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Feuer

Bus aus Seligenporten brennt aus

Zwischenfall bei einer Fahrt mit einem Reisebus aus dem Landkreis Neumarkt: Der Busfahrer konnte alle 23 Fahrgäste retten.
Von Lothar Röhrl

Als der Bus mit 400 Litern Diesel ausbrannte, waren die Reisenden vom Fahrer schon in Sicherheit gebracht. Foto: Verkehrspolizei St. Gallen
Als der Bus mit 400 Litern Diesel ausbrannte, waren die Reisenden vom Fahrer schon in Sicherheit gebracht. Foto: Verkehrspolizei St. Gallen

Seligenporten.Ein Reisebus steht hell in Flammen, über dem Brandort steht eine gut 100 Meter hohe Rauchsäule – doch den insgesamt 24 Insassen ist nichts passiert. Sehr stolz auf das Verhalten seines Busfahrers, der 23 Reisende rasch und unverletzt evakuieren konnte, ist Ernst Rupprecht vom Busunternehmen „Arzt Reisen“ in Seligenporten. Die Firma fährt im Auftrag der Deutschen Bahn die IC-Bus-Linie von München nach Zürich. Auf dieser ist am Dienstagnachmittag der IC-Bus aus noch ungeklärter Ursache ausgebrannt.

Ernst Rupprecht berichtete auf Anfrage der Mittelbayerischen, dass auf der Schweizer Autobahn A1 gut 20 Kilometer vor St. Gallen im Oberdeck des doppelgeschossigen Busses sitzende Reisende Rauch aus dem Bereich der Hutablage quellen sahen. Sie hätten sofort den deutschen Fahrer informiert. Dieser habe dann „richtig cool, weil besonnen“ reagiert, lobte Rupprecht.

Firmenchef Ernst Rupprecht (vorne rechts) und links hinter ihm Senior-Chef Bernd Glas im Oberdeck eines IC-Busses: Wie Bernd Glas früher legt auch Ernst Rupprecht jetzt auf die Ausbildung der Fahrer für das Verhalten in Notfällen großen Wert. Foto: Röhrl
Firmenchef Ernst Rupprecht (vorne rechts) und links hinter ihm Senior-Chef Bernd Glas im Oberdeck eines IC-Busses: Wie Bernd Glas früher legt auch Ernst Rupprecht jetzt auf die Ausbildung der Fahrer für das Verhalten in Notfällen großen Wert. Foto: Röhrl

Denn er habe erst das Fahrzeug auf den Standstreifen gelenkt, dann den Bus dort zum Stehen gebracht, die Reisenden aussteigen lassen und in einen großen Sicherheitsabstand zum Bus weggelotst. „Da zeigte es sich, wie gut es ist, dass wir solche Situationen immer wieder mit unseren Fahrern üben“, sagte Ernst Rupprecht. Der etwa 480 000 Euro (Neuwert) teure Bus brannte voll aus. „Es blieb nur noch das Gerippe stehen“, stellte ein Sprecher der Verkehrspolizei St. Gallen dazu fest. Zum Schaden am Bus kommt auch der an der Fahrbahn hinzu.

Die Farbe der Rauchsäule zeigt es: Die Feuerwehr hatte hier den Brand schon unter Kontrolle gebracht. Foto: Verkehrspolizei St. Gallen
Die Farbe der Rauchsäule zeigt es: Die Feuerwehr hatte hier den Brand schon unter Kontrolle gebracht. Foto: Verkehrspolizei St. Gallen

Die Linie München-Zurich wird von „Arzt Reisen“ seit fünf Jahren täglich in zwölf Verbindungen hin und zurück bedient. Sechs Doppeldecker-Busse sind dabei im Einsatz.

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