäumler klar. Eine Weiterführung mache Sinn, sagte Anetsberger. Er befürwortet die Weiterführung des Projekts und eine längerfristige Ausweitung.

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Eine Bereicherung

  • Begeisterung:

  • Begeistert zeigte sich Rektorin Monika Bäumler vom Bundesfreiwilligendienst. Für die Schule sei dies eine Bereicherung.

  • Integration:

  • „Einzelne Kinder können auf diese Weise in unserer Schule besser integriert werden“, so die Meinung der Rektorin. Dies sei auch ein Beitrag zur Integration von Flüchtlingen und zur Toleranzerziehung der Kinder, so Bäumler weiter. (ugu)

Zu den Aufgaben der Bundesfreiwilligendienst-Leistenden gehören unter anderem die Unterstützung lernschwacher Schüler oder auch Flüchtlingskinder, die Unterstützung der Lehrer als Zweitkraft im Unterricht oder zusätzliche Hilfe beim Sportunterricht. Dazu gehören ferner Telefondienste, einfache Büroarbeit oder die Unterstützung des Hausmeisters.

„Es ist einfach ein rundum gelungenes Experiment“, sagte Rektorin Bäumler bei der Vorstellung ihrer Erfahrungen. Alle Lehrkräfte an der Schule seien davon überzeugt. Die Bezugspersonen hätten einen guten Draht zu den Kindern gefunden. Dies sind Katharina Nagler aus Beilngries und Hoshiar Sadhem Kabri, ein junger Asylbewerber aus dem Irak.

Beide schilderten dem Bürgermeister ihre Aufgaben und beide zeigten sich begeistert. Es machen ihnen großen Spaß, mit den Schüler und Lehrern zusammenarbeiten zu dürfen, wie beide übereinstimmend betonten. „Ich sammle wertvolle Erfahrungen für meine spätere Berufswahl“ sagte Nagler und Hoshiar ergänzte, dass er dadurch auch Fortschritte mache, die deutsche Sprache besser lernen zu können.

Die Schule sucht nun für das kommende Schuljahr Verstärkung. Wer Interesse hat, als „Bufdi“ mitarbeiten zu wollen, soll sich an die Schulleitung der Grundschule Beilngries wenden. Das Mindestalter soll dabei bei 16 Jahren liegen, das Höchstalter unter 27 Jahren. Ein gewisser Idealismus und eine Bereitschaft, sich sozial einzusetzen, wäre sinnvoll.

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